{"id":2679,"date":"2011-05-17T16:00:43","date_gmt":"2011-05-17T15:00:43","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2679"},"modified":"2023-10-01T12:39:42","modified_gmt":"2023-10-01T11:39:42","slug":"herbert-neis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2679","title":{"rendered":"Herbert Neis"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Herbert Neis (* 7. Januar&nbsp;1930) wird durch einen Metallsplitter t\u00f6dlich verletzt<\/h4>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wir (Werner Schmidt und ich) besuchten Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen) am 27. Dezember 2011, um mehr \u00fcber die Geschichte seines Cousins Herbert Neis (Lebsen) zu erfahren.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">In den Lebacher Familienb\u00fcchern von Gerhard Storb ist Herbert Neis nicht zu finden. Herbert Neis ist wohl nicht in Niedersaubach geboren worden; ebenso haben die Eltern wohl nicht in Lebach geheiratet.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Aber sein Andenken wird in der Antoniuskapelle bei den Kriegsopfern bewahrt. Er war schlie\u00dflich ein Saubacher Bub.<\/span><\/p>\n\n\n\n<div>\n<figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Neis-Herbert_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Neis-Herbert_4501.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"606\"><\/figure><div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4087\">\n<dt><\/dt>\n<dd><em>Herbert Neis, Fotoarchiv: Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen)<\/em><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Lebsen Os war ein Jahr \u00e4lter als sein Cousin Herbert; in bewegenden Worten schildert er die Ereignisse am 17. und 18. M\u00e4rz 1945, als die Deutschen fluchtartig Niedersaubach verlie\u00dfen und die Amerikaner nachr\u00fcckten.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Einmarsch der Amerikaner hatten die Deutschen 4 Artilleriegesch\u00fctze in Niedersaubach in der Heck und am Fu\u00df der Eich postiert: am Kalkofen (alte Volksschule, jetzt: Vereinsplatz), bei Schedlersch (Schedler), bei Molersch (Schmidt) und bei Grawen Battis (Sch\u00e4fer).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Neis_Herbert-und-Helmut_450.jpg\" alt=\"\" title=\"Neis_Herbert-und-Helmut_450\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4089\">\n<dt><\/dt>\n<dd><em>Herbert und sein (k\u00fcrzlich verstorbener) Bruder Helmut; Fotoarchiv: Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen)<\/em><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Am 17. M\u00e4rz 1945 r\u00fcckten die amerikanischen Infanterie- und Panzer-Verb\u00e4nde von Schmelz her kommend vor. Sie nahmen den Weg \u00fcber Tanneck und wollten die Hold hinunter. Das lie\u00df die deutsche Artillerie zun\u00e4chst nicht zu. So weit sich Oskar Sch\u00e4fer erinnert,&nbsp;wurde an diesem Samstag gegen 18 Uhr zwischen den feindlichen Linien das Artillerie-Feuer er\u00f6ffnet. Es soll sehr heftig gewesen sein und w\u00e4hrend der ganzen Nacht angehalten haben. Erst gegen Morgen (Sonntag, 18. M\u00e4rz, 7 Uhr)&nbsp;schwiegen pl\u00f6tzlich&nbsp;die Waffen. Die deutschen&nbsp;Soldaten setzten sich&nbsp;nach Aschbach ab; die Fluchtrichtung der heillos unterlegenen deutschen Verb\u00e4nde war der Rhein.&nbsp;Das Dorf wurde sehr in Mitleidenschaft gezogen, einige Geb\u00e4ude, so z.B. die Kapelle, wurden von Artillerie-Geschossen getroffen. Lebsen Os sch\u00e4tzt, dass die Schie\u00dferei etwa 6 deutschen Soldaten das Leben gekostet hatte. Wie hoch die amerikanischen Verluste waren, wusste man in Niedersaubach nicht.