{"id":2946,"date":"2011-05-25T21:28:12","date_gmt":"2011-05-25T20:28:12","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2946"},"modified":"2018-05-21T15:27:25","modified_gmt":"2018-05-21T14:27:25","slug":"johann-heinrich","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2946","title":{"rendered":"Johann Heinrich"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">________________________________________________________<\/span><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Johann Heinrich (* 26.12.1889\/ + 07.02.1915)<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">________________________________________________________<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Johann Heinrich (der Hausnamen ist: &#8222;Hirten&#8220; in der &#8222;Lach&#8220;) ist in den Lebacher Familienb\u00fcchern unter der Eintrags-Nr.: 1132 zu finden (* 26.12.1889 in Gresaubach\/ + 07.02.1915 im Argonnerwald) als Sohn von Jacob Heinrich (Bergmann, * 13.10.1862 in R\u00fcmmelbach\/ t\u00f6dlich verungl\u00fcckt am 23.04.1900 auf Camphausen) und Margaretha Rau (* 20.01.1865 in Gresaubach\/ + 16.02.1925).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Reservist Johann Heinrich, IR 65 K\u00f6ln, Fotoarchiv: Josef Heinrich\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKI\/Heinrich-Johann_Hirten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #000000;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" title=\"Heinrich-Johann_Hirten_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Heinrich-Johann_Hirten_450.jpg\" alt=\"Johann Heinrich, 1890 - 1915, Hirten, w\u00e4hrend seiner milit\u00e4rischen Ausbildung vor Ausbruch des 1. Weltkriegs beim IR 65 (dem 5. Rheinischen in K\u00f6ln), Fotoarchiv: Josef Heinrich (Hirten)\" width=\"450\" height=\"348\" \/><\/span><\/a><span style=\"color: #808080;\"><em>Johann Heinrich, 1890 &#8211; 1915, Hirten, w\u00e4hrend seiner milit\u00e4rischen Ausbildung vor Ausbruch des 1. Weltkriegs beim IR 65 (dem 5. Rheinischen in K\u00f6ln), Fotoarchiv: Josef Heinrich (Hirten)<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Reservist Johann Heinrich, IR 65 K\u00f6ln, Fotoarchiv: Josef Heinrich\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKI\/Heinrich-Johann_Hirten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #ff0000;\">Dieses Startbild zum Vergr\u00f6\u00dfern anklicken!<\/span><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Peter Adam notiert, er sei am 6. Februar 1915 im Argonnerwald bei einem Sturmangriff gefallen; er habe in der 1. Kompanie des 4. Bataillons im <\/span><a title=\"IR 67\" href=\"http:\/\/wiki-de.genealogy.net\/IR_67\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #000000;\">Infanterie-Regiment 67<\/span><\/a><span style=\"color: #000000;\"> (es nannte sich das Madgeburgische) gedient.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" aligncenter\" title=\"jo-hei\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/jo-hei.jpg\" alt=\"\" width=\"428\" height=\"851\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Johann Heinrich w\u00e4hrend seines Wehrdienstes vor dem Krieg in K\u00f6ln, Fotoarchiv: Johanna Sch\u00e4fer (Homes)<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a title=\"Consevoye in Meuse\" href=\"http:\/\/www.volksbund.de\/kgs\/stadt.asp?stadt=650\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><span style=\"color: #0000ff;\">Der Volksbund dokumentiert seine Grablage auf dem deutschen Sammelfriedhof in Consenvoye<\/span><\/strong><\/a><span style=\"color: #000000;\"> (D\u00e9partement Meuse): <\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"Endgrablage von Johann Heinrich in Consevoye\" href=\"http:\/\/www.volksbund.de\/index.php?id=1775&amp;tx_igverlustsuche_pi2[gid]=aac1524af25ff6e7663d917c8f2cf138\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Block 3\/ Grab 