{"id":2675,"date":"2011-05-17T15:56:58","date_gmt":"2011-05-17T14:56:58","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2675"},"modified":"2018-05-21T15:58:47","modified_gmt":"2018-05-21T14:58:47","slug":"nikolaus-bruck","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2675","title":{"rendered":"Nikolaus Br\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nikolaus Peter Br\u00fcck war laut Storb (Eintrag-Nr. 526) am 03.12.1900 geboren worden. Sein Todesjahr sei 1941 gewesen; als Todesort wird Dachau genannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er war ein Holdter. Die Eltern waren Nikolaus Br\u00fcck (* 1868\/ + 1916) und Margaretha Joh\u00e4ntgen, Dienstmagd (* in Landsweiler).<\/p>\n<div id=\"attachment_4396\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4396\" class=\"size-full wp-image-4396\" title=\"Passbild_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_4501.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"717\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_4501.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Passbild_4501-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-4396\" class=\"wp-caption-text\">Nikolaus Br\u00fcck, Fotoarchiv: Waltraud Kammer<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nikolaus Br\u00fcck heiratete 1927 in P\u00fcttlingen Regina Blum (* 04.03.1906 in P\u00fcttlingen). Mit ihr hatte er eine Tochter; sie hie\u00df Josefine.<\/p>\n<div id=\"attachment_4432\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4432\" class=\"size-full wp-image-4432\" title=\"Familie_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Familie_450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"283\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Familie_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Familie_450-300x188.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-4432\" class=\"wp-caption-text\">Nikolaus, Josefine und Regina Br\u00fcck; Fotoarchiv: Paul Br\u00fcck<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Nachbar von ihm, Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen, Jahrgang 1929) erinnerte sich k\u00fcrzlich (in einem Gespr\u00e4ch am 27.12.2011), dass Nikolaus Br\u00fcck ein T\u00fcftler gewesen sei. Schon als junger Mann habe er in der Hold mit eigenen H\u00e4nden ein Auto konstruiert. Er sei von Beruf Maschinenbauer oder Elektroingenieur geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch andere Geschwister von Nikolaus Br\u00fcck h\u00e4tten sich nach P\u00fcttlingen verheiratet.<\/p>\n<div id=\"attachment_4433\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-4433\" class=\"size-full wp-image-4433\" title=\"Verwandte_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Verwandte_450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"319\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Verwandte_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Verwandte_450-300x212.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-4433\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00dffamilie Br\u00fcck (obere Reihe, v.l.n.r): Katharina Blum (Schwiegermutter), Hans Br\u00fcck (Bruder), Nikolaus Br\u00fcck, N.N., Johanna Kammer (Schw\u00e4gerin), Albert Br\u00fcck (Bruder) und N.N.