{"id":2671,"date":"2011-05-17T15:53:38","date_gmt":"2011-05-17T14:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2671"},"modified":"2023-10-01T11:57:18","modified_gmt":"2023-10-01T10:57:18","slug":"josef-wender","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2671","title":{"rendered":"Josef Wender"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Josef Wender ist kein geb\u00fcrtiger Saubacher; er hat auch nie in Niedersaubach gelebt. Geboren wurde er am 15. November 1908 in Saarbr\u00fccken; dort ist er auch aufgewachsen, und zwar in der Kath.-Kirch-Stra\u00dfe am Rand des St. Johanner Marktes (die Angaben stammen von seinem Sohn Manfred Wender). <\/span>In Saarbr\u00fccken hatte er eine Familie gegr\u00fcndet (er hatte 3 Buben, wobei seine Frau, als er fiel, mit dem 3. Kind schwanger war), die nach seinem Tod in den Wirren des Kriegsendes in Niedersaubach Zuflucht gefunden hatte, weil Saarbr\u00fccken (die Familie wohnte in der Heuduckstr. 93) v\u00f6llig ausgebombt war. Die Witwe war mit ihren 3 Buben Anfang 1945 zun\u00e4chst in den Bayerischen Wald evakuiert worden. Von dort aus kam man im M\u00e4rz 1946 zur\u00fcck ins Saargebiet und fand in Niedersaubach Unterschlupf. Die erste Aufnahme fand man beim &#8222;Eisenbahner&#8220; (Johann und Maria Sch\u00e4fer); sp\u00e4ter zog man in Lebsen (Familie Neis) ein und blieb dort bis 1958, als man in Lebach in der Kettler-Siedlung ein Haus gebaut hatte, das man bezog. Die Buben gingen in diesen Jahren in Niedersaubach in die Volksschule. Das ist wohl der Grund, warum man ihrem Vater in unserer Antoniuskapelle ein Andenken bewahrt hat.<\/p>\n<div id=\"attachment_3919\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3919\" class=\"size-full wp-image-3919\" title=\"Passbild_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_450-257x300.jpg 257w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-3919\" class=\"wp-caption-text\">Passbild von Josef Wender in seinem Wehrpass von 1938; Archiv: Manfred Wender<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Wehrmachtsauskunftsstelle kennt sein Schicksal.<\/p>\n<div id=\"attachment_3916\" style=\"width: 458px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3916\" class=\"size-full wp-image-3916\" title=\"wast_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast_4502.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"76\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast_4502.jpg 448w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/wast_4502-300x50.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><p id=\"caption-attachment-3916\" class=\"wp-caption-text\">Uffz Josef Wender im Schreiben der WASt vom 3. Mai 2010<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Laut des Schreibens der WASt vom 3. Mai 2010 ist Uffz Josef Wender am 16. Mai 1942 als Angeh\u00f6riger der 7.\/ Inf.-Regiment 506 s\u00fcdlich von Tschudowo durch ein Artilleriegeschoss, das ihn in der Brust traf, t\u00f6dlich verwundet worden und auf einer Waldwiese 5 km s\u00fcdlich von Mostki bestattet worden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Infanterie-Regiment 506 laut Lexikon der Wehrmacht\" href=\"http:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanterieregimenter\/IR506-R.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Laut Lexikon der Wehrmacht unterstand das Infanterie-Regiment 506 der 291. Infanterie-Division.<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Mai 1942 war die 291. Infanterie-Division der 18. Armee (Heeresgruppe Nord) unterstellt; sie war damals am Wolchow zu lokalisieren. <a title=\"Tschudowo; Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/291._Infanterie-Division_%28Wehrmacht%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Der Todesort Tschudowo (Chudovo, Russland) liegt an der Kerest, einem Nebenfluss des Wolchow.<\/span><\/strong><\/a><\/p>\n<p><small><a style=\"color: #0000ff; text-align: left;\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?q=tschudowo&amp;oe=utf-8&amp;client=firefox-a&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Tschudowo,+Russland&amp;gl=de&amp;ll=59.122244,31.688778&amp;spn=11.7232,28.256836&amp;t=m&amp;z=5&amp;vpsrc=6&amp;source=embed\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small><\/p>\n<p>Seine Grablage bei Mostki ist auf den Karten von maps.google.de hier zu finden:<\/p>\n<p><small><a style=\"color: #0000ff; text-align: left;\" href=\"http:\/\/maps.google.de\/maps?f=d&amp;source=embed&amp;saddr=Russland,+Chudovo&amp;daddr=Mostki,+Russland&amp;hl=de&amp;geocode=FUQihgMdSojjASk_iKmY0DG8RjG1uRRbKkDVTg%3BFRZrggMdm3rgASm_EE8rwJy-RjHblC0XiuK8WA&amp;aq=0&amp;sll=58.995311,31.59668&amp;sspn=5.867389,14.128418&amp;vpsrc=6&amp;gl=de&amp;mra=ls&amp;ie=UTF8&amp;ll=59.003465,31.58758&amp;spn=0.24945,0.19954&amp;t=m\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gr\u00f6\u00dfere Kartenansicht<\/a><\/small><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">Der Volksbund kennt seine Grablage in Mostki.