Unser Heimatdorf Niedersaubach-Rümmelbach

getreu nach den Worten von Stefan Zweig: "Wer seine Wurzeln nicht kennt, kennt keinen Halt!"

Wir feiern den Geburtstag unseres Dorfes – und das richtig zünftig

Niedersaubach wird 800 Jahre alt; Postkarte von Ivica Maksimovic

Bild oben anklicken, um zur PDF-Datei zu kommen (beinhaltet auch Veranstaltungsprogramm)

1212 ist unser fränkisches Dorf zwischen Mosel und Saar auf der linken Rheinseite erstmals urkundlich erwähnt worden. 1212 wurde der Staufer Friedrich II deutscher König und später (1220) deutscher Kaiser. 1212 machten sich aus Frankreich und Deutschland die Kinderkreuzzüge auf, Palästina zu befreien; sie endeten in einer Katastrophe. 1212 errangen die Spanier in Andalusien einen ersten großen Sieg auf dem Weg zur Befreiung der iberischen Halbinsel von der Besetzung durch die islamischen Mauren.
Unser Dorf ist sicherlich älter; aufgrund der Namensgebung „Saubach“ (erst viele 100 Jahre später haben es die Franzosen und die Preußen auf ihren Militärkarten zur Unterscheidung vom lothringischen Gresaubauch „Niedersaubach“ genannt) darf man vermuten, dass es im Zug der sogenannten 3. fränkischen Landnahme nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches besiedelt wurde.
Saubach hat über die Jahrhunderte gute und schlechte Tage erlebt. Aus diesen Erfahrungen wollen wir verwertbare Schlüsse für die Zukunft ziehen.
Saubach war bis zur Französischen Revolution immer ein integraler Bestandteil der Lebacher Vierherrschaft und damit beherrscht vom Bistum Trier, dem Herzog von Lothringen, dem Kloster Fraulautern und den Rittern von Hagen auf Schloss La Motte. Auch danach ist es – in unterschiedlichen Formen – bis jetzt unter der Vormundschaft der Lebacher Verwaltung geblieben.

Festkomitee am 12. Januar 2012 in Homes, Foto: Lothar Schmidt

Unser Jubiläumsjahr 2012 ist ein Jahr, das durch Schuldenbremse, Euro-Krise und Energiewende geprägt sein wird. Trotzdem: Wir wollen uns rückbesinnen, um zu lernen: in Erinnerung an die Vergangenheit – als Ermutigung für die Zukunft.
Dem 800. Geburtstag soll gerecht werden eine Reihe von 8 Festveranstaltungen (4 finden vor, 4 finden nach den Großen Ferien statt), wobei die Veranstaltungsformen ganz unterschiedlich sein werden (wir werden noch darüber berichten). Was aber bei allen Veranstaltungen ganz wichtig sein wird: Wir Saubacher wollen mit unseren Festgästen zünftig feiern und Gemeinschaft erleben.

Das Fest-Komitee

Herbert Neis (* 7. Januar 1930) wird durch einen Metallsplitter tödlich verletzt

Wir (Werner Schmidt und ich) besuchten Oskar Schäfer (Lebsen) am 27. Dezember 2011, um mehr über die Geschichte seines Cousins Herbert Neis (Lebsen) zu erfahren.

In den Lebacher Familienbüchern von Gerhard Storb ist Herbert Neis nicht zu finden. Herbert Neis ist wohl nicht in Niedersaubach geboren worden; ebenso haben die Eltern wohl nicht in Lebach geheiratet.

Aber sein Andenken wird in der Antoniuskapelle bei den Kriegsopfern bewahrt. Er war schließlich ein Saubacher Bub.

Herbert Neis, Fotoarchiv: Oskar Schäfer (Lebsen)

Lebsen Os war ein Jahr älter als sein Cousin Herbert; in bewegenden Worten schildert er die Ereignisse am 17. und 18. März 1945, als die Deutschen fluchtartig Niedersaubach verließen und die Amerikaner nachrückten.

Vor dem Einmarsch der Amerikaner hatten die Deutschen 4 Artilleriegeschütze in Niedersaubach in der Heck und am Fuß der Eich postiert: am Kalkofen (alte Volksschule, jetzt: Vereinsplatz), bei Schedlersch (Schedler), bei Molersch (Schmidt) und bei Grawen Battis (Schäfer).