\u00a0sowie (vordere Reihe, v.l.n.r.): Regina Br\u00fcck mit T\u00f6chterchen Josefine, Margaretha Br\u00fcck (Gro\u00dfmutter) mit 2 Enkelchen und Josefine Br\u00fcck (Schw\u00e4gerin) mit S\u00f6hnchen; Fotoarchiv: Paul Br\u00fcck<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er selber habe mit seiner Frau noch w\u00e4hrend der V\u00f6lkerbund-Zeit, also vor 1935, das Saargebiet verlassen und sei nach Paris verzogen. Dort habe er zusammen mit einem franz\u00f6sischen Freund eine Elektro-Firma betrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Juni 1940 sei er von der Gestapo in Paris verhaftet und ins KZ Dachau verbracht worden. Auf die Frage, was ihm denn die Nazis vorgeworfen h\u00e4tten, meinte Lebsen Os, Nikolaus Br\u00fcck habe (1) als Auslands-Saarl\u00e4nder am 13. Januar 1935 nicht an der Saarabstimmung teilgenommen (was ihn verd\u00e4chtig gemacht habe) und (2) habe er der franz\u00f6sischen Industrie ein Patent verkauft (was die Nazis als Landesverrat gedeutet h\u00e4tten).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Tat ist belegt (<a title=\"Internationaler Suchdienst Bad Arolsen\" href=\"http:\/\/www.its-arolsen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">die Unterlagen befinden sich beim Internationalen Suchdienst ITS in Bad Arolsen<\/span><\/strong><\/a>), dass Nikolaus Br\u00fcck am 12. Mai 1941 um 01:20 Uhr in Dachau umgekommen ist (H\u00e4ftlings-Nummer 22.275). Er hatte gewohnt im 12. Pariser Arrondissement (Rue Changarnier 4).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ministerium f\u00fcr Kriegsopfer in Paris best\u00e4tigt ebenfalls laut Unterlagen des ITS in Bad Arolsen, dass der Techniker Nikolaus Br\u00fcck am 10. Dezember 1940 in Paris verhaftet und am 12. Mai 1941 in Dachau umgekommen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Internationale Rote Kreuz (Quelle: ITS in Bad Arolsen) schreibt ebenfalls 1964, Nikolaus Br\u00fcck sei von der Metzer Sicherheitspolizei am 12.\/ 13. Dezember 1940 in Schutzhaft genommen und ins KZ Dachau \u00fcberf\u00fchrt worden. Die Zugangsliste habe vermerkt: &#8222;prestataire&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Selbst seine Bestandskarte aus dem KZ Dachau ist noch vorhanden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Widerstandsliteratur der Saar ist Nikolaus Br\u00fcck bekannt (worauf mich der Historiker Michael Landau, Niederlinxweiler, hingewiesen hat). Hierzu gibt es eine Quellenangabe. Gerhard Paul und Klaus-Michael Mallmann haben in: Milieus und Widerstand. Eine Verhaltensgeschichte der Gesellschaft im Nationalsozialismus. Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935- 1945, Bd. 3, Bonn (J. H. W. Dietz Nachf.) 1995, 664 S., auf ihn Bezug genommen: &#8222;Andere Katholiken wiederum lehnten &#8211; wie der aus Niedersaubach stammende Elektroingenieur Nikolaus Br\u00fcck &#8211; den Beitritt zur NSDAP ab; 1940 wurde Br\u00fcck in Metz verhaftet und ins KZ Dachau geschickt, wo er am 12. Mai 1940 ums Leben kam.&#8220; (S. 570)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Interessant ist noch die Frage, was wohl ein &#8222;prestataire&#8220; damals in Frankreich gewesen sein k\u00f6nnte (heute w\u00fcrde man wohl sagen: &#8222;Dienstleister&#8220;).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu schreibt Dieter Marc Schneider in: Saarpolitik und Exil 1933 &#8211; 1955, Vierteljahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte 25 (1977), S. 467 &#8211; 545, hier S. 515: &#8222;Ein gro\u00dfer Teil der Saarl\u00e4nder wurde nach Kriegsausbruch ein zweites Mal in Lager verbracht. Von dort f\u00fchrte in vielen F\u00e4llen der Weg in die Fremdenlegion, die Internierten wurden als Arbeiter in der R\u00fcstungsindustrie eingesetzt (&#8222;prestataire&#8220;), schlie\u00dflich fielen nach der Besetzung Frankreichs &#8211; ausgeliefert durch die Regierung P\u00e9tain &#8211; viele in die H\u00e4nde der Gestapo.