1475<\/span><\/a><\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Argonner-Wald_Grab-von-Johann-Heinrich_450\" src=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2009\/10\/Argonner-Wald_Grab-von-Johann-Heinrich_450.jpg\" alt=\"Georg Warken (B\u00f6hmer Schorsch) mit Lebacher und Saubacher Angeh\u00f6rigen am Grab von Johann Heinrich, Fotoarchiv: Josef Heinrich\" width=\"450\" height=\"300\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #808080;\"><em>Georg Warken in den 1920er Jahren mit Lebacher und Saubacher Angeh\u00f6rigen am Grab von Johann Heinrich, Fotoarchiv: Josef Heinrich<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Verlustliste seines Regimentes konnte ich leider nicht finden.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Ortschronik (S. 175) ist sein Brief vom 5. November 1914 an seinen alten Lehrer, Peter Adam, festgehalten:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"color: #000000;\"><em>Gefallen ist auf dem Feld der Ehre der Reservist Johann Heinrich von hier. Der Verstorbene, der schon in den K\u00e4mpfen kurz nach Ausbruch des Krieges verwundet wurde, war nach seiner Genesung zum 2. Mal unter die Fahne getreten. Er fiel bei einem Sturmangriff in den Argonnen in der Nacht vom 5. auf den 6. Februar. Am 5. Febr. schrieb er mir einen interessanten Feldbrief, der der Chronik beigef\u00fcgt ist.<\/em><\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong><em>Auszug aus seinen sonstigen Feldbriefen:<\/em><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Argonnen, 5.11.14<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Ich habe mich schon so ziemlich wieder in das Kriegsleben eingelebt. Ich habe bis jetzt schon ziemlich viele Kameraden von zu Hause getroffen. Im letzten Dorf vor dem Wald habe ich den Hanau von Lebach getroffen. Er ist Schl\u00e4chter bei der Feldk\u00fcche. Altmeyer von Lebach ist noch bei der 6. Komp. Mit dem Lacher (Schmidt Joh.) konnte ich noch nicht sprechen, denn er ist bei der 11. Komp. Diese ist jetzt in Ruhe. Die Komp. werden abwechselnd abgel\u00f6st aus den Sch\u00fctzengr\u00e4ben. Die Komp. selber l\u00f6sen sich wieder zugweise im vorderen Sch\u00fctzengraben ab, sodass jeder Zug alle 3 Tage in den vorderen Sch\u00fctzengr\u00e4ben kommt. In der Zwischenzeit m\u00fcssen wir schwer schanzen und B\u00e4ume f\u00e4llen, was wiederum eine gef\u00e4hrliche Arbeit ist. Doch mit Gottes Hilfe werden wir auch wieder aus diesem Wald heraus kommen. Das Essen ist ziemlich gut, und wenn es so weiter geht, verhungern wir nicht.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Ich hatte mich so ziemlich mit allem versorgt. Aber da kommen so viele Kameraden, die auch mal etwas Wurst essen wollen. Da teilt man mit, bis nichts mehr da ist. Jetzt essen wir mitsammen trockenes Brot. Doch wir sind zufrieden, wenn wir das noch immer haben.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Forts. 6.11.14:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Hier musste ich gestern mit Schreiben aufh\u00f6ren, denn ein franz. Angriff rief uns an die Gewehre. \u2026<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Argonnen, 28.11.14<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>\u2026 Bis Montag werden es 14 Tage, dass wir in Reserve liegen, doch haben wir in dieser Zeit schwer arbeiten m\u00fcssen in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben. Dabei waren wir keinen Augenblick vor der frz. Artillerie sicher. Sie hat den ganzen Wald unter Feuer genommen. Es ist schon sehr kalt hier, handhoch gefroren. Der Schnee liegt 3 \u2013 4 Finger hoch, ist aber schon am Schmelzen, sodass furchtbarer Dreck entsteht. Das Essen ist durchschnittlich gut, blo\u00df etwas wenig.