<\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Neis_Cecilia_450.jpg\" alt=\"\" title=\"Neis_Cecilia_450\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4090\">\n<dt><\/dt>\n<dd><em>Cecilia Neis (Lebsen Zilla), Fotoarchiv: Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen)<\/em><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Als es pl\u00f6tzlich so still war, beschlossen Herbert Neis sowie Reinhold und Hans Schedler, die Gegend, insbesondere die Situation in der Heck, zu erkunden. Die Hecker hatten am Abend vorher versucht, aus der Schusslinie zu kommen und bei Nachbarn wie Lebsen Schutz zu finden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei der Flucht sprengten die deutschen Soldaten die Gesch\u00fctze &#8211; also auch das vor Schedler&#8217;sch Haus stehende &#8211; in die Luft. Auf diesem Gesch\u00fctz wollte Lebsen Herbert nachschauen, wie viele Flugzeugabsch\u00fcsse dort &#8211; eingekerbt &#8211; vermerkt waren. Von Eibachwald her (Gemarkung nach Aschbach hin) wurden die Z\u00fcndschn\u00fcre von den deutschen Soldaten her angesteckt; sie&nbsp;ahnten nicht, dass der Junge mit in die Luft gesprengt werden w\u00fcrde.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><em>Erw\u00e4hnenswert hinsichtlich der R\u00e4umung des Dorfes durch die deutschen Soldaten ist laut Josef Heinrich (Hirten), dass welche, nachdem die Truppe sich schon davon gemacht hatte, zur\u00fcck kamen, um ausgangs des Dorfes die Panzersperren zu beseitigen und damit den amerikanischen Befehlshabern den Grund nahmen, beim Vorr\u00fccken auf das ger\u00e4umte Dorf weiter schie\u00dfen zu lassen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-blue-color has-text-color\">Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen Oskar) erinnert sich an die Ereignisse, die zum Tod seines Cousins Herbert Neis f\u00fchrten:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"\thttp:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKII\/Herbert-Neis\/Lebsen-Herbert.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Das Foto unterhalb zeigt den Granatsplitter, der Herbert Neis den Sch\u00e4del zertr\u00fcmmert hatte (etwa 6 cm mal 6 cm mal &#8211; bis zu &#8211; 2 cm gro\u00df und richtig schwer); er wurde von seinem &#8211; k\u00fcrzlich verstorbenen &#8211; Bruder Helmut \u00fcber die vielen Jahre aufbewahrt.<\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Granatsplitter_450.jpg\" alt=\"\" title=\"Granatsplitter_450\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4057\">\n<dt><\/dt>\n<dd><em>Granatsplitter, der Herbert Neis den Sch\u00e4del zerschlagen hatte; Foto: Lothar Schmidt<\/em><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Reinhold und Hans Schedler kamen, wie Lebsen Os berichtet, wie ein Wunder bei der Sprengung mit dem Leben davon. Lebsen Herbert wurde allerdings durch einen Splitter schwer am Kopf getroffen. Der Splitter durchschlug seinen Sch\u00e4del derart massiv, dass sich die Hirnmasse aus dem Kopf herausdr\u00e4ngte. Es muss furchtbar gewesen sein.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bei Lebsen h\u00f6rte man nat\u00fcrlich den lauten Knall, den die Sprengung der Gesch\u00fctze weniger als 1 km entfernt verursachte.&nbsp;Sogleich aber muss der Schrei von Schedler&#8217;sch Martha (der Mutter von Reinhold und Hans Schedler) zu h\u00f6ren gewesen sein, als sie sah, dass Herbert am Kopf getroffen war. Sie brachte den sterbenden Jungen mit einem Handwagen zu dessen Mutter, Lebsen Zilla (Cecillia Neis). Als Lebsen Zilla gewahr wurde, was geschehen war, fiel sie sofort in Ohnmacht.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Matzen Pitt (der Sanit\u00e4ter war und herbei gerufen wurde) dr\u00fcckte mit seinen H\u00e4nden die ausgetretene Hirnmasse zur\u00fcck in den Sch\u00e4del und verband den verletzten Kopf von Herbert Neis. Soweit sich Oskar Sch\u00e4fer erinnert,&nbsp;hat Herbert nicht mehr das Bewusstsein erlangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Amerikaner drangen nun nicht sofort in das Dorf ein, sondern tasteten sich langsam Richtung Hold vor. Erst gegen 14 Uhr an diesem hei\u00dfen, trockenen M\u00e4rz-Tag (es herrschten ca. 20 Grad Celsius) erreichten sie die Wohnh\u00e4user in der Hold. Eine bei Lebsen wohnende, aus V\u00f6lkingen evakuierte Lehrerin namens Hagel, die Englisch sprach, wandte sich sofort an die auftauchenden amerikanischen Soldaten, mit einer wei\u00dfen Fahne ausgestattet, um sie \u00fcber den schwer verletzten Jungen zu unterrichten. Sie nahmen ihn sofort in einen Wagen und schafften ihn nach Tanneck, wo sie ein provisorisches Lazarett unterhielten. Auf dem Weg dorthin verstarb aber der t\u00f6dlich Getroffene.