Dr. Alfons Martz

Dr. Alfons Martz war von 1946 bis 1950 als Seelsorger in Niedersaubach tätig. Er feierte regelmäßig Gottesdienst (in seiner Zeit fanden erstmals regelmäßig sonntags und werktags Gottesdienste in unserer Kapelle statt), er machte Hausbesuche bei den Kranken, und mancher Saubacher Bürger lernte ihn als väterlichen Berater oder Freund schätzen. Besonders geschätzt wurde seine leutselige Art, mit der er leicht mit jedermann ins Gespräch kam.

Ein besonderes Ereignis in der Saubacher Zeit des Dr. Martz, an dem das ganze Dorf Anteil nahm, war die Primiz des Neupriesters Leonard Drozd am 14. Juli 1947. Leonard Drozd stammte aus der Diözese Olmütz, der auch Dr. Martz angehörte. Da Leonard Drozd als Flüchtling seine Primiz nicht in seiner Heimat feiern konnte, richtete Dr. Martz ihm seine Primizfeier in Niedersaubach aus.

Primiz 1947, Foto: Jakob Britz

Primiz 1947, Foto: Jakob Britz

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Dr. Alfons Martz war als Lehrer am Gymnasium in Lebach tätig. Er wohnte in Niedersaubach zur Miete bei Familie Schmidt (Beitzer Pitt) zum Wiesengrund. In Lebach in der Jabacher Straße baute er sich ein kleines Haus (Haus „Cor-Ma-Jo“), das er 1950 bezog.

Die Stationen seines Lebensweges

Geboren wurde Alfons Martz am 22.03.1890 in Gerstheim/ Elsass (Diözese Straßburg). 1903 trat er als Schüler in das Missionshaus St. Wendel (SVD – Steyler) ein. 1911 begann er in St. Gabriel, Wien, das Ordensnoviziat. 1914 legte er in St. Gabriel die Ordensgelübde ab; im gleichen Jahr (03.09.1914) empfing er dort die Priesterweihe. Es folgten weitere Studienjahre und die Kriegszeit (1. Weltkrieg).

Von 1918 bis 1925 wirkte er im Missionshaus St. Wendel. Es folgten Einsätze in 4 weiteren Ordenshäusern der SVD:

1926 – 1927 in St. Albert, Mehlsack, Ostpreußen,
1928 – 1929 in Heiligkreuz, Neiße, Schlesien
1930 – 1932 im Collegium ad B. Herm. Josephum, Münster i. W.,
1933 – 1937 in Heiligkreuz, Neiße, Schlesien.

1938 verließ Dr. Martz die SVD und fand Anstellung als Pfarrer in der Diözese Olmütz. Zum Ende des 2. Weltkrieges flüchtete er Richtung Westen. Seine Flucht führte ihn in die Nähe seiner Heimat und endete in Niedersaubach.

Da ihm eine feste Anstellung (Verbeamtung) im saarländischen Schuldienst verwehrt blieb, wechselte er an das Gymnasium (Internat) in Niedersassbach im Schwarzwald. Von dort ging er nach Vorderburg im Allgäu, wo er bis zu seinem Tod am 04.05.1970 als Pfarrer tätig war.

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Josef Heinrich

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