Herbert und sein (kürzlich verstorbener) Bruder Helmut; Fotoarchiv: Oskar Schäfer (Lebsen)

Am 17. März 1945 rückten die amerikanischen Infanterie- und Panzer-Verbände von Schmelz her kommend vor. Sie nahmen den Weg über Tanneck und wollten die Hold hinunter. Das ließ die deutsche Artillerie zunächst nicht zu. So weit sich Oskar Schäfer erinnert, wurde an diesem Samstag gegen 18 Uhr zwischen den feindlichen Linien das Artillerie-Feuer eröffnet. Es soll sehr heftig gewesen sein und während der ganzen Nacht angehalten haben. Erst gegen Morgen (Sonntag, 18. März, 7 Uhr) schwiegen plötzlich die Waffen. Die deutschen Soldaten setzten sich nach Aschbach ab; die Fluchtrichtung der heillos unterlegenen deutschen Verbände war der Rhein. Das Dorf wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen, einige Gebäude, so z.B. die Kapelle, wurden von Artillerie-Geschossen getroffen. Lebsen Os schätzt, dass die Schießerei etwa 6 deutschen Soldaten das Leben gekostet hatte. Wie hoch die amerikanischen Verluste waren, wusste man in Niedersaubach nicht.

Cecilia Neis (Lebsen Zilla), Fotoarchiv: Oskar Schäfer (Lebsen)

Als es plötzlich so still war, beschlossen Herbert Neis sowie Reinhold und Hans Schedler, die Gegend, insbesondere die Situation in der Heck, zu erkunden. Die Hecker hatten am Abend vorher versucht, aus der Schusslinie zu kommen und bei Nachbarn wie Lebsen Schutz zu finden.

Bei der Flucht sprengten die deutschen Soldaten die Geschütze – also auch das vor Schedler’sch Haus stehende – in die Luft. Auf diesem Geschütz wollte Lebsen Herbert nachschauen, wie viele Flugzeugabschüsse dort – eingekerbt – vermerkt waren. Von Eibachwald her (Gemarkung nach Aschbach hin) wurden die Zündschnüre von den deutschen Soldaten her angesteckt; sie ahnten nicht, dass der Junge mit in die Luft gesprengt werden würde.

Erwähnenswert hinsichtlich der Räumung des Dorfes durch die deutschen Soldaten ist laut Josef Heinrich (Hirten), dass welche, nachdem die Truppe sich schon davon gemacht hatte, zurück kamen, um ausgangs des Dorfes die Panzersperren zu beseitigen und damit den amerikanischen Befehlshabern den Grund nahmen, beim Vorrücken auf das geräumte Dorf weiter schießen zu lassen.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Das Foto zeigt am 27.12.2011 Oskar Schäfer, seinen Sohn Alwin und Werner Schmidt (Foto: Lothar Schmidt). Dieses Foto einfach am Pfeil anklicken, um die Erinnerungen von Lebsen Os zu hören!

Das Foto unterhalb zeigt den Granatsplitter, der Herbert Neis den Schädel zertrümmert hatte (etwa 6 cm mal 6 cm mal – bis zu – 2 cm groß und richtig schwer); er wurde von seinem – kürzlich verstorbenen – Bruder Helmut über die vielen Jahre aufbewahrt.

Granatsplitter, der Herbert Neis den Schädel zerschlagen hatte; Foto: Lothar Schmidt

Reinhold und Hans Schedler kamen, wie Lebsen Os berichtet, wie ein Wunder bei der Sprengung mit dem Leben davon. Lebsen Herbert wurde allerdings durch einen Splitter schwer am Kopf getroffen. Der Splitter durchschlug seinen Schädel derart massiv, dass sich die Hirnmasse aus dem Kopf herausdrängte. Es muss furchtbar gewesen sein.

Bei Lebsen hörte man natürlich den lauten Knall, den die Sprengung der Geschütze weniger als 1 km entfernt verursachte. Sogleich aber muss der Schrei von Schedler’sch Martha (der Mutter von Reinhold und Hans Schedler) zu hören gewesen sein, als sie sah, dass Herbert am Kopf getroffen war. Sie brachte den sterbenden Jungen mit einem Handwagen zu dessen Mutter, Lebsen Zilla (Cecillia Neis). Als Lebsen Zilla gewahr wurde, was geschehen war, fiel sie sofort in Ohnmacht.

