{"id":1381,"date":"2010-01-05T12:36:03","date_gmt":"2010-01-05T11:36:03","guid":{"rendered":"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=1381"},"modified":"2020-08-11T08:43:05","modified_gmt":"2020-08-11T07:43:05","slug":"hofland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=1381","title":{"rendered":"Hofland"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: left;\"><a title=\"Verkehrsverein Lebach\" href=\"http:\/\/www.verkehrsverein-lebach.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Verkehrsverein Lebach <\/a>veranstaltet Fotowettbewerb<\/h2>\n<h2>Thomas Daub\u00a0gewinnt den 1. Preis<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Der Verkehrsverein Lebach hatte k\u00fcrzlich einen Fotowettbewerb zu &#8222;Lebacher Ansichten&#8220; ausgelobt. Gewonnen hat dabei den 1. Preis Thomas Daub mit einem Bild vom <\/span><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><a title=\"Wegkreuz &quot;Auf dem Hof&quot;\" href=\"http:\/\/maps.google.com\/maps\/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=114672954246510700447.00047804896b36c9e2db7&amp;z=17\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hofland-Kreuz<\/a><\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\"> (oberhalb des Sch\u00fctzenberges Richtung Niedersaubacher Friedhof). Das Hofland geh\u00f6rt zum alten Niedersaubacher Bann an der Dorfgrenze zu Lebach.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_1716\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a class=\"wpGallery\" title=\"Hofland-Kreuz, Foto: Thomas Daub 2009\" href=\"http:\/\/hv-lebach.de\/Bilder\/Hofland-Kreuz_Thomas-Daub_Sommer-2009.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1716\" class=\"wp-image-1716 size-full\" title=\"Hofland-Kreuz_Thomas-Daub_2009_450\" src=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Hofland-Kreuz_Thomas-Daub_2009_450.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Hofland-Kreuz_Thomas-Daub_2009_450.jpg 450w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/Hofland-Kreuz_Thomas-Daub_2009_450-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1716\" class=\"wp-caption-text\">Hofland-Kreuz, Foto: Thomas Daub 2009<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Man sollte noch wissen, dass das Hofland im Hochmittelalter (sicherlich &#8222;d\u00fcnn&#8220;) \u00a0besiedelt war. Niedersaubach\u00a0entstand wohl\u00a0erst nach den Schrecken des 30-j\u00e4hrigen Krieges dort, wo es jetzt noch steht; so wird es jedenfalls in der <\/span><a title=\"Niedersaubacher Ortschronik\" href=\"http:\/\/unser-niedersaubach.de\/?page_id=16\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><span style=\"color: #000000;\">Niedersaubacher Ortschronik <\/span><\/a><span style=\"color: #000000;\">behauptet.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Gemarkung trug im Hochmittelalter auch die Bezeichnungen Merscheid\u00a0oder Malvenscheid. Die Existenz der Siedlung ist urkundlich laut Dieter Staerk unter der Eintragsnummer 248 in dessen Untersuchungen \u00fcber die mittelalterlichen und fr\u00fchneuzeitlichen &#8222;Ortsw\u00fcstungen&#8220; belegt.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Wer sich ausf\u00fchrlich\u00a0\u00fcber die Niedersaubacher &#8222;W\u00fcstungen&#8220; (aufgegebene kleine\u00a0Geh\u00f6fte, so genannte &#8222;W\u00fcstfallen&#8220;) \u00a0informieren m\u00f6chte, findet die Quellen hierzu in: Dieter Staerk, Die W\u00fcstungen des Saarlandes, Saarbr\u00fccken 1976, in: Ver\u00f6ffentlichungen der Kommission f\u00fcr saarl\u00e4ndische Landesgeschichte und Volksforschung, Band VII.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Klaus Feld (Landsweiler) hat sich eingehender mit den W\u00fcstungen unserer Gegend besch\u00e4ftigt. Er bezweifelt, dass die Aufgabe z.B. der Hofland-Siedlung durch die Verheerungen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges zu erkl\u00e4ren sind. Er vermutet dagegen, dass die tiefgreifenden klimatischen Ver\u00e4nderungen im Ausgang des Hochmittelalters bereits die Ursachen hierf\u00fcr beinhalten. Weil es empfindlich k\u00e4lter wurde und der Wasserzugang auf h\u00f6her gelegenen Siedlungspl\u00e4tzen versiegte, waren die Vorfahren gezwungen, dem Wasser (hier: unserem Saubach) in die\u00a0Tallagen zu folgen. Erinnern muss man in diesem Zusammenhang an die Gemarkung &#8222;Wingert&#8220; (n\u00f6rdlich neben &#8222;Rauen&#8220; W\u00e4ldchen gelegen), die darauf hindeutet, dass es im Hochmittelalter bei uns noch so warm war, dass Weinbau m\u00f6glich war (&#8222;Wingert&#8220; bedeutet althochdeutsch so viel wie &#8222;Weingarten&#8220;).