{"id":2625,"date":"2011-05-17T15:24:47","date_gmt":"2011-05-17T14:24:47","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2625"},"modified":"2021-07-08T15:05:09","modified_gmt":"2021-07-08T14:05:09","slug":"franz-hassel","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2625","title":{"rendered":"Franz Hassel"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Franz Hassel (Eintrag in den Lebacher Familienb\u00fcchern nach Gerhard Storb Nr. 1113) wurde am 5. Dezember 1912 in der &#8222;Heck&#8220; im Haus &#8222;Borren&#8220; (sein Hausname) geboren.&nbsp; Er war ein Bruder von <a title=\"Johann Hassel\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2630\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Johann Hassel<\/span><\/strong><\/a>, der auch im 2. Weltkrieg gefallen war. Die Eltern waren der in Thalexweiler geborene Bergmann Johann Hassel (* 1875\/ + 1959) und Margaretha Grohs (* 1875\/ + 1918).<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3241\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3241\" class=\"size-full wp-image-3241\" title=\"Franz-Hassel_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Franz-Hassel_450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"681\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Franz-Hassel_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Franz-Hassel_450-198x300.jpg 198w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-3241\" class=\"wp-caption-text\">Soldat Franz Hassel, Fotoarchiv: Helga Heinrich<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verheiratet war Franz Hassel mit Christine, geb. Warken (Kreuzwies). Helga war ihre gemeinsame Tochter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die WASt best\u00e4tigt die in den Storb&#8217;schen Familienb\u00fcchern enthaltene Angabe zum Tod von Franz Hassel. Er fiel am 22. September 1944 bei Pindes (so Storb) in Lettland. Die WASt pr\u00e4zisiert diese Angabe. Obergefreiter Franz Hassel sei am 22. September 1944 (2. Batterie des Artillerieregimentes 21) in Pindes durch einen PAK-Volltreffer gefallen; die Grablage befinde sich in Brucksis bei Smilten.<br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um das gleich klarzustellen: Den Ort Pindes kann man in Lettland nicht finden. <span style=\"color: #000000;\">Eine Anfrage eines milit\u00e4rgeschichtlich interessierten Freundes beim lettischen Nationalarchiv ergab, dass man dort diesen Ort nicht kennt und auch nicht wei\u00df, welchen \u00e4hnlich klingenden Ort die Wehrmacht damals gemeint haben k\u00f6nnte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Bis Mitte 2005 kannte der Volksbund seine Grablage nicht. Mittlerweile aber hatten wir den Volksbund auf eine &#8211; sp\u00e4ter noch zu erz\u00e4hlende &#8211; unglaubliche Geschichte <\/span>\u00fcber das Auffinden seines Grabes bei Smiltene (Lettland) aufmerksam gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir hatten uns im Auftrag seiner Tochter Helga Anfang 2005 an die WASt gewandt, um den angeblich im Baltikum verschollenen Toten zu suchen. Und tats\u00e4chlich: Die WASt kannte seine Geschichte und revidierte die Falschaussage des Lebacher NSDAP-Ortsgruppenleiters von Sylvester 1944, Franz Hassel sei durch eine Panzerabwehrkanone getroffen und zerfetzt worden. Ein Grab gebe es nicht, weil von seinem verbrannten Leichnam nichts \u00fcbrig geblieben sei. Diese Geschichte, die meine Mutter (Martha Schmidt, geb. Warken, j\u00fcngste Schwester von Christine Hassel) immer und immer wieder erz\u00e4hlt hatte, stimmte &#8211; wie so vieles, was in der Nazizeit den Menschen erz\u00e4hlt wurde &#8211; nicht. Als Christine Hassel die Todesnachricht also etwa 3 Monate, an Sylvester 1944, erhielt, brach sie zusammen; sie konnte den Tod ihres Mannes emotional nicht fassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die WASt best\u00e4tigte am 3. Mai 2005: Franz Hassel liege bei Smiltene (Lettland, N\u00e4he Grenze zu Estland bei Grenzstadt Walk) begraben, wobei die genaue Grablage bei einem Geh\u00f6ft namens Bruksis der WASt nicht bekannt sei.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3827\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3827\" class=\"size-full wp-image-3827\" title=\"wast\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast10.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"74\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast10.