Matzen Pitt (der Sanitäter war und herbei gerufen wurde) drückte mit seinen Händen die ausgetretene Hirnmasse zurück in den Schädel und verband den verletzten Kopf von Herbert Neis. Soweit sich Oskar Schäfer erinnert, hat Herbert nicht mehr das Bewusstsein erlangt.

Die Amerikaner drangen nun nicht sofort in das Dorf ein, sondern tasteten sich langsam Richtung Hold vor. Erst gegen 14 Uhr an diesem heißen, trockenen März-Tag (es herrschten ca. 20 Grad Celsius) erreichten sie die Wohnhäuser in der Hold. Eine bei Lebsen wohnende, aus Völkingen evakuierte Lehrerin namens Hagel, die Englisch sprach, wandte sich sofort an die auftauchenden amerikanischen Soldaten, mit einer weißen Fahne ausgestattet, um sie über den schwer verletzten Jungen zu unterrichten. Sie nahmen ihn sofort in einen Wagen und schafften ihn nach Tanneck, wo sie ein provisorisches Lazarett unterhielten. Auf dem Weg dorthin verstarb aber der tödlich Getroffene.

Man wird schon sehr traurig, wenn man diesen Schilderungen von Oskar Schäfer innerlich folgt.

Eine Geschichte möchte ich hier noch festhalten. Oskar Schäfer erzählte schmunzelnd, sein Cousin Herbert sei ein richtiger ”Tuwack” gewesen. Begeistert habe er, wie die Buben eben so sind,  ”Soldat gespielt”. So habe er sich in jenen Tagen, was wahrscheinlich nicht schwierig war, heimlich ein Gewehr “organisiert”. Damit habe er eines Tages, als er in der Hold mal wieder auf dem “Kriegspfad” war, auf einen amerikanischen Tiefflieger scharf geschossen. Nicht viel später tauchten plötzlich über Niedersaubach vielleicht 5 Jagdbomber auf, die sich die Hold vornahmen. Die Schießerei, die Herbert begonnen hatte, wäre beinahe ins Auge gegangen. Das Bohlen-Haus jedenfalls sei dabei heftig durchgeschüttelt worden.

Herbert Neis beim "Kriegsspiel"; Fotoarchiv: Paul Mattick (Hachen)

Zum kriegsgeschichtlichen Hintergrund:

Ich konnte bisher noch nirgendwo erfahren, dass man sich in unserer Gegend damals die Bezeichnungen der deutschen oder amerikanischen Einheiten gemerkt hätte, die im März 1945 Niedersaubach durchquerten. Auch in heimatgeschichtlichen Schriften wird immer ganz allgemein von den Deutschen und den Amerikanern gesprochen, die da am 17. März 1945 aufgetaucht waren.

Allerdings kann man versuchen, die militärischen Einheiten in das Kampfgeschehen der letzten Kriegswochen einzuordnen.

Wie war die militärische Lage an der Westfront: Nach der Landung der alliierten Streitkräfte in der Normandie im Rahmen der Operation Overlord am 6. Juni 1944 und der Kapitulation der deutschen Streitkräfte am 25. August 1944 in Paris versuchte Adolf Hitler, den Westwall zu reaktivieren, wobei sich von Anfang an abzeichnete, dass die deutsche Sperranlage der Entwicklung der alliierten Waffentechnologie nicht (mehr) gewachsen sein würde.

Westwall; Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Nach dem Scheitern der anfänglich erfolgreichen deutschen Ardennenoffensive (16. Dezember 1944 – 21. Januar 1945) war die Lage der Wehrmacht im Westen aussichtslos geworden.

Schon im Oktober 1944 (4. – 12. Oktober) wurde die 416. Infanterie-Division aus Dänemark abgezogen und in den Bereich des sogenannten Orscholz-Riegels (ein Teil des Westwalls zwischen Mosel und Saar) verlegt. Diese Truppe war eine Besatzungs-, aber keine erfahrene Kampftruppe. Ihr unterstellt war u.a. das Artillerie-Regiment 416. Damals gehörte die 416. ID zur 1. deutschen Armee.

Egon Scholl (Orscholz) hat den Kampf um den Orscholz-Riegel dokumentiert.

Bereits zwischen dem 17. und 21. November 1944 versuchten Einheiten der 3. US-Armee unter dem legendären General George S. Patton, den Orscholz-Riegel aufzubrechen. Der Versuch misslang unter hohen Verlusten der eingesetzten amerikanischen Verbände.