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Freund Wilfried Busemann, Historiker aus Kleinblittersdorf, hat mir zum Begriff &#8222;prestataire&#8220; geschrieben (15.02.2012): <em>&#8222;Prestataires waren ab 1940 deutsche oder \u00f6stereichische NS-Emigranten, die sich nicht &#8218;freiwillig&#8216; zur Fremdenlegion gemeldet hatten, sie wurden vom franz\u00f6sischen Staat zu &#8222;prestataires&#8220; gemacht: unbewaffnete Arbeitssoldaten, &#8218;Fremdenlegion\u00e4re der Arbeit&#8216;, <\/em><em>die vor allem kriegswichtige Arbeiten zu verrichten hatten (so lange die franz\u00f6sische Armee \u00fcberhaupt noch Widerstand leisten konnte). <\/em><em>Wer als prestataire in deutsche Gefangenschaft geriet, galt als Hochverr\u00e4ter!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mein Freund Walter Nimmesgern (Romanist aus Lebach) hat im Februar 2012 zum Begriff &#8222;prestataire&#8220; <a title=\"Zum Begriff &quot;prestataire&quot; von Walter Nimmesgern (Lebach)\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKII\/Nikolaus-Brueck\/Nimmesgern-Walter_Lebach_Zum-Begriff-prestataire.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">franz\u00f6sische Quellen<\/span><\/strong><\/a> (einfach anklicken, um das PDF-Dokument zu erhalten) durchgesehen und mir einschl\u00e4gige Hinweise auf das bittere Schicksal der &#8222;prestataire&#8220; in Frankreich nach der Okkupation durch die Deutschen zusammengetragen und dankenswerterweise auch ins Deutsche \u00fcbersetzt. Diese Hinweise machen plausibel, warum Nikolaus Br\u00fcck dem NS-Terror zum Opfer fiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nikolaus Br\u00fcck findet Erw\u00e4hnung in einem Buch von Hans-Walter Herrmann: P\u00fcttlingen in bewegter Zeit, Politik und Gesellschaft 1918 &#8211; 1945, Herausg.: Stadt P\u00fcttlingen, Conte 2008. Ebenda auf S. 625 wird er unter der \u00dcberschrift &#8222;Spionage&#8220; abgehandelt; er sei Agent der <a title=\"Auslandsabwehr des OKW nach Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehr_%28Nachrichtendienst%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Auslandsabwehr<\/span><\/strong><\/a> des Oberkommandos der Wehrmacht unter Wilhelm Canaris gewesen; weil er sich geweigert habe, sich in England als Agent einschleusen zu lassen, habe man ihn verhaftet und nach Dachau verbracht. Frau und Tochter seien daraufhin nach P\u00fcttlingen zu\u00fcckgekehrt, wo seine Frau Regina &#8211; auf F\u00fcrsprache eines guten Freundes &#8211; wieder in den Schuldienst eingestellt worden sei. Leider ist diese Angabe nicht weiter belegt. Mir scheinen die Unterlagen aus Bad Arolsen (ITS) plausibler zu belegen, dass der Grund seiner Verhaftung durch die Sipo Metz sein Schicksal als &#8222;prestataire&#8220; gewesen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seine angeheiratete Nichte Waltraud Kammer erz\u00e4hlte mir im Februar 2012, ihre Schwiegermutter, Johanna Kammer (Drowen), habe beim Bruder Nikolaus Br\u00fcck und dessen Familie in den 3oer Jahren als Kinderm\u00e4dchen l\u00e4nger gelebt. Noch im hohen Alter habe sie mit gro\u00dfer Begeisterung von diesen aufregenden Tagen in Paris erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wichtige Erkenntnisse \u00fcber das Schicksal von Nikolaus Br\u00fcck bringt &#8222;seine&#8220; Entsch\u00e4digungsakte, die im Landesarchiv des Saarlandes in Saarbr\u00fccken-Scheidt zu finden ist (Bestell-Nummer: LEA 12360 und 12361). Neben einer sogenannten Vorakte aus der Zeit des JoHo-Regimes dokumentiert &#8222;seine&#8220; Hauptakte nach der R\u00fcckgliederung des