Leo Schmidt

Leo Peter Schmidt stammt aus Molersch. Er ist in den Lebacher Familienbüchern von Gerhard Storb nicht zu finden. Eine Erklärung dafür habe ich nicht.

Leo Schmidt ist geboren am 02.02.1922; laut Wehrmachtsauskunftsstelle ist er am 19.02.1943 7 km nordöstl von Ramzy (Russland) gefallen.

Leo Schmidt laut Schreiben der WASt vom 3. Mai 2010

Die Eltern von Leo Schmidt waren Jakob Schmidt (* 1886/ + 1960) und Philomena Kühn (* ?/ +?).

Jakob Britz (Schmitz) hat ein Bild von Leo Schmidt bewahrt, das nicht nur ihn, sondern auch sein Grab in Russland zeigt.

Leo Schmidt, Fotoarchiv: Jakob Britz (Schmitz)

Das Grenadierregiment (vorher: Infanterieregiment) 437 war laut Lexikon der Wehrmacht der 132. Infanteriedivision unterstellt. Die 132 ID operierte demnach im April 1941 als Teil der 2. deutschen Armee in Jugoslawien. Im Juni 1941 wurde die Division nach Südrussland verlegt; von Juli bis September 1941 wurde sie der 6. deutschen Armee unterstellt und kämpfte im Raum Kiew. Ab Oktober 1941 bewegte sie sich auf der Krim, als sie der 11. deutschen Armee unterstellt wurde und in den Raum Leningrad (St. Petersburg) verlegt wurde. Dort in Nordrussland verblieb sie, wobei die Unterstellung zur 18. und zur 16. Armee wechselte, bis zum November 1943.

Als Leo Schmidt im Februar 1943 in Nordrussland fiel, bröckelte bereits die Leningrader Blockade.

Leningrader Blockade, Mai 1942 - Januar 1943, Quelle: Wikipedia (gemeinfrei)

Allerdings gelang es der Roten Armee nicht, in der sogenannten Operation „Polarstern“ (10. Februar – 1. April 1943), die deutschen Verbände an der Nordfront abzuschneiden und weiter im Süden den Kessel von Demjansk endgültig zu schließen.

Kommen wir also zum dem Ort, an dem Leo Schmidt nach Angaben der Wehrmachtsauskunftsstelle gefallen ist. Ich sagte es schon öfters: Durch Transkriptionsprobleme vom Kyrillischen in die deutsche (lateinische) Schreibweise ist es oft schwer, den richtigen russischen Ortsnamen zu finden. Aber wir können ziemlich sicher sein (das passt auch haargenau zum Operationsgebiet der 132. ID am 19. Februar 1943), dass der nordrussische Ort Ramtsy südlich des Ladogasees gemeint ist.


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Auch der Soldatenfriedhof „Sologubowka“ bei Ramtsy ist bekannt. Bilder dieses deutschen Soldatenfriedhofs sind auf der Internetseite „Weltkriegsopfer“ zu sehen.

Der Volksbund hat die Grablage von Leo Schmidt in Ramtsy erfasst. Leider sei die Umbettung zum Sammelfriedhof „Sologubowka“ nicht mehr möglich gewesen. Im Gedenkbuch des Friedhofs sei er aber namentlich erfasst.

Stand: 02 2012

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