Unser Heimatdorf Niedersaubach-Rümmelbach

getreu nach den Worten von Stefan Zweig: "Wer seine Wurzeln nicht kennt, kennt keinen Halt!"

800-Jahrfeier Niedersaubach-Rümmelbach geht an Pfingstsonntag in die 2. Runde

1964 fassten Niedersaubach und Rümmelbach den Entschluss, eine Gemeinde zu bilden. Deshalb ist es nur selbstverständlich, dass auch Rümmelbach den 800. Geburtstag von Niedersaubach mitfeiert.

An Pfingstsonntag, 27. Mai 2012, findet deshalb in Rümmelbach an der neuen Brunnenanlage in der Dorfmitte (Hügelstraße) ein Brunnenfest statt.

Um den Rümmelbacher Dorfbrunnen in der Hügelstraße wird das Brunnenfest stattfinden; Foto: Lothar Schmidt

Um 9 Uhr wird das Fest im Festzelt am Brunnen eröffnet.

Gegen 09:30 Uhr führt Wanderführer Paul Mattick eine Wanderung über den historischen Rümmelbach-Humberg-Weg, vorbei an versunkenen Erzgruben, in denen über einige Jahrhunderte Toneisenstein (die berühmten, sehr eisenerzhaltigen „Lebacher Eier“) im Tagebergbau gegraben wurde. Die Lebacher Eier, die in den saarländischen Eisenhütten geschmolzen wurden, waren einmal sehr begehrt und begründeten die für unser Land so wichtige Erfolgsgeschichte der saarländischen Eisen- und Stahlindustrie wesentlich mit. Auch erdgeschichtlich ist der Rümmelbach-Humberg-Weg sehr interessant. Er erinnert an das Rümmelbach-Humberg-Meer, das einmal von Rümmelbach bis nach Bad Kreuznach reichte und an dessen Ufern in Rümmelbach durch Gesteinsverrostung die Lebacher Eier entstanden. Treffpunkt der Wanderung ist der Rümmelbacher Dorfbrunnen in der Hügelstraße; die Wanderung ist ca. 10 km lang und dauert ca. 3 Stunden. Die Teilnehmer an der Wanderung nehmen auch an einer interessanten Verlosung teil.

Um 10 Uhr beginnt im Festzelt eine Ausstellung von Gesteinsfunden, die Egon Gross im Gebiert des Rümmelbacher Urmeeres gefunden hat; staunen wird man dabei über die fossilen Gesteinsabdrücke von Urtieren und Urpflanzen. Egon Gross selber wird die Ausstellung vorstellen und erklären.

Für 11 Uhr lädt Ortsvorsteher Schmidt zum Fassanstich; gleichzeitig spielt die Gresaubacher Oldtimer-Band zum Frühschoppenkonzert auf.

Um 12 Uhr wird ein Mittagessen angeboten.

Um 13 Uhr wird ein Vokalchor namens Vivat aus der Ukraine im Festzelt auftreten. Er wird begleitet vom Lebacher Kantor Fröhlich.

Um 14 Uhr erfolgt die Verlosung.

Ab 15 Uhr wird Kaffee und Kuchen gereicht. Gleichzeitig beginnt ein Kinderprogramm. Eingebettet in dieses Unterhaltungsprogramm ist auch eine Demonstration der Jugendfeuerwehr Niedersaubach-Rümmelbach.

Danach klingt das Rümmelbacher Brunnenfest gemütlich aus.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Rümmelbacher

Furioser Auftakt

der 800-Jahrfeier im und beim Antoniusheim

Sankt Antonius hat es mal wieder ausgesprochen gut gemeint mit unserem Dorf. Am Festwochenende herrschte – bei vielleicht etwas kühlen Temperaturen, aber strahlendem Sonnenschein – Feststimmung in Niedersaubach.

An beiden Tagen war der Festsaal im Antoniusheim bis auf den letzten Platz gefüllt, und auch sonntags war das Festzelt beim Frühschoppenkonzert, dem Mittagessen und dem Kindernachmittag bei Kaffee und Kuchen proppenvoll.

