{"id":8632,"date":"2021-04-03T17:56:43","date_gmt":"2021-04-03T16:56:43","guid":{"rendered":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=8632"},"modified":"2021-04-04T08:23:09","modified_gmt":"2021-04-04T07:23:09","slug":"frohe-ostern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=8632","title":{"rendered":"Frohe Ostern"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hoflandkreuz erstrahlt zu Ostern in neuem Glanz<\/h2>\n\n\n\n<p>Zur Wiederrichtung dieses alten Bann-Kreuzes zwischen Niedersaubach und Lebach haben wir eine Infotafel erstellt, die einmal erkl\u00e4rt, was es mit dem Hoflandkreuz auf sich hat, und zum anderen, welche interessante Siedlungsgeschichte das Hofland aufweist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-scaled.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-8634\" srcset=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-300x225.jpg 300w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-768x576.jpg 768w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/unser-niedersaubach.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Hoflandkreuz-neu_01-04-2021-400x300.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hier die Texte der Infotafel:<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Hoflandkreuz<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">1905 errichtete eine Niedersaubacher Bauernfamilie (Hausname: Neupedersch, Familienname damals: Sch\u00e4fer) ein Wegekreuz genau auf der Banngrenze zu Lebach. Warum Peter Sch\u00e4fer es damals aufgestellt hatte, ist nicht bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Oft waren besondere famili\u00e4re Anl\u00e4sse der Grund, ein Wegekreuz zu stiften. Der Dank, von einer schweren Krankheit geheilt worden zu sein, oder die Hoffnung, in den Krieg ziehende S\u00f6hne gesund wiederzusehen, waren nicht selten solche Anl\u00e4sse. Oder die Freude \u00fcber die Geburt eines gesunden Kindes. Um die Volksgesundheit stand es damals schlecht, weil die modernen Gesundheitsstandards bei einem rasanten Anstieg der Bev\u00f6lkerungszahl noch nicht bestanden: zentrale Trinkwasserversorgung, hygienische Abwasserentsorgung, vorbeugende Impfungen und Behandlungen mit Antibiotika waren noch nicht vorhanden bzw. noch nicht bekannt. Die Hoffnung auf g\u00f6ttlichen Beistand war in der Not somit oft der einzige Ausweg, sich aus der Verzweiflung heraus Trost zu verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Walter Lesch, bekannter Kreuzrestaurator aus Thalexweiler, konnte die verwaschene Inschrift entziffern: \u201e1905 Jesus la\u00df dein Blut und deine Pein an uns nicht verloren sein.\u201c Dieser Refrain stammt aus den \u201eSieben Blutvergie\u00dfungen\u201c, die seit dem Mittelalter als Vorl\u00e4ufer des Rosenkranzes gebetet wurden und den Kreuzweg von Jesus Christus im Gebet begleiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">In den 1990er Jahren wurde das Hoflandkreuz bereits durch Vandalismus massiv verst\u00fcmmelt. Nur der Altar konnte von einem Anwohner namens Ewald Thewes gerettet werden. Er errichtete dar\u00fcber ein Provisorium, das nun erneut, im Fr\u00fchjahr 2018, durch Mutwillen schwer besch\u00e4digt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Die Nachbarschaft hatte sich daraufhin vorgenommen, das Hoflandkreuz im Einverst\u00e4ndnis mit dem Eigent\u00fcmer, Josef Thewes aus Neupedersch, von Grund auf zu sanieren. Edwin Reis, erfahrener Bildhauer und Steinmetz aus \u00dcberroth, barg es im November 2020, als die Corona-Pandemie unser Land wieder fest in den W\u00fcrgegriff genommen hatte. Leider stellte sich in seiner Werkstatt heraus, dass der Sandstein, aus dem es bestand, nicht nur \u00e4u\u00dferlich schwer in Mitleidenschaft gezogen war, sondern sich im Kern irreparabel zersetzt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Es haben sich nun Sponsoren gefunden, welche die Wiedererrichtung eines Hofland-Kreuzes erm\u00f6glicht haben: Die Lebacher Lionshilfe, der Historische Verein Lebach, der Rotary Club Lebach-Wadern, Reiner Hell (Media Design), die Familie Friedel Scherer, die Familie Ivica Maksimovic und Frau Gabriele Abstein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Das Kreuz und der Tr\u00e4ger der Infotafel sind entstanden auf Vermittlung unseres F\u00f6rsters Winfried Fandel durch die KEB Lebach; der Orgelbauer und Schreiner Dominik Ganz hat mit seiner KEB-Arbeitsgruppe dieses Eichenkreuz gestaltet und gesetzt. Die Anmut, die es ausstrahlt, ist einzigartig sch\u00f6n. Den Korpus hat er aus dem Nachlass des Landsweiler Pfarrers Peter Koster gestiftet bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Bernhard Huwer hat, damit unser sch\u00f6ner Aussichtspunkt auch sauber bleibt, einen Papierkorb gestiftet und gesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Gerhard Schorr (Historischer Verein Lebach) hat eine Flurkarte (Deutsche Grundkarte im Ma\u00dfstab 1 : 5.000) erstellt, welche dem Betrachter den