{"id":1480,"date":"2010-02-10T13:01:08","date_gmt":"2010-02-10T12:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=1480"},"modified":"2018-05-21T16:13:20","modified_gmt":"2018-05-21T15:13:20","slug":"dr-peter-adams","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=1480","title":{"rendered":"Pater Dr. Peter Adams"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Hoffnung, durch die Errichtung eines Priesterhauses neben der Kapelle eine umfassende seelsorgerische Betreuung f\u00fcr die Filialgemeinde Niedersaubach-R\u00fcmmelbach zu erhalten, beschloss man im Mai 1951, mit dem Bau zu beginnen. Mit viel Eigenleistung und gro\u00dfer Spendenfreudigkeit der Gl\u00e4ubigen wurde das \u201ePfarrhaus\u201c 1954 fertig gestellt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kapelle-und-Pfarrhaus_550\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kapelle-und-Pfarrhaus_550.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"452\" \/> <span style=\"color: #000000;\">Antoniuskapelle mit neu erbautem Pfarrhaus 1954<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In diesem Haus lebten in den folgenden Jahrzehnten Priester, die als hauptamtliche Religionslehrer zun\u00e4chst am Lehrerseminar, sp\u00e4ter an den Gymnasien unterrichteten. Diese Priester f\u00fchrten die Filialgemeinde fast wie eine eigenst\u00e4ndige Pfarrei. Leider ging diese segensreiche Tradition 1988 zu Ende.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Dr. Adams im Kreis seiner Kollegen\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Lehrerkollegium1.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"317\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Dr. Adams (2. v.h.l.) im Kreis seiner Kollegen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Doch der Reihe nach: Im Jahre 1947 wurde in Lebach das kath. Lehrerseminar er\u00f6ffnet. Im gleichen Jahre wurde der Pater Dr. Peter Adams als Religionslehrer bestellt. Sein Provinzial von den Missionaren der Heiligen Familie schreibt hierzu 1966 anl\u00e4sslich seines Todes: \u201eIn der Nachkriegszeit, ab 1947, \u00fcbernahm er mit Erlaubnis seiner Obern in Lebach eine schwere und verantwortungsvolle Arbeit. Dort war die einzige Lehrerbildungsanstalt des Saargebietes. Sie z\u00e4hlte 450 Seminaristen. In 12 Klassen hielt er w\u00f6chentlich je 2 Stunden Religion. In der Klasse VI noch 2 Stunden Religionsmethodik. Dazu kamen Arbeitsgemeinschaften und die Aufsicht in den Probelektionen.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Der Doktor erz\u00e4hlt seinen Lieblingswitz\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Freund-der-Schueler.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"309\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Der Doktor erz\u00e4hlt seinen Lieblingswitz<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dr. Adams wurde von seinen Seminaristen liebevoll \u201eJunge\u201c genannt, weil er seine Sch\u00fcler ausnahmslos so ansprach und sich damit die M\u00fche ersparte, sich alle die vielen Namen merken zu m\u00fcssen. Wenn er w\u00e4hrend des Unterrichtes zu sehr ins Dozieren verfiel und er feststellte, dass die Aufmerksamkeit seiner Sch\u00fcler nachlie\u00df, konnte er unvermittelt fragen: \u201eJungs, (bei dem s stie\u00df er sich etwas) hab\u2018 ich euch den schon erz\u00e4hlt?\u201c \u201eNein, Herr Doktor\u201c, br\u00fcllte dann die ganze Klasse. \u201eDen Pater Leppich hat mal ein Atheist gefragt, womit der Teufel die H\u00f6lle heize. Der antwortete: Mit den Brettern, die ihr vorm Kopf habt!\u201c Jedes Mal brach dann ein ohrenbet\u00e4ubendes Gebr\u00fcll los, so dass er sich gen\u00f6tigt sah, seine Sch\u00fcler zu ermahnen: \u201eJungs, lacht doch nicht so laut!