Wilhelm Brill

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Wilhelm Brill (* 01.12.1892/ + 22.11.1914)

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Wilhelm Brill, ein Greinhofer (der Greinhof war ein Einsiedlerhof nördlich von Rümmelbach Richtung Gresaubach), wird von Peter Adam in der Ortschronik nicht erwähnt. Vermutlich ist er nicht in Niedersaubach, sondern in Gresaubach zur Schule gegangen.

Allerdings wird er auf den Erinnerungstafeln in der Antoniuskapelle aufgeführt. Darüber hatte ich mit Pastor Meiser, der die Tafeln in den 70er Jahren anbringen ließ, gesprochen. Er hatte die Namen von alten Marmortafeln, die in der Kapelle angebracht waren, einfach übernommen. Die Vorfahren werden sicherlich gewusst haben, warum Sie Wilhelm Brill zu den Niedersaubachern rechneten.

In den Lebacher Familienbüchern wird er unter Nr. 458 (* 01.12.1892/ + 22.11.1914 im Argonner Wald) genannt als Sohn von Johann Brill (Bergmann, * ? in Steinbach/ + 30.03.1906 auf Greinhof) und Elisabeth Quinten (* 02.07.1855 auf Greinhof/ + 28.06.1923).

Weitere Hinweise, weder beim Volksbund noch bei Ernst Schmitt, finden sich nicht.

Ohne Regimentsangabe ist es sehr schwierig, Wilhelm Brill in den Verlustlisten des 1. Weltkrieges zu finden.

Zum kriegsgeschichtlichen Hintergrund: Der deutsche Vormarsch auf Paris, ausgetragen in der 1. Marne-Schlacht zwischen dem 5. und 12. September 1914, kam überraschend zum Halten (die Franzosen sprechen vom „Wunder an der Marne“). In der Folge entwickelte sich ein Stellungskrieg, der westlich von Verdun bzw. westlich von Varennes auch im Argonnerwald ausgetragen wurde. Die deutschen Angriffsbemühungen (insbesondere durch die 5. Armee) richteten sich dabei auf die Einnahme von Verdun.

Der Argonnerwald wird in Nord-Süd-Richtung durch eine alte Römerstraße durchzogen. Strategisch bedeutsamer waren die Straßen, die den Argonnerwald in Ost-West-Richtung (zum Vormarsch auf Paris) kreuzten: Apremont – Binarville, Montblainville – Servon und Varennes – Le Four de Paris.

Wilhelm Brill ist im Argonnerwald umgekommen. Die französischen Militärbehörden haben nach dem 1. Weltkrieg in Servan-Melzicourt einen deutschen Sammelfriedhof eingerichtet. Dort ist Wilhelm Brill vielleicht zu finden.

 

Ein Gedanke zu „Wilhelm Brill

  1. Lt. Deutscher Verlustliste Ausgabe 304, S. 4039 v. 6.1.1915 ist Musk. Brill, 6.Kp/IR 135 im Argonnerwald gefallen. Das IIR 135 befand sich zum Zeitpunkt des Todes von Musk. Brill im Meurissongrund sdl. der Varennerstraße und war in Kampfhandlungen (franz. Artilleriefeuer) und Patrouillen gegen franz. Stellungen verwickelt. In der Regimentsgeschichte sind keine Hinweise auf Gefechte des II.Btl an diesem 22.11.1914 erwähnt.
    Möglicherweise wurde Wilhelm Brill zunächst im Jägertal und als Unbekannter auf dem Sammelfriedhof Servon bestattet. Beim Volksbund ist er nicht gelistet.

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