Standpunkt des Hoflandkreuzes als Bannkreuz verdeutlicht. Die gr\u00fcne Linie zeigt die Banngrenze zwischen Niedersaubach und Lebach. Man sieht: Niedersaubach ist gr\u00f6\u00dfer, als man denkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Thomas Daub hat uns sein Foto des Hoflandkreuzes zur Verf\u00fcgung gestellt, mit dem er 2009 einen Fotowettbewerb gewonnen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Allen m\u00f6chte ich im Namen derer, die hier ausruhen, die Aussicht genie\u00dfen oder beten wollen, herzlich danken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">M\u00f6ge dieses Kreuz, errichtet mitten in der schweren Corona-Krise, die unser Land ersch\u00fcttert hat, ein Zeichen der Hoffnung sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Gl\u00fcck auf!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Im Fr\u00fchjahr 2021<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">F\u00fcr die Nachbarschaft am Sch\u00fctzenberg<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#c5e2ef\">Lothar Schmidt<\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Hofland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dbf3d9\">Das Hofland geh\u00f6rt zum alten Niedersaubacher Bann an der Dorfgrenze zu Lebach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dbf3d9\">Man sollte wissen, dass das Hofland im Hochmittelalter (Mitte des 12. bis Mitte des 13. Jahrhunderts) \u2013 sicherlich \u201ed\u00fcnn\u201c \u2013 &nbsp;besiedelt war. Die Gemarkung trug im Hochmittelalter auch die Bezeichnungen Merscheid&nbsp;oder Malvenscheid. Die Existenz der Siedlung ist urkundlich laut Dieter Staerk unter der Eintragsnummer 248 in dessen Untersuchungen \u00fcber die mittelalterlichen und fr\u00fchneuzeitlichen \u201eOrtsw\u00fcstungen\u201c belegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dbf3d9\">Wer sich ausf\u00fchrlich&nbsp;\u00fcber die Niedersaubacher \u201eW\u00fcstungen\u201c (aufgegebene kleine&nbsp;Geh\u00f6fte, so genannte \u201eW\u00fcstfallen\u201c) &nbsp;informieren m\u00f6chte, findet die Quellen hierzu in: Dieter Staerk, Die W\u00fcstungen des Saarlandes, Saarbr\u00fccken 1976, in: Ver\u00f6ffentlichungen der Kommission f\u00fcr saarl\u00e4ndische Landesgeschichte und Volksforschung, Band VII.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dbf3d9\">Klaus Feld, Vorsitzender des Historischen Vereins Lebach, hat sich eingehender mit den W\u00fcstungen unserer Gegend besch\u00e4ftigt. Er bezweifelt, dass die Aufgabe z.B. der Hofland-Siedlung durch die Verheerungen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges zu erkl\u00e4ren sind. Er vermutet dagegen, dass die tiefgreifenden klimatischen Ver\u00e4nderungen im Ausgang des Hochmittelalters ab Mitte des 15. Jahrhunderts bereits die Ursachen hierf\u00fcr beinhalten. Weil es empfindlich k\u00e4lter wurde und die Wasserquellen auf h\u00f6her gelegenen Siedlungspl\u00e4tzen versiegten, waren unsere Vorfahren gezwungen, dem Wasser (hier: unserem Saubach) in die&nbsp;Tallage zu folgen; im Tal war es im Winter auch nicht ganz so kalt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background\" style=\"background-color:#dbf3d9\">Erinnern muss man in diesem Zusammenhang an die Gemarkung \u201eWingert\u201c (n\u00f6rdlich neben \u201eRauen\u201c W\u00e4ldchen Richtung Aschbach gelegen), die darauf hindeutet, dass es im Hochmittelalter bei uns noch so warm war, dass Weinbau m\u00f6glich war (\u201eWingert\u201c bedeutet althochdeutsch so viel wie \u201eWeingarten\u201c).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hoflandkreuz erstrahlt zu Ostern in neuem Glanz Zur Wiederrichtung dieses alten Bann-Kreuzes zwischen Niedersaubach und Lebach haben wir eine Infotafel erstellt, die einmal erkl\u00e4rt, was es mit dem Hoflandkreuz auf sich hat, und zum anderen, welche interessante Siedlungsgeschichte das Hofland &hellip; <a href=\"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/?p=8632\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":8637,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"gallery","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[72],"tags":[],"class_list":["post-8632","post","type-post","status-publish","format-gallery","has-post-thumbnail","hentry","category-dorfgemeinschaft","post_format-post-format-gallery"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8632","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8632"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8632\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8645,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8632\/revisions\/8645"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/8637"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8632"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8632"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unser-niedersaubach.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8632"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}