\u201c Der Doktor war unter seinen Sch\u00fclern wegen seines hintergr\u00fcndigen Humors und des Verst\u00e4ndnisses f\u00fcr seine \u201eJungs\u201c sehr beliebt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Dr. Adams im Karneval\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Fastnacht.jpg\" alt=\"\" width=\"422\" height=\"356\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Dr. Adams mit &#8222;Schutzhelm&#8220; an Fastnacht<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gelegentlich wandelte er auch weltvergessen durch das Schulgel\u00e4nde, ohne seine Umwelt wahrzunehmen. Deshalb schenkte man ihm anl\u00e4sslich einer Karnevalsveranstaltung in der Aula eine Schutzhaube, die ihn vor Unf\u00e4llen jeglicher Art bewahren sollte. Er nahm\u2019s, wie man unschwer erkennen kann, mit Humor.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Der P\u00e4dagoge\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Lehrer.jpg\" alt=\"\" width=\"281\" height=\"396\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Der P\u00e4dagoge Dr. Adams<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dr. Adams kn\u00fcpfte bereits im Jahre 1951 die ersten Bande mit der Filialgemeinde Niedersaubach. Er feierte am Sonntag mit den Gl\u00e4ubigen die hl. Messe und nahm auch andere Aufgaben eines Seelsorgers wahr. Er war wohl auch Initiator der j\u00e4hrlichen Auftritte des bekannten Seminarchores in der Antoniuskapelle. Im Jahre 1957 zog er zu \u201eseiner Gemeinde\u201c ins Pfarrhaus ein. Bis dahin war er, wie viele seiner Kollegen, in einer Wohnung des Lehrerseminars in den alten Kasernen untergebracht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nachdem er nun inmitten seiner Gemeinde lebte, brachte er sich auch ganz ein. Zun\u00e4chst ging er daran, die Kapelle innen zu sanieren und einen neuen Innenanstrich zu veranlassen. Eine neue Beleuchtung wurde installiert ebenso wie die erste \u00d6lheizung.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Festhochamt_550\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Festhochamt_550.jpg\" alt=\"\" width=\"428\" height=\"291\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Festhochamt in der Antoniuskapelle 1959<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Dazu musste ein Heizungsraum an die Kirche angebaut werden, was auch architektonisch als gelungen bezeichnet werden muss. Im Au\u00dfenbereich mussten St\u00fctzmauern gebaut, eine Auffahrt zum Pfarrhaus angelegt und der Vorplatz der Kapelle mit dem Aufgangsbereich neu angelegt werden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Kapelle_Neugestaltung_550\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Kapelle_Neugestaltung_550.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"650\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Neugestaltung der Antoniuskapelle im Innenbereich<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Eine besondere Herzensangelegenheit war ihm wohl die Anschaffung von vier neuen Glocken. Hierzu hei\u00dft es in der Chronik: \u201e&#8230;Glockenweihe in Niedersaubach am 7. Dezember 1958: Die Dreifaltigkeits-, die Marien-, die Josefs- und die Antoniusglocke l\u00e4uteten erstmals gemeinsam am Heiligen Abend des gleichen Jahres.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Glockenweihe_550\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Glockenweihe_550.jpg\" alt=\"\" width=\"440\" height=\"322\" \/> <span style=\"color: #000000;\">Glockenweihe am 7. Dezember 1958<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Finanzierung all dieser Ma\u00dfnahmen gelang ihm dank gro\u00dfz\u00fcgiger Stiftungen und der Spendenbereitschaft seiner Gl\u00e4ubigen aus Niedersaubach und R\u00fcmmelbach. Dr. Adams war sich auch nicht zu schade, selbst mit der Spendenb\u00fcchse von Haus zu Haus zu gehen. Ich erinnere mich auch noch deutlich an einen der gro\u00dfen Kirchenbasare, deren Einnahmen einen gewichtigen Teil der Finanzierung darstellten. Besagter Basar wurde von der Dorfbev\u00f6lkerung in dem Wiesengarten neben dem damaligen Gasthaus Krohn abgehalten. In einem mehrt\u00e4gigen Volksfest erwirtschafteten die Niedersaubacher ansehnliche Mittel f\u00fcr ihre Kapelle.