Phantastisch!

Die ersten Bilder sind nun eingetroffen. Richard Wagner (Fotoclub Lebach) hat die Atmosphäre des Festes authentisch eingefangen. Dafür, lieber Richard, herzlichen Dank!

Ortsvorsteher Werner Schmidt, Roman Schirra (Karlsberg), Vorstandsvorsitzender Bernd Hell (levoBank), Bürgermeister Arno Schmidt, Festwirt Arnold Schäfer und Staatssekretär Jürgen Barke eröffnen samstags gegen 17:30 Uhr die Jubiläumsfeier, Foto: Richard Wagner

Kanisius Schmidt moderiert sonntags den Mundartabend, Foto: Richard Wagner

 Die Startbilder anklicken, um zu den Fotoalben zu kommen!

Ich bin sicher, dass noch weitere Fotografen unterwegs waren und uns Bilder zur Verfügung stellen werden, um sie hier auszustellen.

Zusätzlich hat Gerhard Schäfer beide Veranstaltungsteile gefilmt. Er sichtet nun das Material, das er uns digitalisiert zur Verfügung stellen wird. Dafür auch Dir, lieber Gerhard, herzlichen Dank!

Viel Vergnügen beim Durchblättern der beiden Alben!

Lothar Schmidt

P.S.:

Zur Dokumentation habe ich auch die Programme der beiden Festtage hier hinterlegt (einfach anklicken): (1) 12. Mai 2012 und (2) 13. Mai 2012.

Festveranstaltungen zum 800. Geburtstag unseres Dorfes beginnen am 12. und 13. Mai

Einiges ist schon berichtet worden über die Hintergründe des 800. Geburtstages von Niedersaubach. In 8 Festveranstaltungen wird dieses Jubiläum übers Jahr hin gefeiert. Jetzt geht’s los: Am Samstag, 12. Mai, und Sonntag, 13. Mai, wird das Jubiläumsfest eröffnet.

Engelbert Alt, Edmund Bohlen und Markus Thewes läuten den Beginn der Festveranstaltungen ein; Foto: Richard Wagner

Samstags wird das Fest um 17:30 Uhr mit einem Fassanstich im Festzelt beim Antoniusheim durch den Vorstandsvorsitzenden der levoBANK, Bernd Hell, eröffnet; die Gresaubacher Oldtimerband spielt im Anschluss zu einem Dämmerschoppenkonzert auf. Um 19 Uhr beginnt der Historienabend im Festsaal des Antoniusheimes. Das Niedersaubacher Vokalensemble „Die Somebodys“ unter der Leitung von Petra Heinrich wird mit seinen Liedbeiträgen durch die Jahrhunderte führen. Dr. Johannes Schmitt (Hüttersdorf) und Klaus Feld (Landsweiler) werden in ihren Festvorträgen die Lebensumstände des 13. Jahrhunderts und die Familiengeschichten des Dorfes vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Französischen Revolution beleuchten. Diese Vorträge werden von Prof. Ivica Maksimovic multimedial begleitet, um das Gesagte bildlich zu veranschaulichen.

Sonntags findet um 09:30 Uhr in der Antoniuskapelle der Festgottesdienst statt; er wird begleitet vom Lebacher Kirchenchor unter Leitung unseres Kantors, Jürgen Fröhlich. Im Anschluss findet im Festzelt beim Antoniusheim ein Frühschoppenkonzert des Großen Orchesters Gresaubach unter Leitung von Mark Endres statt. Ab 12 Uhr gibt es Mittagessen im Festzelt, für das man sich im Vorverkauf Essenbons (Schweinshaxen oder Gefüllte) besorgen sollte (Hans Schmitz, Tel.: 3660); natürlich gibt’s auch Rostwürste und Schwenker. Ab 15 Uhr gibt’s ein Kinderfest im Festzelt, das für die Kinder viele Überraschungen bereit hält. Ab 15 Uhr wird auch Kaffee und Kuchen angeboten. Um 19 Uhr beginnt dann der Mundartabend im Antoniusheim „Us scheen Saubacher Sproch“ unter der Leitung von Helga Kron. In Volksliedern zum Mitsingen, Zeitzeugenbefragungen, Sketchen und Theatervorträgen (ein Ausschnitt aus dem Saubacher Heimatstück: Die Schlacht an der Wolweskaoul“ wird aufgeführt) wird die Zeit stillstehen; dafür bürgt auch die Moderation von Kanisius Schmidt.

Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Niedersaubach sind mit großem Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung der Jubiläumsveranstaltungen dabei. Das wird die Veranstaltungsreihe „800 Jahre Niedersaubach“ sicherlich zum Erfolg führen – und nachhaltig die Dorfgemeinschaft fördern.

Festschrift ist gedruckt

Unsere Festschrift ist gedruckt und wird die nächsten Tage im Dorf kostenlos verteilt. Hierbei auch nochmals herzlichen Dank an die großzügigen Sponsoren!

800 Jahre Niedersaubach - Festschrift zum Geburtstag 1212 - 2012

Dieses Startbild anklicken, um die entsprechende PDF-Datei zu bekommen!

Bei Interesse kann man die Festschrift auch im Antoniusheim kostenlos bei Hans Schmitz bekommen: mittwochs von 18 bis 20 Uhr oder samstags von 10 bis 12 Uhr. Dort gibt’s auch die T-Shirts, den Birnenbrand und das Bild vom Saubachtal – alles für 800 Cent.

Ich denke, die Festschrift kann sich sehen lassen – viel Spaß beim Lesen!

Lothar Schmidt

Sterbebilder (auch als Totenbildchen und Gebetsandenken bezeichnet) sind kleine Zettel, die die wichtigsten Daten eines Verstorbenen und in manchen Fällen auch eine Fotografie enthalten. Sie wurden in früherer Zeit normalerweise während einer Totenmesse an die Trauergemeinde verteilt. Der Brauch hat in katholischen Gegenden eine lange Tradition und wurde auch in unserem Dorf bis in die 90iger Jahre gepflegt.

Dieses Startbild anklicken, um zur Sammlung zu kommen.

Das Ziel dieser Sammlung wäre, die Gebetsandenken aus unserem Dorf möglichst komplett zusammenzustellen. Wir wollen unsere Vorfahren nicht vergessen. Sie waren es, die unser Dorf, unsere Häuser und unsere Kirche aufgebaut haben. Sie waren ein Teil der Dorfgemeinschaft, manche für einen kurzen Zeitraum, manche ein Leben lang. Sie haben durch ihr Engagement, ihre Tatkraft, ihren Fleiß, ihren Mut und ihren Glauben unsere Dorfgemeinschaft geprägt. Viele von ihnen haben Familiengeschichte geschrieben, einige sind aus der Geschichte des Dorfes nicht wegzudenken. Allen gemeinsam ist, dass sie dazu gehört haben.
Diese Sammlung umfasst bisher etwa 178 Sterbebilder. Falls Sie noch weitere Bilder aus unserem Dorf haben, die hier nicht aufgeführt sind, würden wir uns freuen, wenn Sie uns diese für kurze Zeit zur Verfügung stellen könnten. Sie bekommen sie in ein paar Tagen unbeschadet zurück. Oft findet man die Bilder in alten Messbüchern.

Axel Alt (Bejtzer)

P.S.:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wenn Ihr solche Totenbildchen in alten Gebetsbüchern finden solltet, gebt sie doch bitte bei Irene Alt im Unterdorf ab, um sie zu kopieren – und natürlich unversehrt zurückzubekommen. Danke!

Rümmelbacher Feuerwehrgerätehaus 1955 feierlich eingeweiht

Berta Leinenbach (gebürtig aus Rümmelbach, aus dem Haus Hambuch stammend) hat uns die beiden Bilder überlassen, die 1955 anlässlich der Inbetriebnahme des Rümmelbacher Feuerwehrgerätehauses von den hübschen Rümmelbacher und Saubacher Mädchen aufgenommen wurden.