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ich m\u00f6chte Klaus Feld zitieren:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;Das Hofgut zwischen Lebach und Niedersaubach wird 1605 erstmals erw\u00e4hnt. Am 31. August 1605 \u00fcbertrug Philipp Daniel von Hagen seinem Untertanen Johann Lebach und dessen Erben ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck Land, zwischen Lebach und Saubach gelegen, das man das Hofgut nannte und das etwa 47 Morgen am St\u00fcck umfasste. Auf dieses Hofgut hatte Johann Lebach, der zugleich Hochgerichtsmeier in Lebach war, seinem Grundherrn zuvor ein Hypothekendarlehen \u00fcber 275 Gulden gew\u00e4hrt. In dem Vertrag wurde jetzt festgeschrieben, dass von diesen L\u00e4ndereien keine Abgaben an den Grundherrn zu leisten seien. Statt dessen diente der Ertrag der Grundst\u00fccke als Verzinsung des Darlehens.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> 130 Jahre sp\u00e4ter, im Jahre 1734, notiert der hagenische Amtmann Johannes Schaupp, dass das Hofgut durch Peter Puhl vom Hahn zu einem Drittel und Johannes Knobe aus Lebach zu zwei Dritteln besessen wird.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Danach handelte es sich bei dem Hofgut um ein hagenisches Gut. Noch heute erinnern die Stra\u00dfennamen &#8218;Am Hof&#8216; und &#8218;Hoflandring&#8216; an dieses alte Hofgut in der N\u00e4he des Saubacher Weges.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #000000;\"> Nach dem Flurkataster ist auch Merscheid hier zu suchen. Laut Staerk wurden die Abgaben f\u00fcr Merscheid an die Kellerei St. Wendel gezahlt. Es muss also an dieser Stelle zwei Siedlungspl\u00e4tze, vergleichbar den heutigen landwirtschaftlichen Aussiedlerh\u00f6fen, gegeben haben. Die H\u00f6fe wurden im 14. Jahrhundert aufgelassen, weil durch den damaligen Klimawandel, es wurde deutlich k\u00e4lter, die Brunnen f\u00fcr die notwendige Trinkwasserversorgung versiegten (Quelle: Landesarchiv Saarbr\u00fccken, Bestand Schloss M\u00fcnchweiler, Akten Nr. 320 und 321).&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Auf meine Frage hin, ob denn nun &#8222;Hofland&#8220; und &#8222;Merscheid&#8220; Bezeichnungen f\u00fcr denselben Siedlungskomplex sind, antwortet Klaus Feld (Landsweiler):<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">&#8222;Ich kenne mich in den Flurkarten nicht aus. Offensichtlich liegen aber Merscheid und Hofland beieinander. So liest es sich zumindest bei Staerk. Er hat aus dieser Gemengelage, insbesondere aus den zahlreichen Erg\u00e4nzungen &#8218;Hof&#8216; in den Flurnamen, auf eine W\u00fcstung geschlossen und dieser den Namen &#8218;Merscheid&#8216; gegeben.\u00a0Ich halte diesen Namen nicht unbedingt f\u00fcr gesichert, zumal er in den hagenischen Akten nicht vorkommt. Dort ist beim Hofland von 47 Morgen die Rede.\u00a0 Das ergibt ein kleines Bauerngut.\u00a0Nach Staerk betrug der kurtrierische Anteil 8 Morgen. Weder diese Grundst\u00fccksfl\u00e4che noch die Abgabe von 4 Masth\u00e4hnen deuten auf ein eigenst\u00e4ndiges kurtrierischen Gut hin. Staerk zitiert aus dem G\u00fcltbuch der kurtrierischen Kellerei St. Wendel von 1606. Es hat danach den Anschein, dass es sich bei Merscheid um eine einzelne gr\u00f6\u00dfere Wiese handelt, f\u00fcr deren Nutzung der Best\u00e4nder die 4 Kappen als Grundsteuer zahlen muss. F\u00fcr diese Praxis gibt es auch in den hagenischen Unterlagen Beispiele. Offensichtlich sind also das Hofgut am Hofland und die von Staerk genannte W\u00fcstung Merscheid identisch, wenn sie auch m\u00f6glicherweise nie so hie\u00df.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Lothar Schmidt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">P.S.:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Thomas Daub m\u00f6chte ich f\u00fcr die Erlaubnis der Ver\u00f6ffentlichung seines Bildes vom Hofland-Kreuz danken. Die Verwertung obliegt nat\u00fcrlich seinem Urheberrecht.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verkehrsverein Lebach veranstaltet Fotowettbewerb Thomas Daub\u00a0gewinnt den 1. Preis Der Verkehrsverein Lebach hatte k\u00fcrzlich einen Fotowettbewerb zu &#8222;Lebacher Ansichten&#8220; ausgelobt. Gewonnen hat dabei den 1. 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