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Viele Buben der kath. Volksschule Niedersaubach waren Messdiener und lernten Dr. Adams, der jeden Morgen in aller Fr\u00fche eine Messe zelebrierte, n\u00e4her kennen. Dr. Adams k\u00fcmmerte sich sehr um seine Buben, wie er sich im \u00dcbrigen auch im Gemeindeleben engagierte. Er inszenierte Theaterauff\u00fchrungen, organisierte Ferienaufenthalte f\u00fcr Messdiener und kath. Jugend und erteilte, wenn notwendig, Nachhilfeunterricht in Deutsch oder Latein. Mit den Gl\u00e4ubigen seiner Filialgemeinde unternahm er Fahrten, z.B. nach Vianden. Wie aus dem Gru\u00dfwort der Festschrift des S\u00e4ngerfestes im Jahre 1960 zu ersehen, nahm er auch regen Anteil am Vereinsleben und wusste die Leistungen der S\u00e4nger zu w\u00fcrdigen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Als das Kath. Lehrerseminar 1964 seine Pforten f\u00fcr immer schloss, musste auch Dr. Adams schweren Herzens seine Koffer in Niedersaubach packen. Er zog auf Anordnung seiner Obern nach Kruchten in der Eifel und wirkte dort bis 1966 als Pfarrer, als ihn unerwartet im Alter von 68 Jahren ein zu fr\u00fcher Tod ereilte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Werner Schmidt,<br \/>\nehemaliger Seminarist und\u00a0 Messdiener von Dr. Adams<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">P.S.:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000080;\"><a class=\"wpGallery\" title=\"Lehrerseminar\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/Lehrerseminar\/index.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anbei habe ich noch ein Fotoalbum eingepflegt, das unser Lehrerseminar in den 50er Jahren aufleben l\u00e4sst (einfach anklicken zum Herunterladen).<\/a><\/span><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<h3><span style=\"color: #000000;\">Nachruf seines Provinzials<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Westdeutsche Provinz der Missionare<br \/>\nvon der Heiligen Familie<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Hochw\u00fcrdige Patres!<br \/>\nEhrw\u00fcrdige Fratres und Br\u00fcder!<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Heimgerufen und in Christus entschlafen ist am Freitag, den 18. Februar 1966, Herr Pater Dr. Adams, im Krankenhaus zu Bitburg. Sein Ableben kam unerwartet schnell. Seine leibliche Schwester, die ihm im Pfarrhaus zu Kruchten den Haushalt besorgte, war im Sterben bei ihm. Niemand hatte gedacht, da\u00df dem kleinen, z\u00e4hen Mitbruder, der w\u00f6chentlich mehrmals \u00fcber die Kruchtener H\u00f6he nach Biesdorf zur Schule ging, eine verschleppte Lungenentz\u00fcndung den Tod bringen w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n<div style=\"width: 317px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Primiz am 2. Februar 1927\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams.jpg\" alt=\"\" width=\"307\" height=\"396\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Primiz am 2. Februar 1927<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Er war geboren zu Reinsfeld\/ Hunsr\u00fcck, am 4.11.98. Als er im Mutterhaus zu Grawe\/ Holland studierte, erlebte er noch etwas von der Einfachheit der Gr\u00fcnderjahre.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_2314\" style=\"width: 363px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Sanitaetssoldat.