Unser Verein

Von den Anfängen

Das Internetportal „unser-niedersaubach.de“ ist aus einer heimatgeschichtlichen Initiative im Jahre 2008 geboren, die sich durch die Worte des österreichischen Schriftstellers Stefan Zweig (1881 – 1942) erklärt:

„Wer seine Wurzeln nicht kennt, kennt keinen Halt!“

Die Initiatoren Lothar Schmidt, Josef Heinrich, Paul Mattick und Werner Schmidt waren sich einig, der weitgehend geschichts- und gesichtslosen Zeit unseres Dorfes ein Ende zu setzen. Einerseits fasste man das Ziel ins Auge, die Geschichte unserer Dörfer Niedersaubach und Rümmelbach soweit wie noch möglich für die Nachfahren anhand von Dokumenten, Bildern und mündlichen Überlieferungen aufzuspüren und zu sichern. Andererseits sollten die Versäumnisse der Vergangenheit vermieden und alle relevanten Ereignisse der Gegenwart für die Zukunft auf einem Internetportal dokumentiert werden.

Die Aufgaben hatte man folgendermaßen verteilt:

Lothar Schmidt:
Webmaster und Designer des Portals, Sammlung und Aufbereitung der Opferschicksale beider Weltkriege, …

Josef Heinrich:
Autor historischer Texte, …

Werner Schmidt:
Autor der Geschichte historischer Vereine, aktueller Ereignisse, ..

Paul Mattick:
Sammlung historischer Fotos (Feste, Familien, Dorf,), …

Nach umfangreichen Nachforschungen waren die Rechercheure höchst erstaunt, was sich aus dem Nebel der Vergangenheit noch so alles ins Licht heben ließ, wie sich aus den vielfältigen Beiträgen jeglicher Art in ihrem Portal nachlesen, bzw. betrachten lässt.

Seniorennachmittag in Homes im April 1964

Seniorennachmittag in Homes im April 1964, Foto: Jakob Britz

Entwicklung

Im Jahre 2009 zeichnete sich bereits ein Kaleidoskop unterschiedlichster Aktivitäten in Niedersaubach/Rümmelbach ab, die allesamt ihren bunten Niederschlag in dem neuen Medium fanden.

Einweihung des Dorfbrunnens in Rümmelbach 1895, Foto: Schaidt (hatte erste Kamera in Lebach), Archiv: Egon Gross

Einweihung des Dorfbrunnens in Rümmelbach 1895, Foto: Lebacher Hotelier Schaiedt (er hatte die erste Kamera in Lebach), Archiv: Egon Gross

In diesem Jahr gründete man auch unter der Leitung des Ortsvorstehers Werner Schmidt und der Vertreterin der Kirchengemeinde Elli Warken einen Festausschuss, dem die Organisation und die Durchführung des Kapellenjubiläums im Jahre 2010 oblag. Dieser Festausschuss firmierte unter dem Begriff „IG Niedersaubach“. Der Ortsrat beauftragte den Ortsvorsteher, für alle kommenden Veranstaltungen im Einvernehmen mit den jeweils zu bildenden Planungsgremien als IG-Sprecher zu fungieren. Des Weiteren wurde vom Ortsrat die Gründung eines „Heimatvereines“ ins Auge gefasst für den Fall, dass das Kulturprogramm von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen werde.

Und wie es angenommen wurde:

Absoluter Höhepunkt waren 2012 die Feiern anlässlich des 800-jährigen Jubiläums. Immer wieder tagten Festausschüsse, von Fall zu Fall unterstützten hochkompetente Berater und Künstler unsere Anliegen, unentwegt waren Heerscharen von Helfern bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen im Einsatz. Lohn für unser Engagement war ein stetig anschwellender Besucherstrom aus den umliegenden Ortschaften. Besucher, die nicht müde wurden, die Einzigartigkeit unseres kleinen Dorfes zu loben.“ (Aus einem Bürgerbrief des Ortsvorstehers)

Nachdem eine Vereinssatzung für den gemeinnützigen Verein „Unser Niedersaubach“ vom Finanzamt genehmigt war, konnte man zu einer abschließenden Versammlung einladen:

Unser Niedersaubach

Einladung zur Mitgliederversammlung

am Montag, dem 15. Juli, 19.00 Uhr im Antoniusheim

Wir laden alle Mitglieder herzlich zur abschließenden Versammlung der Vereinsgründung ein. Durch Ihre Teilnahme bekunden Sie, dass die große Anteilnahme der Bevölkerung im Jubiläumsjahr weiter in die Zukunft getragen werden soll. Wir wollen ein starkes Signal für eine lebendige Dorfgemeinschaft setzen.