<\/p>\n\n\n\n<p>Man wird schon sehr traurig, wenn man diesen Schilderungen von Oskar Sch\u00e4fer innerlich folgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Geschichte m\u00f6chte ich hier noch festhalten. Oskar Sch\u00e4fer erz\u00e4hlte schmunzelnd, sein Cousin Herbert sei ein richtiger&nbsp;&#8222;Tuwack&#8220; gewesen. Begeistert habe er, wie die Buben eben so sind, &nbsp;&#8222;Soldat gespielt&#8220;. So&nbsp;habe er sich in jenen Tagen, was wahrscheinlich nicht schwierig war, heimlich ein Gewehr &#8222;organisiert&#8220;. Damit habe er eines Tages, als er in der Hold mal wieder auf dem &#8222;Kriegspfad&#8220; war, auf einen amerikanischen Tiefflieger scharf geschossen. Nicht viel sp\u00e4ter tauchten pl\u00f6tzlich \u00fcber Niedersaubach&nbsp;vielleicht 5 Jagdbomber auf, die sich die Hold vornahmen. Die Schie\u00dferei, die Herbert begonnen hatte, w\u00e4re beinahe ins Auge gegangen. Das Bohlen-Haus jedenfalls sei dabei heftig durchgesch\u00fcttelt worden.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Kriegsspiel.jpg\" alt=\"\" title=\"Kriegsspiel\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4092\">\n<dt><\/dt>\n<dd><span style=\"color: #000000;\"><em>Herbert Neis beim &#8222;Kriegsspiel&#8220;; Fotoarchiv: Paul Mattick (Hachen)<\/em><\/span><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Zum kriegsgeschichtlichen Hintergrund:<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Ich konnte bisher noch nirgendwo erfahren, dass man sich in unserer Gegend damals die Bezeichnungen der deutschen oder amerikanischen Einheiten gemerkt h\u00e4tte, die im M\u00e4rz 1945 Niedersaubach durchquerten. Auch in heimatgeschichtlichen Schriften wird immer ganz allgemein von den Deutschen und den Amerikanern gesprochen, die da am 17. M\u00e4rz 1945 aufgetaucht waren.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Allerdings kann man versuchen, die milit\u00e4rischen Einheiten in das Kampfgeschehen der letzten Kriegswochen einzuordnen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Wie war die milit\u00e4rische Lage an der Westfront: Nach der Landung der alliierten Streitkr\u00e4fte in der Normandie im Rahmen der Operation<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\"><a title=\"Operation Overlord, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Operation_Overlord\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Overlord<\/strong><\/span><\/a> <span style=\"color: #000000;\">am 6. Juni 1944 und der Kapitulation der deutschen Streitkr\u00e4fte am 25. August 1944 in Paris versuchte Adolf Hitler, den Westwall zu reaktivieren, wobei sich von Anfang an abzeichnete, dass die deutsche Sperranlage der Entwicklung der alliierten Waffentechnologie nicht (mehr) gewachsen sein w\u00fcrde.<\/span><\/span><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/4\/47\/Karte_westwall.png\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Westwall_Karte.png\" alt=\"\" title=\"Westwall_Karte\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"text-align: center;\">\n<dl id=\"attachment_4095\">\n<dt><\/dt>\n<dd><em>Westwall; Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)<\/em><\/dd>\n<dd><\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nach dem Scheitern der anf\u00e4nglich erfolgreichen deutschen<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"Ardennenoffensive, Quelle: Wikipedia\" href=\"de.wikipedia.org\/wiki\/Ardennenoffensive\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Ardennenoffensive <\/span><\/a><\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">(16. Dezember 1944 &#8211; 21. Januar 1945) war die Lage der Wehrmacht im Westen aussichtslos geworden.