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2314\" class=\"size-full wp-image-2314\" src=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Sanitaetssoldat.jpg\" alt=\"\" width=\"353\" height=\"600\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Sanitaetssoldat.jpg 353w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Sanitaetssoldat-176x300.jpg 176w\" sizes=\"auto, (max-width: 353px) 100vw, 353px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2314\" class=\"wp-caption-text\">Dr. Adams im 1. Weltkrieg als Sanit\u00e4tssoldat<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">Dr. Adams als Sanit\u00e4tssoldat im 1. Weltkrieg<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Profess legte er am 16.11.23 ab, zuvor hatte er in Insbruck zum Dr. Phil. promoviert. Geweiht wurde er am 2.2.27, stand also im 40. Jahre seines Priestertums.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nachdem er sein Staatsexamen in Latein und Griechisch abgelegt hatte, war er in unseren Schulen t\u00e4tig.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Nachkriegszeit, ab 1947, \u00fcbernahm er mit Erlaubnis seiner Obern in Lebach eine schwere und verantwortungsvolle Arbeit. Dort war die einzige Lehrerbildungsanstalt des Saargebietes. Sie z\u00e4hlte 450 Seminaristen. In 12 Klassen hat er w\u00f6chentlich je 2 Stunden Religion. In der Klasse VI noch 2 Stunden Religionsmethodik. Dazu kamen Arbeitsgemeinschaften und die Aufsicht in den Probelektionen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In dankbarer Erinnerung wird er der Gemeinde Niedersaubach bleiben, mit der er w\u00e4hrend seines Lehrauftrages am Seminar im Verh\u00e4ltnis des \u201eGebens und Nehmens\u201c stand, (Phil. 4,15), wie es sich nur auf gegenseitiger Hochsch\u00e4tzung aufbauen kann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Gemeinde Kruchten erhielt ihn als Pfarrer, als er seine Dienstaltersgrenze erreicht hatte. Mit der \u00e4u\u00dfersten Genauigkeit eines Altphilologen alter Schule nahm er seine Gesch\u00e4fte wahr. An der Biesdorfer Schule erteilte er bis zu seiner Krankheit Unterricht, ein Wunsch, der ihm den Abschied vom Seminar sicher ertr\u00e4glicher machte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In gro\u00dfer Bescheidenheit und Schlichtheit ist P. Adams allzeit seine Wege gegangen. An seiner ersten Liebe zur Hl. Familie und an seinen Ordensgel\u00fcbden hat er unentwegt festgehalten. Nach dem Augenschein und seiner \u00e4u\u00dferen Arbeit war er ein \u201eFerner\u201c, nach seinem innersten F\u00fchlen war er in seiner Gemeinschaft ein \u201eNaher\u201c. Er lebte konsequent nach der Ermahnung des Apostels an Titus: \u201eDu selbst zeige dich als Vorbild in der Verwirklichung des Guten, durch Lauterkeit in der Lehre, w\u00fcrdigen Ernst und gediegen, unwiderlegliche Redeweise, damit der Gegner besch\u00e4mt wird, weil er uns nichts Schlechtes nachsagen kann.\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Totenbild\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/02\/Dr-Adams_Nachruf.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"356\" \/><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Totenbild von Dr. Adams<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Nun hat er als Priester und Lehrer \u201eden guten Kampf gek\u00e4mpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt \u2013 nun m\u00f6ge seiner harren der Siegeskranz der Gerechtigkeit, mit dem der Herr ihn als gerechter Richter an jenem Tage belohnen wird \u2013 und nicht nur ihn, sondern auch alle, die seinem Erscheinen in Liebe entgegenharren\u201c (2.Tim. 4,7.).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wir bestatten ihn zur letzten Erdenruhe am Dienstag, den 22.2. um 10 Uhr auf dem Klosterfriedhof zu Ravengiersburg, wo er als junger Professor der Philosophie seine Lehrlaufbahn begann.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In Jesus, Maria und Josef ergeben<br \/>\nProvinzial, MSF<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Hoffnung, durch die Errichtung eines Priesterhauses neben der Kapelle eine umfassende seelsorgerische Betreuung f\u00fcr die Filialgemeinde Niedersaubach-R\u00fcmmelbach zu erhalten, beschloss man im Mai 1951, mit dem Bau zu beginnen. 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