Der Vormarsch der 3. US-Armee nach Osten wurde von Patton gestoppt, als er vom amerikanischen Oberbefehlshaber, General Dwight D. Eisenhower, die Erlaubnis erhielt, im Dezember 1944 nach Norden vorzustoßen, um die durch die Ardennenoffensive eingeschlossenen alliierten Streitkräfte bei Bastogne zu entsetzen. Das gelang der 3. US-Armee auch, wobei der Einsatz im tiefen Schnee der Ardennen bei unzureichender Winterausrüstung den amerikanischen Soldaten einen hohen Blutzoll abverlangte.

Erst am 19. Februar 1945 wurde der Angriff der 3. US-Armee, getragen von der 94. US Inf. Division und der 10. US Panzer Division, gegen den Orscholz-Riegel wieder vorgetragen (Quelle: Egon Scholl, Orscholz). Der Angriff war erfolgreich: Am 23. Februar d.J. konnte die 3. US-Armee das Dreieck zwischen Mosel und Saar einnehmen. Es heißt, auf beiden Seiten seien in diesen Februar-Tagen jeweils ca. 1.000 Soldaten gefallen.

Man kann sich auf der Plattform von You Tube bei hunsruecktv einen Eindruck von diesem Vormarsch verschaffen; konkret geht es um den 5. März 1945, als SS-Gebirgsjäger sich den amerikanischen Verbänden zwischen Trier und Saarburg entgegen stellten (Trier war am 2. März 1945 von den Amerikanern eingenommen worden).

Nun forcierte Patton den Vormarsch Richtung Rhein. Am 10. März 1945 erreichte der linke Flügel der 3. US-Armee den Rhein (am 7. März war weiter nördlich die Rheinbrücke in Remagen den Amerikanern in die Hände gefallen). Links des Rheins überschlugen sich nun die Ereignisse. Klaus-Dietmar Henke schrieb in seinem Buch: Die amerikanische Besetzung Deutschlands, Oldenbourg Verlag, München 1996, der Vormarsch der Amerikaner sei am 17., 18.  und 19. März 1945 rasant gewesen, wobei das Tempo nur noch durch die Motorleistung der gepanzerten Fahrzeuge gebremst worden sei (ebenda S. 349). Am 20. März 1945 hätten die Spitzen der gepanzerten Verbände bereits vor Mainz, Worms und Kaiserslautern gestanden. Am 22. März 1945 setzte Patton bei Oppenheim und bei Nierstein über den Rhein. Die Tage des NS-Regimes waren nun gezählt.

In diesen Kontext eingeordnet kann man vermuten, dass die deutsche Artillerie-Einheit, welche in Niedersaubach Aufstellung genommen hatte, zum Artillerie-Regiment 416 gehörte. Und die Amerikaner, welche die Niedersaubacher am 18. März 1945 zu sehen bekamen, gehörten wohl sehr wahrscheinlich zur 10. US-Panzerdivision bzw. zur 94. US Infanteriedivision, deren Befehlshaber als Chef der 3. US-Armee General Patton war. Von der Stoßrichtung her waren es wahrscheinlich die amerikanischen Soldaten, die am 20. März 1945 vor Kaiserslautern standen.

Stand: 01.2012

Lothar Schmidt

Alte Volksschule am Kalkofen bei Fertigstellung und Eröffnung 1901

Es hieß immer, dass es von ihr keine Fotografie mehr gebe. Es geht um die alte Volksschule, die 1901 am Kalkofen (dort, wo sich heuer der Vereinsfestplatz befindet) von Rümmelbachern und Niedersaubachern gemeinsam in Betrieb genommen wurde.

Alte Volksschule am Kalkofen 1901; Fotoarchiv: Robert Schmidt (Rauen)

Hier anklicken, um zur entsprechenden PDF-Datei zu kommen! 

Die Aufnahme, die wir von Robert Schmidt (Rauen, Jahrgang 1929) bekommen haben, zeigt das Schulgebäude noch im einstöckigen Ausbau. Erst 1936 wurde sie aufgestockt so, wie wir sie später noch gekannt haben (bis sie Anfang der 60er Jahre wegen Baufälligkeit geschlossen und später abgerissen werden musste). 

Vielleicht kann man ja noch die Gesichter unserer Ahnen erkennen?