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Schon im Oktober 1944 (4. &#8211; 12. Oktober) wurde die <span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"416. ID, Quelle: Lexikon der Wehrmacht\" href=\"http:\/\/www.lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanteriedivisionen\/416ID-R.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">416. Infanterie-Division<\/span><\/a><\/strong><\/span> <span style=\"color: #000000;\">aus D\u00e4nemark abgezogen und in den Bereich des sogenannten Orscholz-Riegels (ein Teil des Westwalls zwischen Mosel und Saar) verlegt. Diese Truppe war eine Besatzungs-, aber keine erfahrene Kampftruppe. Ihr unterstellt war u.a. das Artillerie-Regiment 416. Damals geh\u00f6rte die 416. ID zur 1. deutschen<\/span> Armee.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><span style=\"color: #0000ff;\">Egon Scholl (Orscholz) hat den Kampf um den Orscholz-Riegel dokumentiert<\/span>.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Bereits zwischen dem 17. und 21. November 1944 versuchten Einheiten der 3. US-Armee unter dem legend\u00e4ren<\/span> <a title=\"General George S. Patton, Quelle: Wikipedia\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/George_S._Patton\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">General George S. Patton<\/span>,<\/strong><\/a> <span style=\"color: #000000;\">den Orscholz-Riegel aufzubrechen. Der Versuch misslang unter hohen Verlusten der eingesetzten amerikanischen Verb\u00e4nde.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Der Vormarsch der 3. US-Armee nach Osten wurde von Patton gestoppt, als er vom amerikanischen Oberbefehlshaber, General Dwight D. Eisenhower, die Erlaubnis erhielt, im Dezember 1944 nach Norden vorzusto\u00dfen, um die durch die Ardennenoffensive eingeschlossenen alliierten Streitkr\u00e4fte bei Bastogne zu entsetzen. Das gelang der 3. US-Armee auch, wobei der Einsatz im tiefen Schnee der Ardennen bei unzureichender Winterausr\u00fcstung den amerikanischen Soldaten einen hohen Blutzoll abverlangte.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Erst am 19. Februar 1945 wurde der Angriff der 3. US-Armee, getragen von der 94. US Inf. Division und der 10. US Panzer Division, gegen den Orscholz-Riegel wieder vorgetragen (Quelle: Egon Scholl, Orscholz). Der Angriff war erfolgreich: Am 23. Februar d.J. konnte die 3. US-Armee das Dreieck zwischen Mosel und Saar einnehmen. Es hei\u00dft, auf beiden Seiten seien in diesen Februar-Tagen jeweils ca. 1.000 Soldaten gefallen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"5. M\u00e4rz 1945 in Lampaden, Quelle: hunsruecktv auf You Tube\" href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lMRRPoKYIn0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Man kann sich auf der Plattform von You Tube bei hunsruecktv einen Eindruck von diesem Vormarsch verschaffen; konkret geht es um den 5. M\u00e4rz 1945, als SS-Gebirgsj\u00e4ger sich den amerikanischen Verb\u00e4nden zwischen Trier und Saarburg entgegen stellten (Trier war am 2. M\u00e4rz 1945 von den Amerikanern eingenommen worden).<\/span><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Nun forcierte Patton den Vormarsch Richtung Rhein. Am 10. M\u00e4rz 1945 erreichte der linke Fl\u00fcgel der 3. US-Armee den Rhein (am 7. M\u00e4rz war weiter n\u00f6rdlich die Rheinbr\u00fccke in Remagen den Amerikanern in die H\u00e4nde gefallen). Links des Rheins \u00fcberschlugen sich nun die Ereignisse. Klaus-Dietmar Henke schrieb in seinem Buch:<\/span> <span style=\"color: #0000ff;\"><a title=\"Klaus-Dietmar Henke, Die amerikanische Besetzung Deutschlands, M\u00fcnchen 1996\" href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=rRgMzRIMYyIC&amp;lpg=PP1&amp;dq=inauthor%3A%22Klaus-Dietmar%20Henke%22&amp;hl=de&amp;pg=PP1#v=onepage&amp;q=inauthor:%22Klaus-Dietmar%20Henke%22&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>Die amerikanische Besetzung Deutschlands, Oldenbourg Verlag, M\u00fcnchen 1996<\/strong><\/span><\/a><\/span>, <span style=\"color: #000000;\">der Vormarsch der Amerikaner sei am 17., 18.