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast10-300x49.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-3827\" class=\"wp-caption-text\">Franz Hassel laut WASt im Schreiben vom 3. Mai 2010<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich mich kurz mit seinem Regiment besch\u00e4ftigen, dem&nbsp; Artillerieregiment 21 (er diente zuletzt als Obergefreiter in dessen 2. Batterie der 1. Abteilung), das laut <a title=\"AR 21, Quelle: Lexikon der Wehrmacht\" href=\"http:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/ArtReg\/AR21-R.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Lexikon der Wehrmacht<\/span><\/strong><\/a> bereits 1935 und so auch in jenen Tagen des deutschen Zusammenbruchs an der Ostfront der <a title=\"21. ID, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/21._Infanterie-Division_%28Wehrmacht%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">21. Infanteriedivision<\/span><\/strong><\/a> (21. ID) unterstellt war. Man d\u00fcrfte sich wundern, dass ein Saarl\u00e4nder (und das hie\u00df&nbsp; f\u00fcr die Wehrbereichsverwaltung: ein Rheinl\u00e4nder) in einem Regiment gedient hatte, das seinen Standort in Mohrungen\/ Ostpreu\u00dfen (heute: Polen) hatte. Man muss wissen, dass die 21. Infanteriedivision nach ihrem Einsatz in Polen (am 1. September 1939 begann mit dem \u00dcberfall auf Polen der 2. Weltkrieg) in den Raum Bitburg verlegt wurde (Frankreich und England hatten Deutschland am 3. September 1939 wegen des Einmarsches in Polen den Krieg erkl\u00e4rt). Vom 10. Mai bis zum 25. Juni 1940 nahm die 21. ID am sogenanten <a title=\"Frankreichfeldzug, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Frankreichfeldzug\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Frankreichfeldzug<\/span><\/strong><\/a> teil und durchquerte Luxemburg und Belgien, um in Lothringen schwere Gefechte zu bestehen. Von Anfang an war die 21. ID am \u00dcberfall auf die Sowjetunion (22. Juni 1941) beteiligt, wurde also nach dem Sieg \u00fcber Frankreich wieder zur\u00fcck nach Ostpreu\u00dfen verlegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich zitiere das <a title=\"21. ID, Quelle: Lexikon der Wehrmacht\" href=\"http:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanteriedivisionen\/21ID-R.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Lexikon der Wehrmacht<\/span><\/strong><\/a>: &#8222;<em><span style=\"color: #000000;\">Aus dem Raum Tilsit stie\u00df die Division nach Litauen vor, ging bei Jakobstadt \u00fcber die D\u00fcna und stie\u00df \u00fcber Ostrow und Porchow auf Dno vor. Hier drehte die Division auf den Illmensee ein und k\u00e4mpfte sich am Nordufer des Wolchow nach Norden vor. Schlie\u00dflich stie\u00df die Division auf Wolchowstroj vor. Im Dezember 1941 mu\u00dfte die Division sich hinter den Wolchow bis nach Kirischi zur\u00fcckziehen. Hier bildete die Division den einzigen deutschen Br\u00fcckenkopf auf dem Ostufer des Flusses. Die Division verblieb das gesamte Jahr 1942 \u00fcber in diesem Frontabschnitt, wobei sie schwere Verluste erlitt. 1943 nahm die Division an den Schlachten um die Ssinjawinoh\u00f6hen s\u00fcdlich des Ladogasees teil. Mit dem Gro\u00dfangriff der Roten Armee im Januar 1944 begann f\u00fcr die Division der R\u00fcckzug von Leningrad \u00fcber Pleskau bis ins Baltikum. Im Oktober 1944 wurde die Division in Riga auf Schiffe verladen und in die Heimat transportiert.<\/span><\/em><span style=\"color: #000000;\">&#8222;<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_2890\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a title=\"Ostfront '43-'44, Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)\" href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/3\/31\/Eastern_Front_1943-08_to_1944-12_de.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2890\" class=\"size-full wp-image-2890\" title=\"Ostfront_08-1943_12-1944\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Ostfront_08-1943_12-1944.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"345\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Ostfront_08-1943_12-1944.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Ostfront_08-1943_12-1944-300x230.