Familien

Niedersaubach gehörte bis zur Französischen Revolution zur Vierherrschaft Lebach (zusammen mit Eidenborn, Falscheid, Knorscheid, Landsweiler, Hahn, Jabach, Primsweiler und Rümmelbach).

Das Herrschaftsgebilde war komplex; die Herrschaft (wozu natürlich die Regelungen über Grundbesitz, Steuern und Abgaben sowie Gerichtswesen gehörten) war aufgeteilt unter dem Bischof von Trier (zu 2/7), dem Herzog von Lothringen (zu 2/7), den Rittern von Hagen (zu 2/7) und der Äbtissin von Fraulautern (zu 1/7). Die Lothringer verkauften ihre Herrschaftsanteile noch kurz vor Ausbruch der Französischen Revolution (die sich 1789 ereignete) an die Grafen von Pfalz-Zweibrücken, nämlich im Jahr 1787.

Hinsichtlich der überlieferten Informationen, insbesondere der schriftlichen, ist man deshalb, wenn man sich mit dem Dorf Niedersaubach beschäftigt, immer auf die Informationsquellen in den kommunalen und kirchlichen Verwaltungsarchiven des Lebacher Gemeinwesens verwiesen.

Der Familienforscher Gerhard Storb (1929 – 2003), der in Lebach bestens bekannt war als Lehrer zuletzt an der Michaelsschule, hat die weit verzweigten Verwandtschaftslinien der Vierherrschaft Lebach nach aufwändigen Recherchen in Kirchen- und Standesamtsbüchern aufgedröselt.

Gerhard Storb, Lebacher Familienbücher, Band I

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Gerhard Storb, Lebacher Familienbücher, Band II

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Nun können auch die Niedersaubacherinnen und Niedersaubacher ihre Familiengeschichte ziemlich genau nachzeichnen.

Man muss bei uns nur unterscheiden die Zeit nach Einführung der französischen Kommunalverfassung 1793 (also 4 Jahre nach Ausbruch der Französischen Revolution, als die französischen Revolutionstruppen die linken Rheinlande besetzt hatten) von der Zeit davor, als die Geburts-, Heirats- und Todesfälle nicht standesamtlich erfasst, sondern vom Lebacher Pastor in den sogenannten Kirchenbüchern niedergeschrieben wurden.

Somit haben wir in Niedersaubach 2 Quellenlagen, die Gerhard Storb aufgearbeitet hatte:

Bereits 1986 veröffentlichte Gerhard Storb über die Vereinigung für Heimatkunde im Landkreis Saarlouis die Ergebnisse, die er in den Kirchenbüchern der katholischen Pfarrei zur Heiligen Dreifaltigkeit und St. Marien fand (1703 – 1797). Dieses Buch kann über jenen Verein, bei dem die Urheberrechte liegen, käuflich erworben werden (5 Euro). Die entsprechende Bestelladresse lautet:

http://www.vfh-saarlouis.de

1994 konnte Gerhard Storb über die Volkshochschule Lebach für die Mairie (später, als 1815 die Preußen die Macht übernahmen: Bürgermeisterei) Lebach seine Forschungsergebnisse in zwei Bänden vorlegen: Die Einwohner der Bürgermeisterei Lebach 1798 bis 1920. Die Volkshochschule Lebach, bei der die Urheberrechte liegen, hat dem Historischen Verein Lebach erlaubt, dieses Werk auf seiner Homepage zu veröffentlichen; diese Werke können dort kostenlos für private Zwecke angeschaut und herunter geladen werden.

Die entsprechende Internetadresse lautet:

http://historischer-verein-lebach.de/?page_id=37

Man kann die Bücher aber auch beim Historischen Verein  Lebach für 30 Euro käuflich erwerben, es gibt (Stand: Mai 2011) noch einige wenige Exemplare.

2016 hat Reiner Jost die Lebacher Kirchenbücher transkribiert. Sie dokumentieren Geburten, Sterbefälle und Hochzeiten nach den großen Kriegen des 17. Jahrhunderts, als Wiederaufbau und Neubeginn stattfinden, in den Jahren 1703 – 1797:

Jost, Reiner, Die Lebacher Kirchenbücher 1703 – 1763 und 1764 – 1797, Transkript, Lebach 2016

lebach-kkb-i-1703-1763_page_1

lebach-kkb-ii-1764-1797-pdf_extract_page_1

Jeder Niedersaubacher kann nun anhand der eingetragenen Vorfälle (Geburt, Heirat oder Tod), soweit sie sich im „Verwaltungsgebiet“ Lebach ereignet hatten, die Linie seiner Vorfahren bis 1703 relativ problemlos zurück verfolgen.

Viel Spaß bei der Ahnenforschung!


Lothar Schmidt

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