Saarlandes nach Deutschland die schlussendlich erfolgreichen Bem\u00fchungen seiner Witwe Regina, eine Entsch\u00e4digung als Opfer des Nationalsozialismus zu erhalten. Dieses Bem\u00fchen zwingt sie, sehr ausf\u00fchrlich \u00fcber die Pariser Zeit der jungen Familie Br\u00fcck in Paris zu berichten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im April 1926 sei man auf Gehei\u00df der Firma Br\u00fcckner &amp; Dietze in Coburg, wo Nikolaus Br\u00fcck damals als Elektroingenieur gearbeitet habe, nach Paris gegangen, um eine Elektrodenfabrik aufzubauen und zu leiten. 1936 h\u00e4tten sich die Kompagnons in Coburg getrennt; Br\u00fcckner habe Nikolaus Br\u00fcck w\u00e4hrend der Turbulenzen in Oberfranken die Firma in Paris verkauft. Allerdings sei ein ehemaliger Vorgesetzter aus der Firma Br\u00fcckner &amp; Dietze, mit dem man vorher gut harmoniert habe, mit diesem Verkauf nicht einverstanden gewesen. Er habe die Pariser Firma selber haben wollen. Aus diesem kommerziellen Konflikt sei nach 1936 eine richtige Feindschaft geworden; dabei habe dieser Mann sp\u00e4ter schamlos ausgenutzt, dass Nikolaus Br\u00fcck mehr oder weniger offen seine Antipathie gegen\u00fcber dem Nationalsozialismus zum Ausdruck gebracht habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als bei Kriegsausbruch am 1. September 1939 die Auslandsdeutschen in Frankreich vom franz\u00f6sischen Staat interniert wurden, habe sich Nikolaus Br\u00fcck entschlossen, sich dem franz\u00f6sischen Staat als &#8222;Bausoldat&#8220; (prestataire, s. oben) anzubieten in der Hoffnung, in der eigenen Firma eingesetzt zu werden. Leider habe sich diese Hoffnung nicht erf\u00fcllt; er sei im Stra\u00dfenbau eingesetzt worden. Sein Bestreben sei es allerdings gewesen zu verhindern, dass die franz\u00f6sische Konkurrenz in den Besitz seines Betriebes und seiner Technologie komme; das sei ihm auch gelungen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als nun aber die Wehrmacht im Juni 1940 Paris besetzt hatte, sei Nikolaus Br\u00fcck von diesem besagten Konkurrenten aus Oberfranken bei der Pariser NSDAP-Ortsgruppe denunziert worden als Gegner des Nationalsozialismus. Ein Beispiel, das ihm angekreidet worden sei, sei die Tatsache gewesen, dass er am 10. April 1938 nicht ins Reich gefahren sei, um an der Volksabstimmung \u00fcber den Anschluss \u00d6sterreichs mit abzustimmen. Schlie\u00dflich habe ihn Ende 1940 diese NSDAP-Ortsgruppe vorgeladen, um sich zu erkl\u00e4ren. Er sei aber damals schon k\u00f6rperlich und seelisch (durch die Internierung und die Zwangsarbeit bei den Franzosen) so fertig gewesen, dass er selber nicht der Vorladung folgen konnte; sie sei hingegangen und habe dabei den besagten Konkurrenten aus Oberfranken aus dem Zimmer des Ortsgruppenleiters heraus kommen sehen. Die Behandlung, die sie dort erfahren habe, sei sehr ruppig gewesen. Man habe sie und ihre Familie aufgefordert, Paris am 5. Dezember 1940 Richtung Deutschland zu verlassen. Bei der Fahrt ins Saarland habe dann die GESTAPO ihren Mann im Durchgangslager in Metz verhaftet. Als man sich auf dem Metzer Bahnhof verabschiedet habe, h\u00e4tten er, sie und auch die 7-j\u00e4hrige Tochter Josefine gesp\u00fcrt und gewusst, dass man sich nicht mehr wiedersehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Regina Br\u00fcck berichtet weiter, sie habe dann mit ihrer Tochter \u00fcbergangsweise in Niedersaubach gewohnt (bei den Verwandten in der Holdt). Schlie\u00dflich sei sie nach P\u00fcttlingen zur\u00fcckgegangen, wo sich der Schulrat Thiel, ein Dr. Lichthard von der Schulaufsicht und der Rektor