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"291. ID laut Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/291._Infanterie-Division_%28Wehrmacht%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Die 291. ID wurde laut Wikipedia im Februar 1940 in Insterburg aufgestellt; sie war zun\u00e4chst (Mai 1940 &#8211; Juni 1941) in den Frankreich-Feldzug eingebunden; zwischen Juni 1941 und M\u00e4rz 1943 war sie im Nordabschnitt der Ostfront eingesetzt.<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Uffz Josef Wender im Mai 1942 fiel, sa\u00df die 291. ID s\u00fcdlich von Leningrad am Walchow in festgefahrenen, unerbittlichen Stellungsk\u00e4mpfen fest. <a title=\"Schlacht am Wolchow, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schlacht_am_Wolchow\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Die Rote Armee versuchte in der Schlacht am Wolchow, den deutschen Belagerungsring um Leningrad (St. Petersburg) aufzubrechen<\/span><\/strong><\/a>. Dieser Umgehungsversuch scheiterte unter unglaublich hohen Verlusten bei deutschen und russischen Verb\u00e4nden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im September 1944 &#8211; nur zur Information &#8211; wurde die 291. ID durch den sowjetischen General Schukow im Weichselbogen bei Tschenstochau (Polen) vollst\u00e4ndig \u00fcberrannt und vernichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Wehrpass best\u00e4tigt i. W. die o.g. Angaben.<\/p>\n<div id=\"attachment_3924\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a title=\"Wehrpass von Josef Wender, Archiv: Manfred Wender\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKII\/Josef-Wender\/Wehrpass.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3924\" class=\"size-full wp-image-3924\" title=\"Wehrpass_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Wehrpass_4501.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"723\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Wehrpass_4501.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Wehrpass_4501-186x300.jpg 186w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-3924\" class=\"wp-caption-text\">Wehrpass von Josef Wender; Archiv: Manfred Wender<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: center;\"><em><span style=\"color: #ff0000;\">Dieses Startbild zum Anschauen der PDF-Datei einfach anklicken!<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dort steht zu lesen, dass Josef Wender am 26.09.1935 Therese Ensch heiratete und von Beruf Buchhalter war. Er lie\u00df sich am 29. Juni 1937 als Freiwilliger &#8211; tauglich &#8211; mustern. Seit dem 5. April 1938 war er der Wehr\u00fcberwachung des Wehrbezirkskommandos Saarbr\u00fccken unterstellt. Zum 1. August 1938 wurde er zur 18.\/ Inf.-Regiment 36 in Butzbach eingezogen und ausgebildet. Er wurde am 15. oktober 1938 nach der Ausbildung zum <a title=\"Zum Begriff des Richtsch\u00fctzen, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Richtsch%C3%BCtze\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Richtsch\u00fctzen<\/span><\/strong><\/a> nach Saarbr\u00fccken entlassen. Am 26. August 1939 wurde er reaktiviert und diente bis zum 14. Oktober 1940 in einem Pionier-Bataillon; nach Eins\u00e4tzen bei der Erst\u00fcrmung der Maginotlinie s\u00fcdlich von Saarbr\u00fccken (er wurde bereits am 9. November 1939 zum Unteroffizier bef\u00f6rdert) pausierte er, bis er wieder am 15. Januar 1942 einberufen wurde. Bereits am 10. Februar 1942 diente er in der 7. Kompanie des Infanterie-Regimentes 506 am Nordabschnitt der Ostfront in der Sumpf-Gegend s\u00fcdlich von Leningrad, wo er bereits am 16. Mai 1942 in einem m\u00f6rderischen Stellungskrieg fiel. Als er im Februar 1942 diesen Frontabschnitt erreichte, soll man dort Luft-Temperaturen von um minus 40 Grad Celsius gemessen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stand: Dezember 2011<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Josef Wender ist kein geb\u00fcrtiger Saubacher; er hat auch nie in Niedersaubach gelebt. Geboren wurde er am 15. 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