Rümmelbacher Ehrendamen, obere Reihe (v.l.n.r): Alwine Klein, Elfriede Scherer, Rosmarie Ney, Rosa Scherer und Marianne Buchheit; untere Reihe: Helga Hans, Berta Klein und Anita Scherer, Fotoarchiv: Berta Leinenbach

Niedersaubacher und Rümmelbacher Ehrendamen (v.l.n.r.), vordere Reihe: Rosa Scherer, Anita Scherer, Agnes Schäfer, Gisela Nehm, Berta Klein, Marianne Buchheit, Marga Krämer, 2. Reihe (bis Marinanne Buchheit): Rosmarie Ney, Adelinde Feld, Hilde Endres und Elfriede Scherer, 3. Reihe: Helga Hans und Martha Heinrich sowie hintere Reihe: Rosmarie Ney, Irene Schmidt, Bernadette Schwinn, Agnes Schwinn, Marianne Schmidt, Johanna Heinrich, Irmgard Scherer, Alwine Klein und Elfriede Klauck, Fotoarchiv: Berta Leinenbach

Wirklich hübsch!

Lothar Schmidt

Wie schon seit einigen Jahren, so beteiligte sich die Jugend der FFW Niedersaubach-Rümmelbach am vergangenen Wochenende wieder an der Picobello-Aktion.

Die Jugendwehr versammelt sich vor ihren Fahrzeugen zum Einsatz; Foto: Jürgen Klauck

Ältere Feuerwehrleute unterstützten ihre Jugendwehr bei der Reinigung vom Unrat an Straßen und Wegen, den „liebenswerte Mitbürger“ übers Jahr dort entsorgt hatten.

Die jungen Umweltfreunde waren in drei Gruppen über einige Stunden damit beschäftigt, die unappetitliche Hinterlassenschaft besagter Mitbürger oder durchfahrender Reisender aufzusammeln und zusammenzutragen.

Das Ergebnis des Frühjahrsputzes, Foto: Jürgen Klauck

Abgesehen davon, dass man jetzt eine Zeitlang wieder ohne Naserümpfen durch unsere Natur wandern kann, ist der pädagogische Nutzen dieser Aktion nicht hoch genug einzuschätzen. Diese jungen Leute, die sich hautnah mit der Unsitte der Vermüllung ihrer Landschaft konfrontiert sahen, werden sicher die Lehren aus dieser Erfahrung in ihr weiteres Leben mitnehmen. Vielleicht sind diese Bilder aber auch ein Anstoß für den ein oder anderen Umweltsünder, sich an diesen jungen Menschen ein Vorbild zu nehmen.

Ich danke der Niedersaubacher Feuerwehr für diese vorbildliche Aktion.

Werner Schmidt

Aus für den Gemischten Chor

Nach nunmehr 41 Jahren Gemischter Chor Niedersaubach und 110 Jahren Chorgesang in unserem Dorf hat dem Chor die letzte Stunde geschlagen. Am Donnerstag, dem 23. Februar, rief der Vorstand seine Mitglieder zur letzten Versammlung auf. Einziger Tagesordnungspunkt: Auflösung des Vereines. Die Anwesenden votierten einstimmig für die Auflösung, da die Altersstruktur und die Besetzung der Stimmen keine Zukunftsperspektive mehr bieten.

Ein Bild aus besseren Tagen: Der Gemischte Chor vom 17. - 19. Juni 1988 auf großer Fahrt nach Rot am See. Der Chor posiert bei einem Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber vor dem Landgasthof "Cafe Mack"; Foto: Jakob Britz

Dieses Startbil zum Vergrößern anklicken!