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Am 2.12. geht\u2019s wieder in die vordere Linie. Da ist die Gefahr wieder etwas gr\u00f6\u00dfer. Da steht man wieder st\u00e4ndig im Anschlag. Jetzt geht\u2019s schon so langsam auf Weihnachten zu. Beim Abschied dachte wohl ein jeder, Weihnachten wirst Du wohl zu Hause sein. Aber es wird uns wohl nicht verg\u00f6nnt sein, das Weihnachtsfest im trauten Heim zu feiern, sondern, weit von der Heimat entfernt, im Feindesland, im Argonnenwald f\u00fcrlieb zu nehmen. Vor einigen Tagen war der Divisionspfarrer bei uns in den Sch\u00fctzengr\u00e4ben. Er hatte f\u00fcr jeden ein tr\u00f6stendes Wort. Fast alle haben gebeichtet. Gestern Mittag habe ich aus Moos einen Kranz gewunden, um damit das Grab meines Freundes Johann (Schmidt) zu schm\u00fccken. Schon manche Stunde verbrachte ich an seinem Grab. \u2026<\/strong> <\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ernst Schmitt nimmt im Lebacher Gefallenenbuch auch Bezug auf Johann Heinrich:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em>Am 1. August 1914 befand sich Johann Heinrich, geboren 1890 in Niedersaubach, im Truppentransport nach Metz. Es muss angenommen werden, dass Heinrich seine aktive Milit\u00e4rzeit vor Kriegsbeginn beendet hatte, denn am 18.08.1914 ging es bereits in Richtung Front. Er sprach von Aufregung bei der ersten Feuerber\u00fchrung, die Gegner waren die \u201eRothosen\u201c, gemeint die Franzosen, Tote und Verluste auf beiden Seiten, Gel\u00e4ndegewinne, Gel\u00e4ndeverluste. Vor allem die franz\u00f6sische Artillerie machte ihnen zu schaffen. Zum Monatsende wurde Heinrich verwundet, im Krankenhaus Dillingen behandelt, war im Genesungsurlaub in Niedersaubach vom 05.10. bis 01.11.1914, garnisonsdienstf\u00e4hig in M\u00fcnster, von wo es in den Argonnerwald in den Stellungskrieg ging. Viele Kameraden fehlten inzwischen bei der Kompanie. Das Kampfgeschehen im Sch\u00fctzengraben setzte sich fort. \u201eAm 09.11. traf ich Johann Schmitt als Gefreiten mit EK II\u201c, so berichtet er. \u201eAm n\u00e4chsten Tag war Schmitt bereits gefallen.\u201c Artilleriebeschuss, Sto\u00dftruppt\u00e4tigkeiten, Wachen, Ruhestellungen waren die Tagesabl\u00e4ufe, w\u00e4hrend der Winter sich breit machte. Bis zum 09.09.1914 war ein Gro\u00dfteil des Argonnerwaldes in deutscher Hand. Im Winter 1914\/ 1915 eroberten die Franzosen einen beachtlichen Teil zur\u00fcck. Am 07.02.1915 war auch Johann Heinrich seinen toten Kameraden gefolgt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Johann Heinrich f\u00fchrte w\u00e4hrend des Krieges ein Tagebuch, dass sein Neffe Theo Heinrich (Eidenborn) sp\u00e4ter abgetippt hatte.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a title=\"Tagebuch von Johann Heinrich\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/Dokumente\/WKI\/heinrich-johann-tagebuch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"color: #0000ff;\">Hier steht es zum Herunterladen bereit (einfach anklicken).<\/span><\/a><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>________________________________________________________ Johann Heinrich (* 26.12.1889\/ + 07.02.1915) ________________________________________________________ Johann Heinrich (der Hausnamen ist: &#8222;Hirten&#8220; in der &#8222;Lach&#8220;) ist in den Lebacher Familienb\u00fcchern unter der Eintrags-Nr.: 1132 zu finden (* 26.12.1889 in Gresaubach\/ + 07.02.1915 im Argonnerwald) als Sohn von Jacob &hellip; <a href=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=2946\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":2549,"menu_order":8,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-2946","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2946","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2946"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2946\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7622,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2946\/revisions\/7622"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2549"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2946"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}