Tagesordnung

Begrüßung und Erläuterung des Vereinsgründungsprozesses (Einladung und Protokoll)

Namensgebung

Beratung und Beschluss der Vereinssatzung

Antrag auf Gemeinnützigkeit

Harmonisierung der Vorstandsämter im Sinne der neuen Satzung

Geschäftsordnung

Übertragung von Funktionen im Vorstand

Übertragung von Funktionen nach Bedarf

bei unterschiedlichen Veranstaltungen und von Fall zu Fall

Verschiedenes

Der Vorstand

Performance

Das Internetportal www.unser-niedersaubach.de ist inzwischen zur Hauspostille unseres Vereines avanciert. Dem Webmaster ist es gelungen, in einer auch außerhalb viel beachteten Gestaltung ein abwechslungsreiches und buntes Bild unseres Dorfes zu zeichnen. Dabei bedient er sich vielfältiger Zugangsmöglichkeiten wie „Feste Seiten“, „Fließende Berichte“, „Schlagwortverzeichnis“, „Suchfenster“, … Zum gelungenen Gesamteindruck trägt seit einiger Zeit unser Haus- und Hoffotograf Manne Mai bei: Zu fast jedem Bericht erstellt er umfangreiche und schöne Fotoserien.

Wer sind die jungen hübschen Mädels aus Saubach?

Wer sind die jungen hübschen Mädels aus Saubach? Archiv: Paul Mattick

Man kann folgendes feststellen: Während die Aufzeichnungen früherer Chronisten in Büchern niedergelegt und einem relativ kleinen Kreis von Interessenten zugänglich waren, können wir heute unserem Chronisten gewissermaßen über die Schulter schauen und zu jeder Zeit für jedermann zugängliche Informationen über unser Dorf abrufen.

Werner Schmidt

P.S.:

Anregungen sind stets erwünscht! Einfach hier über unser Kontaktformular (hier nennt es sich „Kommentar“, siehe ganz unten) Wünsche und Anregungen fürs Dorf oder Angebote zur Mitarbeit eintragen! Alle sind herzlich eingeladen mitzumachen! Unser Dorf lebt!

 

 

3 Gedanken zu „Unser Verein

  1. Lieber Herr Spriet!

    Ihre Rührung kann ich gut nachvollziehen.

    Mir ging es selber so (ich bin 52 Jahre alt), als ich mich eingehender mit dem Schicksal dieser blutjungen Buben aus unserem Dorf beschäftigt hatte. Ich war dabei sehr dankbar, mit meiner Familie (ich habe 2 Buben im Alter von 17 und 20 Jahren) den europäischen Frieden genießen zu dürfen.

    Wahnsinn!

    Wir hoffen auch, dass der wunderbare Prozess der europäischen Einigung so was wenigstens in Europa nicht mehr zulässt (wobei uns der Balkan ja schon eines Besseren bzw. Schlechteren belehrt hat).

    Herzliche Grüße
    Lothar Schmidt

     

     

    —– Original Message —–
    From: Chris Spriet
    To: Lothar Schmidt
    Sent: Wednesday, September 22, 2010 1:38 PM
    Subject: Re: Johann Grohs

     

     

    Lieber Herr Schmidt,

    Vielen dank für Ihre Antwort!

    Wenn ich auf Ihren Internet-site das Foto des Grabs des J. Grohs in Torhout anschaue, komme ich ganz zweifelsohne zu der Konlusion, dasz er beerdigt worden ist auf das Gelände unserer Schule, und zwa nicht im (ehemaligen) Torhouter Friedhof, wo andere
    Deutsche Soldaten im 1. Weltkrieg ihre letzte Ruhestelle fanden.

    Die richtige Stelle, wo er begraben wurde, ist hinten was uns bekannt ist als „das Vornegebäude“ der Schule. Im Foto sieht es wie eine Art Garten oder Park aus.
    Ich kann Ihnen sagen dasz ich jeden Tag vorbei diesen genauen Platz gehe, wann ich nach meinen Klassen in einem andere Gebäuden gehe.
    Während den 39 Jahren dasz ich (in meiner Schule) bis heute Lehrer gewesen bin, habe ich das niemals gewuszt.

    Weil wir, im Freundenverein des In Flanders Fields Museum, der Gedanken am Frieden und Pazifismus propagieren wollen, darf ich Ihnen sagen das dieses, für mich ganz neues, Faktum mich rührt.

    Herzliche Grüsze aus Flandern!

    Chris Spriet

  2. Lieber Herr Spriet,

    ich werde Ihr Angebot an eine Nichte von Johann Grohs, Edith Spaniol, weiter
    geben. Sie verwaltet sozusagen das Archiv der Familie Grohs. Ich bin sicher,
    dass es da noch einiges über Johann Grohs gibt, undzwar insbesondere auch deshalb, weil ein Bruder von Johann Grohs, Pastor Nikolaus Grohs (Losheim/ Saarland), sich intensiv um seine Familien- und Dorfgeschichte gekümmert hatte.