Mit Wehmut blicken die Mitglieder in die Vergangenheit, als der Chor noch rauschende Sängerfeste über mehrere Tage feierte oder viel beachtete Konzerte vortrug. Der MGV, der in den Jahren von 1953 bis 1971 das kulturelle Leben in Niedersaubach entscheidend mitgestaltete, zählte in seiner Blütezeit mehr als 40 aktive Sänger. Maßgeblichen Anteil am Gedeihen des Vereines hatte der Chorleiter August Kühn, der den MGV von 1963 bis zu seiner Überleitung in den Gemischten Chor 1971 leitete. 1977 übergab August Kühn den Dirigentenstab an Walter Nimmesgern.

Den Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit erreichte  der Chor 1982, als er die anspruchsvolle Matthäuspassion von Heinrich Schütz in der Antoniuskapelle aufführte. Anwesende Musikfachleute zollten dem Chorleiter höchstes Lob für die äußerst gelungene Aufführung.

Im Jahr 1982 zählte der Chor 42 aktive Sängerinnen und Sänger in seinen Reihen. In diesen Jahren waren die Sänger/innen gern gesehene Gäste bei verschiedensten Festen im Dorf und bei Konzerten oder Sängerfesten außerhalb unserer Heimatgemeinde.

Ich möchte es nicht versäumen, den Sängerinnen und Sängern zu danken für die Freude, die sie mit ihren Liedern schenkten. Mein Dank gilt auch dem langjährigen Vorsitzenden Josef Heinrich für das große Engagement, das er mit seinem Vorstand für den Verein einbrachte. Ehre und Anerkennung auch für Walter Nimmesgern, der den Chor zu großen Erfolgen führte und diesem bis zuletzt treu blieb.

Werner Schmidt, Ortsvorsteher

Jubiläumsschnaps gebrannt und Geburtstags-T-Shirt bedruckt

Unser Mitstreiter im Festkomitee zur Ausrichtung der 800-Jahrfeiern Prof. Ivica Maksimovic hat für das Jubiläum unseres Dorfes ein Logo entwickelt, das sich sehen lassen kann.

Jubiläumsbrand und T-Shirt; Foto: Lothar Schmidt 2012

Das Festkomitee will nun 2 Werbeträger, die mit diesem Logo bedruckt sind, unter die Leute bringen: einmal ein qualitativ hochwertiges T-Shirt, dessen Fertigung die levoBank (www.levobank.de) bezuschusst hat, in unterschiedlichen Größen und einen feinen Birnenschnaps der Brennerei Hermann Penth (www.schnapsbrennerei-penth.de). Sowohl das T-Shirt wie auch der Jubiläumsbrand kosten jeweils 800 Cent.

Hans Schmitz (links) präsentiert zusammen mit Frau und Herrn Penth T-Shirt und Jubiläumsbrand, Foto: Lothar Schmidt (2012)

Die T-Shirts werden von Hans Schmitz (Tel.: 06881 3660 oder E-Mail: h.schmitz49@gmx.de) verkauft. Einige Ansichtsexemplare werden wir im Gasthaus BÄRSCH auslegen, damit man sie in Augenschein nehmen kann (einfach die Wirtin Margoscha darauf ansprechen). Ebenso sind die T-Shirts im Rümmelbacher Reiterhof bei Wirtin Christine Heinrich oder bei Getränke Breidt in der Tholeyer Straße zur Ansicht vorhanden.

Wir sind sicher, dass sich auch Exil-Niedersaubacherinnen und -saubacher in der Fremde freuen würden, wenn sie von ihren Saubacher Verwandten oder Bekannten das T-Shirt oder den Birnenbrand geschenkt bekämen.

Also: Bitte zugreifen! Es lohnt sich wirklich.

Das Festkomitee

Die Wehrmacht rückt ein

Oft schon ist von den Älteren erzählt worden, dass im Dorf zu Beginn des 2. Weltkrieges die Wehrmacht einrückte. Dabei ist nicht – jedenfalls ist mir nichts bekannt – konkretisiert worden, welche militärischen Verbände-Teile sich wann genau und wie lang genau im Dorf aufhielten.