&nbsp; und 19. M\u00e4rz 1945 rasant gewesen, wobei das Tempo nur noch durch die Motorleistung der gepanzerten Fahrzeuge gebremst worden sei<\/span> (<span style=\"color: #0000ff;\"><a title=\"Die Amerikaner besetzen Deutschland, Die Besetzung des Rheinlandes, S. 349\" href=\"http:\/\/books.google.de\/books?id=rRgMzRIMYyIC&amp;lpg=PA349&amp;ots=ofTvDwgskX&amp;dq=amerikaner%20besetzen%20worms&amp;hl=de&amp;pg=PA349#v=onepage&amp;q=amerikaner%20besetzen%20worms&amp;f=false\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\"><strong>ebenda S. 349<\/strong><\/span><\/a><\/span>). <span style=\"color: #000000;\">Am 20. M\u00e4rz 1945 h\u00e4tten die Spitzen der gepanzerten Verb\u00e4nde bereits vor Mainz, Worms und Kaiserslautern gestanden. Am 22. M\u00e4rz 1945 setzte Patton bei Oppenheim und bei Nierstein \u00fcber den Rhein. Die Tage des NS-Regimes waren nun gez\u00e4hlt.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">In diesen Kontext eingeordnet kann man vermuten, dass die deutsche Artillerie-Einheit, welche in Niedersaubach Aufstellung genommen hatte, zum Artillerie-Regiment 416 geh\u00f6rte. Und die Amerikaner, welche die Niedersaubacher am 18. M\u00e4rz 1945 zu sehen bekamen, geh\u00f6rten wohl sehr wahrscheinlich zur 10. US-Panzerdivision bzw. zur 94. US Infanteriedivision, deren Befehlshaber als Chef der 3. US-Armee General Patton war. Von der Sto\u00dfrichtung her waren es wahrscheinlich die amerikanischen Soldaten, die am 20. M\u00e4rz 1945 vor Kaiserslautern standen.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-right\"><em>Stand: 01.2012<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color: #000000;\">Lothar Schmidt<\/span><\/p>\n\n\n\n<p>P.S.:<\/p>\n\n\n\n<p>Hier noch zur Erg\u00e4nzung Bilder von Lebsen Oss (Oskar Sch\u00e4fer, Jahrgang &#8217;29), der uns Bilder aus Lebsen \u00fcberlassen hat.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-4203\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"312\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Lebsen-Emil_450.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4203\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Lebsen-Emil_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Lebsen-Emil_450-300x208.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Oskar und Friedhelm Sch\u00e4fer sowie ihr Cousin Emil Riehm (alle Lebsen und Cousins von Herbert Neis), Fotoarchiv: Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image size-full wp-image-4204\">\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"710\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Mutter-Mari_450.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4204\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Mutter-Mari_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/Oskar_Friedhelm_Mutter-Mari_450-190x300.jpg 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Friedhelm und Oskar Sch\u00e4fer mit iher Mutter Mari vor Lebsen, Fotoarchiv: Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herbert Neis (* 7. Januar&nbsp;1930) wird durch einen Metallsplitter t\u00f6dlich verletzt Wir (Werner Schmidt und ich) besuchten Oskar Sch\u00e4fer (Lebsen) am 27. Dezember 2011, um mehr \u00fcber die Geschichte seines Cousins Herbert Neis (Lebsen) zu erfahren. In den Lebacher Familienb\u00fcchern &hellip; <a href=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2679\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2677,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-2679","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2679","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2679"}],"version-history":[{"count":29,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2679\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9154,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2679\/revisions\/9154"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2677"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2679"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}