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2890\" class=\"wp-caption-text\">Ostfront zwischen August 1943 und Dezember 1944; Quelle: Wikipedia; Grafik: gemeinfrei<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Franz Hassel erreichte den Hafen in Riga nicht mehr (abgesehen davon, dass sein Regiment sp\u00e4ter in den Masuren fast v\u00f6llig vernichtet wurde). Von Januar bis September 1944 (als Franz Hassel fiel), bewegte sich die 21. ID im Raum Pleskau (Wei\u00dfrussland), Walk (Estland\/ Lettland) und Riga (Lettland); sie war bei diesen R\u00fcckzugsgefechten im Baltikum der 18. Armee unterstellt, die zusammen mit der 16. Armee die Heeresgruppe Nord (sp\u00e4ter: eingekesselte Kurland-Armee) bildete.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Meine Mutter, Martha Schmidt (seine Schw\u00e4gerin, s. oben), erz\u00e4hlte mir \u00f6fters, dass er <\/span>bei seinem letzten Heimaturlaub 1943 sehr deprimiert war und es ihm sehr schwer viel, an die Ostfront zur\u00fcckzukehren. Er habe nicht mehr daran geglaubt, dass Deutschland diesen Krieg gewinnen k\u00f6nne. Auch konnte er sich nicht vorstellen, diesen Wahnsinn zu \u00fcberleben. Er sei sich sicher gewesen, in diesem Krieg umzukommen. Auch habe er f\u00fcr die Zukunft seines Landes angesichts der vorr\u00fcckenden russischen Armeen schwarz gesehen; die russische Rache werde f\u00fcrchterlich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck zur wunderbaren Entdeckung seines Grabes neben dem Geh\u00f6ft (Aussiedlerhof wurde man bei uns vielleicht sagen) Bruksis bei Smiltene in Lettland:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem ich den Brief der WASt vom 30. Mai 2005 erhalten hatte, wandte ich mich sowohl an die deutsche Botschaft in Riga (Lettland) als auch an die lettische Botschaft in unserer Hauptstadt. Die deutschen Diplomaten in Lettland waren eher abweisend und nicht sonderlich hilfsbereit. Aber die lettischen Diplomaten in Deutschland waren regelrecht bem\u00fcht, uns zu helfen. Mein Schreiben, das ich zun\u00e4chst zur lettischen Botschaft in Berlin geschickt hatte, landete &#8211; auf welchem Weg auch immer &#8211; im lettischen Konsulat in Bonn. Die Leiterin des lettischen Konsulats stammte zuf\u00e4llig aus Smiltene und kannte den Aussiedlerhof Bruksis aus ihrer Kindheit. Sie befragte also ihren Vater, der 2005 immer noch in Smiltene lebte nach diesem Grab bei Bruksis. Ihr Vater machte sich auf, um in Bruksis auf die Suche zu gehen. Dort sprach er die B\u00e4uerin an, die den Hof bewirtschaftete, und sie zeigte ihm tats\u00e4chlich das Grab eines deutschen Soldaten am Rand des Feldweges, der zu ihrem Hof f\u00fchrt. Auf seine Frage hin, ob sie den Namen des Soldaten kenne, der auf dem Holzkreuz (das 2004 morsch nach 60 Jahren weggebrochen war) gestanden habe, best\u00e4tigte sie unseren Namen: Franz Hassel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war doch wirklich unglaublich?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Konsulin informierte uns sofort.<\/span> Noch im gleichen Jahr besuchte die Tochter von Franz Hassel, Helga, sein Grab in Lettland. Dabei war die Konsulin au\u00dferordentlich behilflich. Vor Ort k\u00fcmmerte man sich um die Angeh\u00f6rige &#8222;ihres&#8220; gefallenen deutschen Soldaten, der nun schon \u00fcber 60 Jahre in &#8222;ihrer&#8220; Smiltener Erde ruht, ganz warmherzig.<\/p>\n<div id=\"attachment_3249\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3249\" class=\"size-full wp-image-3249\" title=\"Digital StillCamera\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Helga_13-08-2005_Grab_Franz-Hassel_Bruksis.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Helga_13-08-2005_Grab_Franz-Hassel_Bruksis.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Helga_13-08-2005_Grab_Franz-Hassel_Bruksis-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-3249\" class=\"wp-caption-text\">Tochter Helga am Grab ihres Vaters am 13. August 2005 in Bruksis (Smiltene, Lettland), Foto: Beate Heinrich<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anl\u00e4sslich des Besuches der deutschen Angeh\u00f6rigen fasste das lettische Dorf sein Grab neu und stellte ein neues Holzkreuz auf. Auf dem Bild oberhalb sieht man das Grab, an dem Helga am 13. August 2005 betete; im Hintergrund befindet sich hinter den B\u00e4umen der Hof Bruksis; unmittelbar rechts neben dem Grab (hier auf dem Bild nicht sichtbar) verl\u00e4uft der Feldweg zum Geh\u00f6ft (und weiter).