Nun haben wir zum einen Bilder von Jakob Britz (Schmitz) in der Hand, welche deutsche Soldaten, die im Schmitz-Haus bei Familie Britz untergebracht waren, zeigen; auch hier fehlt leider die Angabe der Wehrmachtseinheit bzw. des Wehrmachtsverbandes.

Einquartierung im Herbst 1939 bei Familie Britz (Schmitz); Fotos: Jakob Britz (Schmitz)

Zusätzlich gibt es 2 Bilder, welche deutsche Soldaten vor Krohnen zeigen (die junge Dame links scheint mir Martha Schmidt und die in der Mitte Anna Schmidt aus Hachen zu sein) sowie den Einzug eines militärischen Verbandes der Wehrmacht, fotografiert in der vorderen Lach vor Krohnen, Naumersch und Schmitz.

Wehrmacht im Dorf vor Krohnen-Wirtschaft im Herbst 1939; Foto: N.N.

Die Wehrmacht rückt ein; Foto: N.N.

Es ist nun nachträglich schwierig, die Einheit bzw. den Verband herauszufinden, zu der bzw. zu dem die deutschen Soldaten gehörten, bei wem sie untergebracht waren und wie lang sie im Dorf verblieben. Außerdem deuten die getragenen Mäntel darauf hin, dass die Aufnahmen nicht in den heißen August-Tagen des Jahres 1939 gemacht wurden, sondern eher im kühlen Herbst oder beginnenden Winter.

Wir wissen allerdings, dass auf deutscher Seite in Erwartung des Kriegsausbruchs (am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg) am Freitag, 25. August 1939 die Mobilmachung der Wehrmacht angeordnet wurde. Dabei rückte die 15. Infanterie-Division, die damals zur 1. deutschen Armee gehörte, von Hanau aus, wo sie stationiert war,  über St. Wendel in den Saarraum ein, um hinter der Westwall-Linie die Grenze zu Frankreich zu sichern. Die Geschichte der 15. ID ist akribisch recherchiert worden auf einer Internetseite, welche diese Phase ausführlich beschreibt:

Westwall, Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

“Gegen Mitternacht wurde die 5. Kompanie (des AR 88) verladen, und gegen 02:00 Uhr am 27. August 1939 verließ der Zug Hanau – mit unbekanntem Ziel. Auf Zwischenstationen wurden die Soldaten herzlich begrüßt. Mittags wurde der Zug in St. Wendel entladen (andere Teile – ohne mot. – der 15. I.D. in Ottweiler, Wemmetsweiler, Lebach, Schiffweiler, Eppelborn und Tholey). Nach kurzer Rast und Verpflegung marschierte die Kompanie in großer Hitze in Richtung Saarbrücken. Die freundliche Bevölkerung erleichterte den Soldaten den Marsch und gab ihnen Erfrischungen. Die 5. Kompanie bezog schließlich abends gegen 23:00 Uhr ein Massenquartier in einem Saal in Fischbach. Am Morgen des 28.08. (Montag) marschierte sie wieder los, um die Bunkerstellung an der Saar (Burbacher Hütte) zu beziehen.”

Ich kann nun nicht sagen, ob die im Dorf einquartierten deutschen Soldaten definitiv zur 15. ID gehörten bzw. die 15. ID irgendwelche Truppenteile vorübergehend in Niedersaubach zurückließen. Es war ja in der Tat so, dass zunächst die Westfront (nach dem Einmarsch der Wehrmacht in Polen und den Kriegserklärungen von Frankreich und Großbritannien gegenüber Deutschland) relativ ruhig blieb (man sprach später hier – im Gegensatz zum Blitzkrieg – von einem “Sitzkrieg“), bis die Wehrmacht am 10. Mai 1940 den Westfeldzug begann, den sie am 25. Juni 1940 mit der Kapitulation Frankreichs abschloss. Es kann also vermutet werden, dass sich bis zum Frühsommer 1940 deutsche Truppenteile (die wahrscheinlich/ vielleicht zur 15. ID gehörten) in Niedersaubach aufhielten.

Lothar Schmidt