einer P\u00fcttlinger Schule, Heinrich Contier, daf\u00fcr eingesetzt h\u00e4tten, sie in den Schuldienst zu nehmen (sie habe eine Ausbildung als Lehrerin gehabt). Am 10. Oktober 1941 habe sie dann tats\u00e4chlich ihren Schuldienst antreten d\u00fcrfen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und schlie\u00dflich findet sich in ihren Begr\u00fcndungen im Entsch\u00e4digungsantrag die traurige Geschichte ihres Mannes aus dem KZ Dachau. Am 13. Mai 1941 sei sie informiert worden, dass ihr Mann gestorben sei. Sie sei mit einem ihrer Schwager (der Knorscheider Ortsvorsteher Paul Br\u00fcck, ein Neffe von Nikolaus Br\u00fcck, vermutet, mit seinem Vater) am 14. oder 15. Mai dann sofort dorthin gefahren. Man habe sie in einen Raum gef\u00fchrt, wo ihr Mann in einem fest verschlossenen Glassarg gelegen habe. Er sei ganz ausgemergelt und auff\u00e4llig gelb gewesen. 2 Saarlouiser Mith\u00e4ftlinge aus dem KZ h\u00e4tten ihr kurz nach dem Krieg berichtet, Nikolaus Br\u00fcck habe in Dachau einen &#8222;roten Winkel&#8220; getragen (das Zeichen f\u00fcr die aus politischen Gr\u00fcnden Inhaftierten wie Sozialdemokraten, Kommunisten und Gewerkschafter). Er habe in einem ganz schlimmen Bereich des KZ Dachau, dem sogenannten &#8222;Garagenbau&#8220;, gearbeitet. Weil er dort habe keine Schuhe bei der schweren Arbeit tragen d\u00fcrfen, habe er sich die Fersen aufgerissen, die sich dann heftig entz\u00fcndet h\u00e4tten. Es sei daraufhin wohl bei dem v\u00f6llig entkr\u00e4fteten Mann zu einer allgemeinen Sepsis gekommen, an der er wahrscheinlich (wenn man nicht noch mit einer Giftspritze &#8211; wie oft vorgekommen &#8211; nachgeholfen habe) im Krankenrevier relativ schnell gestorben. Die beiden Zeugen aus Saarlouis sind in der Akte namentlich benannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"Stolpersteine in Lebach\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=6170\"><span style=\"color: #0000ff;\">Das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel, das GSG Lebach und die Stadt Lebach hatten am 29. August 2013 zur Verlegung von Stolpersteinen auch in die Hold zum Gedenken an Nikolaus Br\u00fcck geladen.<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu hat das Adolf-Bender-Zentrum eine Brosch\u00fcre erstellt, die man beim Anklicken des unterhalb stehenden Startbildes als PDF-Dokument erhalten kann.<\/p>\n<div id=\"attachment_6204\" style=\"width: 495px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a title=\"Stolpersteine in Lebach, Flyer des Adolf-Bender-Zentrums St. Wendel, September 2013\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKII\/Stolpersteine\/Stolpersteine-in-Lebach.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6204\" class=\"size-large wp-image-6204\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Stolpersteine-in-Lebach_550-485x1024.jpg\" alt=\"Stolpersteine f\u00fcr Lebach, Copyright: Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel\" width=\"485\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Stolpersteine-in-Lebach_550-485x1024.jpg 485w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Stolpersteine-in-Lebach_550-142x300.jpg 142w\" sizes=\"auto, (max-width: 485px) 100vw, 485px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6204\" class=\"wp-caption-text\">Stolpersteine f\u00fcr Lebach, Copyright: Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Stand: 09.2013<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nikolaus Peter Br\u00fcck war laut Storb (Eintrag-Nr. 526) am 03.12.1900 geboren worden. 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