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"maps.google.de\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?saddr=Niedersaubach&amp;daddr=Smiltene,+Lettland&amp;hl=de&amp;ll=53.383328,16.435547&amp;spn=14.024562,28.256836&amp;sll=53.357109,16.435547&amp;sspn=14.033111,28.256836&amp;geocode=FfD08QIdkndpACkdsANfN6OVRzHAOdwQ1dQiBA%3BFRM7bAMdSTqLASkV0tQnVs_rRjEAJfNozc8ABA&amp;mra=ls&amp;t=h&amp;z=5\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Bei maps.google nachschauen, wie weit Bruksis von Niedersaubach entfernt ist!<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Helga, die Tochter von Franz Hassel, erlebte in Smiltene noch eine unglaubliche Geschichte. Vor Ort betreute sie &#8211; neben dem Vater der Konsulin &#8211; ein \u00e4lterer Herr, der als kleiner Junge am 22. September 1944 die Grablegung beobachtet hatte. Er berichtete, er habe gesehen, wie die Kameraden des schwer verwundeten Franz Hassel versuchten h\u00e4tten, ihn zum Verbandsplatz in die zum Notlazarett umfunktionierte Schule von Smiltene zu schaffen. Dabei starb er ihnen beim Geh\u00f6ft Bruksis unter den H\u00e4nden weg.&nbsp; Sie begruben ihn dann sozusagen an Ort und Stelle am Wegesrand und errichteten \u00fcber seinem Grab ein Holzkreuz mit seinem Namen: Franz Hassel. Dieses Holzkreuz sollte unangetastet noch 60 Jahre Wind und Wetter trotzen. Am Holzkreuz hingen seine Kameraden auch noch seine M\u00fctze auf. Der Zeitzeuge erinnerte sich, dass diese M\u00fctze noch einige Jahre sein Kreuz bedeckte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man erz\u00e4hlte Helga auch noch, dass sich bis weit in die 70er Jahre dem Grab von Franz Hassel gegen\u00fcber auf der anderen Stra\u00dfenseite das Grab eines russischen Soldaten befand. Jener wurde aber von seinen Landsleuten schlie\u00dflich heimgeholt auf einen Ehrenfriedhof in der Sowjetunion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Saarbr\u00fccker Zeitung berichtete am 14. September 2005: Ein Grab in Lettland\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/\/Dokumente\/WKII\/Franz-Hassel\/Ein-Grab-in-Lettland_SZ-Bericht_14-09-2005.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Die Saarbr\u00fccker Zeitung berichtete \u00fcbrigens \u00fcber den Besuch der Tochter am Grab des Vaters in Lettland.<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Ein Grab in Lettland, Besuch aus der Heimat\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=2119\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Und eine Besuchergruppe aus der Heimat besuchte noch einmal im Sommer 2010 die Grabst\u00e4tte<\/span><\/strong><\/a>.<\/p>\n<div id=\"attachment_2153\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a title=\"Ein Grab in Lettland, Besuch aus der Heimat\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=2119\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-2153\" class=\"size-full wp-image-2153\" title=\"Keramik-Bild von Franz Hassel\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/FH_Keramikbild_Ausschnitt.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"479\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/FH_Keramikbild_Ausschnitt.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/FH_Keramikbild_Ausschnitt-281x300.jpg 281w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2153\" class=\"wp-caption-text\">Das Grab von Franz Hassel in Bruksis bei Smiltene; Foto: Paul Mattick<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Ein Grab in Lettland; die Saarbr\u00fccker Zeitung berichtete\" href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/sz-berichte\/saarlouis\/Niedersaubach-Volkstrauertag-Heimatprojekt-Gefallene;art2807,3499418\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Auch hier\u00fcber berichtete die Saarbr\u00fccker Zeitung.<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Grablage laut Volksbund\" href=\"http:\/\/www.volksbund.de\/index.php?id=1775&amp;tx_igverlustsuche_pi2[gid]=8906fc46bb606f48dcf058ee0e0faebf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Der Volksbund hat die Angaben mittlerweile auch eingestellt.<\/strong><\/span><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stand der Angaben: 04 2011<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz Hassel (Eintrag in den Lebacher Familienb\u00fcchern nach Gerhard Storb Nr. 1113) wurde am 5. Dezember 1912 in der &#8222;Heck&#8220; im Haus &#8222;Borren&#8220; (sein Hausname) geboren.&nbsp; Er war ein Bruder von Johann Hassel, der auch im 2. 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