Lothar Schmidt

Axel Alt (Bejtzer) hat uns einen SZ-Artikel (Ausgabe: Dillingen und Saarlouis) vom 5. Juli 1967 übermittelt. In diesem Artikel unter der Überschrift “Kommers der Sänger in Niedersaubach – Beispielhafter Festabend von gutem Niveau” wird über das 65. Stiftungsfest des Männergesangvereins Niedersaubach berichtet.

SZ (Dillingen und Saarlouis) vom 5. Juli 1967; Archiv: Axel Alt (Bejtzer)

Wer den Artikel über den stolzen Festabend lesen will, klickt einfach oben den Bildausschnitt an!

Lothar Schmidt

Fotoalbum

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Adalbert Herrmann (Krone Buwi) hat uns Bilder aus vergangenen Zeiten überlassen

 

Sehr schöne Bilder aus der Frühzeit des SVN, von Klassenfotos aus der alten Schule am Kalkofen sowie von einem Ausflug in den 50er Jahren auf den Dürkheimer Wurstmarkt hat uns Krone Buwi zur Verfügung gestellt.

Hier sind einmal Erinnerungsfotos des Saubacher Fußballvereins, als noch auf den Theelwiesen gespielt wurde.

Spiel auf den Theelwiesen

Spiel auf den Theelwiesen

Und hier Mannschaften aus den 70er Jahren:

Sportplatz am Kalkofen mit bekannten Gesichtern

Da gibt es vor der Antoniuskapelle was zu feiern?

Nicht mehr ganz so jung die AH-Spieler des SVN in den 70er Jahren

Die Saubacher auf Vermittlung von Paul Mattick an der Mosel; der ein oder andere noch mit vollem Haarschopf

Und hier die Klassenfotos (zum Vergrößern als PDF-Datei einfach anklicken):

Schuljahr 1949/ 1950

unbekannte Jahrgänge

Und zuletzt die “Saubacher Schützen” (Engel Alt und Toni Gross) in den 50er Jahren auf dem Dürkheimer Wurstmarkt:

Toni Gross legt an

Engel Alt räumt ab

Wunderbar, die alten Bilder anzuschauen!

Lothar Schmidt

Pflege des Brauchtums

Der Ortsrat Niedersaubach beschloss in diesem Jahr ein Kulturprogramm für unser Dorf. So konnten sich unsere Besucher bereits an der „Ukraine Folklore“ oder dem Kabarettabend der „G’Oldies“ erfreuen. Neben Konzerten und Kabarett ist uns auch die Pflege des Brauchtums ein kulturelles Anliegen. Wie bereits zur traditionellen Martinsfeier laden wir nun erstmalig Kinder, Eltern, Großeltern und interessierte Bürger zum Nikolausabend in das Antoniusheim ein.

Einladung zur Nikolausfeier am Mo., 5. Dezember, 17 Uhr

Liebe Kinder,

ich lade euch mit euren Eltern und Großeltern ganz herzlich zur Nikolausfeier ein. St. Nikolaus besucht am 5. Dezember gegen 17.00 Uhr im Antoniusheim Kinder aus Niedersaubach und Rümmelbach.

Er erzählt euch die Geschichte des hl. Nikolaus von Myra, der als besonderer Freund der Kinder verehrt wird. Natürlich wird er auch nicht vergessen, euch nach altem Brauch eine Nikolaustüte mitzubringen. Es wäre schön, wenn einige von euch ihm ein kleines Gedicht oder Lied vortragen könnten.

Zu diesem besinnlichen Abend sind auch Erwachsene eingeladen, die sich gerne an ihre Kindheit erinnern.

Liebe Eltern,

damit wir die Anzahl der teilnehmenden Kinder ermitteln können, ist eine Anmeldung erforderlich. Wir wollen für Kinder bis zum Alter von 8 Jahren Geschenke vorbereiten und benötigen deshalb Anzahl und Namen der Kleinen.