    Ich hatte auch schon eine Anfrage von Herrn Jan Verdonck aus Torhout, der
    die Dokumente unserer Homepage nutzen möchte, wogegen Edith Spaniol
    überhaupt nichts einzuwenden hat. Ich schicke Ihnen seine Anfrage mal
    nachrichtlich zu.

    Danke für Ihr lobenden Worte für unser Internet-Projekt! Das freut uns sehr.

    Herzliche Grüße
    Lothar Schmidt

    Und hier die Anfrage von Herrn Verdonck, die ich bereits positiv beantwortet habe bzw. auf die ich eingegangen bin:

    Geehrter Herr Schmidt,

    Als Mitglied vom Vorstand des Torhoutschen Vereins für lokale Geschichte schreibe ich Sie an über den im ersten Weltkrieg gefallenen Gefr.Johann Grohs.
    Vor einigen Jahren veröffentlichte ich in unserem Jahrbuch einen Beitrag über die deutsche Anwesenheit in Torhout wärend des ersten Weltkriegs. Darin handelte ich auch beigehend über das hiesige Kriegslazarett.
    Neuerdings kam mir Ihre Website zur Kenntnis und darin las ich Ihre Dokumente über die Gefallenen (1914-1918) von Niedersaubach, hauptsächlich Gefr. Johann Grohs (1897-1914), der im Kriegslazarett Torhout gestorben ist. Dazu habe ich nun ein paar Fragen:

    1. Würden Sie gestatten dasz wir Tatsachen (auf Niederländisch), teilweise auch Fotos bezüglich J.Grohs übernehmen in einem Artikel für unser Jahresbuch?
    Ich möchte den Fall Grohs auseinandersetzen als ein typisches Beispiel für die Dramatik von jungen Leuten im Krieg.

    2. Ein paar Namen sind mir nicht klar: Was bedeutet „Der Hausname ist ‚Neip(e?)ler‘ gegenüber den Burren“?
    Hausname= Familienname? und Grohs= auch Familienname?
    Wissen Sie dasz das Reserve-Infanterie-Regiment 213 in 1914 auch eine Zeit in Torhout verbracht hat? Am 23 Dez. 1914 kam es hier an. Könnte unser Mann schon dabei gewesen sein? Mir ist auch nicht deutlich welche die Bedeutung ist von ‚Zug‘ in diesem Verband: ist es Synonym für ‚Kompanie‘ oder ‚Kolonne‘? (Brunnen: M.Tiessen, Königlich Preussisches Reserve-Infanterie-Regiment Nr.213).
    Das Foto vom Grab von J.Grohs mit dem hölzernen Kreuz und dem Mann dabei ist ein Bild vom Torhoutschen Friedhof.

    Mit vorzüglicher Hochachtung und Dank im Voraus,

    Jan Verdonck

  3. Sehr geehrte Herren,
    Einige Tage her las ich auf Ihren Website die Information, die beziehung hat zum Tode des Johann Grohs, der damals Kriegsfreiwilliger war hier in unserer Provinz West-Flandern.
    Vielleicht wird es Ihnen interessieren, zu wissen das Gefr. Grohs gestorben ist in den Gebäuden der Schule, wo ich jetzt (und seit 39 Jahren) als Sprachenlehrer English und Niederländisch lehre.
    Damals, und wâhrend der Deutschen Besetzung im Grossen Krieg, wurden die Gebäude unserer Schule (und auch einer anderer Schule in der Gegend der meine) gebraucht als Kriegslazarett. In Torhout (damals geschrieben „Thourout“) verblieben auch das 213. RIR (Königl. Preussisch Regt.) und das 214. Regt. (vielleicht von Mecklenburg, wenn meine Information dazu korrekt ist).
    Falls Sie noch mehr zum Leben, zur militäre Karrière und zum Tod des Johann Grohs wissen oder haben möchten (veilleicht auch Photos, oder Anderes), dann wurde ich davon gerne weiter informiert.

    Herzlichen Gruss und gratuliere Ihnen für ein besonders schönes Internet-Projekt!

    (Herr) Chris Spriet
    Sint-Jozefsinstituut (Schule)
    Bruggestraat 23
    8820 Torhout

    Kervyndreef 11 (Privatadresse)
    8200 Brugge
    België

    Verzeihen Sie mir bitte, weil mein Deutsch leider wirklicht nicht ausreichend ist; ich entschuldige mich für den Fehler, die es in meiner Botschaft zu Ihnen gibt.

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