Wenn Sie mit einem oder mehreren Kindern zur Feier kommen wollen, bitten wir Sie, sich bei Hans Schmitz, Tel. 3660 oder Werner Schmidt, Tel. 91420 bis zum 1. Dezember anzumelden. Sie können Ihr Kind auch bis zu diesem Datum per Mail anmelden:

we.scm@t-online.de oder H.Schmitz49@gmx.de

Werner Schmidt, Ortsvorsteher

Volkstrauertag mahnt zur Erinnerung – für Frieden und Völkerverständigung in Europa

Erstmalig 1926 beging Deutschland nach den Schrecken des 1. Weltkrieges auf Initiative des Volksbundes den Volkstrauertag.
In unserem Dorf ist die Tradition, der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken, irgendwann nach dem 2. Weltkrieg verloren gegangen.
Im nächsten Jahr, wenn wir 800 Jahre Saubach (1212 – 2012) auf vielfältige Weise feiern wollen, möchten wir die Erinnerung an die jungen Männer unseres Dorfes, die in den beiden Weltkriegen gefallen sind, wieder aufleben lassen. Wir wollen um sie trauern und ihre Schicksale als Mahnung für Friedenspolitik auf unserem Kontinent verstehen. In die Erinnerung einschließen wollen wir die schrecklichen Umstände in den letzten Kriegstagen 1945, als 2 neugierige Jugendliche in unserem Dorf durch Kriegsgerät bzw. Kriegsmunition getötet wurden, und den mutigen Mann aus der Hold, der 1941 als Gegner des Naziregimes im KZ Dachau umgebracht wurde.
Pastor Meiser wird uns bei der Gedenkfeier in der Antoniuskapelle zur Seite stehen; er hatte dort Ende der 70er Jahre die Namenstafeln erneuert und so für die Bewahrung der Erinnerung an die Opfer der beiden Weltkriege Vorsorge getroffen.

Der 18-jährige Offiziersanwärter Günther Engel auf Heimaturlaub in der "Mill", Fotoarchiv: Adalbert Herrmann (Krone Buwi)

Wir sind dabei, für den Volkstrauertag im nächsten Jahr die Schicksale der Gefallenen aufzuarbeiten. Bei den 16 jungen Männern aus dem 1. Weltkrieg und den 27 jungen Männern aus dem 2. Weltkrieg haben wir zum Teil erstaunliche Dinge herausgefunden. Wir sind selber überrascht, dass es nach so vielen Jahren noch möglich war, die Todesumstände einigermaßen gut nachzuvollziehen und oft genug auch die Grablage mehr oder weniger präzise zu ermitteln. Die Recherche wäre nicht möglich gewesen ohne die Orts- und Schulchronik von unserem ersten Dorfschullehrer, Peter Adam, die Lebacher Familienbücher von Gerhard Storb, den Gräbersuchdienst des Volksbundes in Kassel und das Archiv der Wehrmachtsauskunftsstelle in Berlin.
Ich möchte die Familien unseres Dorfes, aus denen die Gefallenen bzw. Getöteten stammten, bitten, uns – falls noch vorhanden – Briefe, Bilder oder sonstige Dokumente aus den Kriegstagen zur Verfügung zu stellen, um sie in unserer Erinnerungsprojekt einarbeiten zu können. Keiner der jungen Männer soll in Vergessenheit geraten. Das sind wir ihnen schuldig!

Lothar Schmidt, Am Schützenberg 34, Tel.: 91333

P.S.:
Ich möchte einladen, am Beispiel des 18-jährigen Offiziersanwärters Günther Engel aus der “Mill” nachzuvollziehen, wie sinnlos die Opfer der jungen Soldaten des Flieger-Ersatzbataillons VII in den letzten Kriegstagen gewesen sind. 43 junge Grenadiere dieses Ausbildungsverbandes wurden am 3. April 1945 bei Ibbenbüren im Brumleytal – unzureichend ausgebildet und schlecht ausgerüstet – heillos überlegenen britischen Panzerverbänden entgegengeworfen und ohne jede Chance geopfert. Man denkt unwillkürlich an den Film “Die Brücke” von Bernhard Wicki aus dem Jahr 1959.

Das Schicksal unseres jungen Mannes aus der “Mill” ist hier nachzulesen (einfach anklicken).

Vor über hundert Besuchern brillierten die G’Oldies am vergangenen Wochenende in der Antoniushalle. Die G’Oldies sind eine Kabarettgruppe, die aus den landesweit bekannten Herbstzeitlosen hervorging, die sich lange Jahre einer großen und treuen Anhängerschaft erfreuten.

Ein Grandseigneur der Musik freut sich mit den Künstlerinnen über den Erfolg; Foto: WeSchm

In einem bunten Potpourri aus Liedern und Gedichten von Kästner und Tucholsky boten die fünf Damen mit ihrem Pianisten dem Publikum ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Programm.  Die Zeitreise führte die Gäste durch das Berlin der Zwanziger Jahre, die auch als die „Verrückten Zwanziger“ bezeichnet werden. Mit wenigen stilvollen Mitteln war es gelungen, den Künstlerinnen ein Bühnenbild zu zaubern, in dem sich das Ambiente einer Berliner Cabaretbühne spiegelte. Zeittypische Kostüme und Masken besorgten das Übrige, um den Vorträgen eine große Authentizität zu verleihen. Die Emanzipation der Geschlechter wurde ebenso thematisiert wie die Überlebenskünste der Menschen aus den Hinterhöfen. Mit frivolen Andeutungen, Gesten und Texten wurde dargestellt, wie die neue Lust am Leben nach den langen leidvollen Kriegsjahren kultiviert  wurde.

Großer Beifall belohnte das Ensemble für einen gelungenen Abend. Die G’Oldies verzichteten auf eine Gage und baten die Gäste stattdessen um eine Spende für Pastor Schäfers „Petersburger Straßenkinder“.

Werner Schmidt

Samstag, 15.10.11, 19:30 Uhr

Eintritt frei

freiwillige Spende zugunsten der Petersburger Straßenkinder

 Zeitreise in das Cabaret der Zwanziger Jahre

Einen Kabarettabend unter dem Titel „Die verrückten Zwanziger“ präsentieren Ihnen vier Damen aus der Mitte des Saarlandes: Die „G’Oldies“.

Das Kulturleben im Berlin der Zwanziger Jahre war wesentlich geprägt vom Cabaret. Namen wie Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Trude Hesterberg oder Hans Eisler stehen für Texter, Komponisten oder Interpreten einer eigenen Unterhaltungswelt, sodass man später nicht umsonst von den „verrückten zwanziger Jahren“ sprach.

Etwas vom Geist dieser Jahre, in der übrigens auch die Frauen sich mit Kurzrock, Bubikopf und befreit vom Schnürkorsett sich ein neues Outfit gaben, wollen Gitta Morawietz und Ruth Schmitt aus Lebach sowie Margarethe Schmitt und Hannelore Schröder aus Schmelz den Besuchern vermitteln.

Die vier Interpretinnen, 17 Jahre lang Aktive der saarlandweit bekannten Theatergruppe „Die Herbst-Zeitlosen“ haben sich vorgenommen, ihr Können künftig in der Dienst der guten Sache zu stellen. Am Klavier begleitet werden die „G’Oldies“, wie sie sich neuerdings nennen, von Karl Stein, einem ehemaligen Musiker des Saarbrücker Staatstheaters.

Die Gedichte von Erich Kästner zwischen den Liedern werden von Elke Fischer-Geibel präsentiert.

Laudatio des Ortsvorstehers, Werner Schmidt, gehalten am Sonntag, 21. August 2011 zum 35-jährigen Gründungsjubiläum

Am 21. August feierte der Seniorenverein Niedersaubach auf dem Gelände des Antoniusheimes Geburtstag.

Der 1. Vorsitzende, Engelbert Alt, begrüßte die Gäste aus unserem Dorf und den befreundeten Seniorenvereinen aus Landsweiler und Gresaubach, Foto: Magda Schäfer

Dabei ließ Ortsvorsteher Werner Schmidt die rege Vereinsgeschichte  Revue passieren: “In der nunmehr 35jährigen Vereinsgeschichte ziehen sich die Aktivitäten wie ein roter Faden durch die Jahre. Die Mitglieder möchten Veranstaltungen wie die zweijährlichen Wandertage, die Tagesfahrten, die Weihnachtsfeiern oder die Fastnachtsveranstaltungen nicht mehr missen.

Die vollständige Rede, die er als Laudatio am 21. August d.J. hielt, kann hier abgerufen werden (einfach anklicken). Sie ist eine wunderbare Quelle, um die Geschichte des Seniorenvereins auch hier auf unserer Internetseite festzuhalten.

Ein paar Bilder dokumentieren die Vereinsfeier, die wie immer gut besucht und – was in den Tagen dieses Sommers nicht immer der Fall war – von Sonnenschein gesegnet war (um die Bilder zu sehen, das Startbild unten einfach anklicken und auf der Fotoseite die einzelnen Bilder anklicken, um sie zu vergrößern).

Lieblingsthema "Krankheit", Foto: Magda Schäfer

Lothar Schmidt