Michael Schmidt

________________________________________________________

Michael (Michel) Schmidt (* 13.08.1884/ + 11.05.1915)

________________________________________________________

Den Bergmann Michael (Michel) Schmidt findet man bei Gerhard Storb unter der Eintrags-Nr.: Nr.: 2668 (* 13.08.1884/ + ?); er verheiratete sich nach Aschbach am 06.02.1914 mit Philomena Kühn (* 07.11.1888 in Aschbach/ + 25.10.1950 in Niedersaubach). Laut Lebacher Familienbücher ist er am 21.01.1921 für tot erklärt worden.

Michel Schmidt ist vom Hausnamen her ein „Schmitz“ aus der „Lach“ (aus dem Haus des noch gut bekannten Bürgers von Niedersaubach, Jakob Britz, genannt: Schmitz Jakob). Er ist der Vater des noch gut bekannten Josef Schmidt, genannt „Malersch Sepp“, aus der „Heck“.

Michael Schmidt; Fotoarchiv: Christian Herrmann (Kläsen)

Die Ortschronik dokumentiert seinen Tod für den 11.05.1915. Peter Adam notiert, dass Michel Schmidt („Schmitz“ aus der „Lach“) beim Landsturm als Musketier gedient habe, und zwar im Infanterieregiment Nr. 67, genauer in der 7. Kompanie des 2. Ersatzbataillons des IR 67. Er werde an der Ostfront vermisst. Diese Angabe bestätigt auch Ernst Schmitt in seinem Gefallenenbuch; er gibt noch an, Michel Schmidt sei durch einen Granatsplitter tödlich verwundet worden.

Auf der Gedenktafel in der Antoniuskapelle wird er als M. Schmitt verewigt; wir wissen aber, dass unsere Leute damals nicht exakt zwischen „Schmitt“ und „Schmidt“ unterschieden, d.h., die Schreibweise war mal so oder so.

Ein Michel Schmidt ist auch an der Westfront zu finden, der bei der Schlacht um Verdun gefallen ist. Diese Grablage würde allerdings den Angaben der Ortschronik (vermisst an der Ostfront) widersprechen.

Trotzdem: Das IR 67, das der 34. Infanteriebrigade (Sitz: Metz) unterstand, war nie an der Ostfront eingesetzt. In der Zeit, als Michael Schmidt fiel, hatte sich seine Brigade an der Westfront im Argonner Wald (25.09.1914 – 20.08.1916) eingegraben. Wenn also die Zugehörigkeit zum IR 67 stimmt, kann Michael Schmidt nicht an der Ostfront gefallen sein (es sei denn, er wäre versetzt worden).

Für den Fall, dass sich die Ortschronik täuschen sollte über den Todesort: Der Volksbund gibt seine Grablage in Thiaucourt-Regniéville (Frankreich) an.

Hilde von Pock (Lebach) hat uns Bilder ausgehändigt, die Michael Schmidt zusammen mit ihrem Großvater zeigen; ihr Großvater war Portepee-Unteroffizier und bekam Michael Schmidt als „Burschen“ zugeteilt. Leider sind die Bilder nicht datiert und auch nicht lokalisiert, sodass die Frage der Grablage durch die Bilder nicht beantwortet werden kann.

Michael Schmidt (rechts, vordere Reihe); Fotoarchiv: Hilde von Pock

Michael Schmidt (ganz links); Fotoarchiv: Hilde von Pock

Michael Schmidt (rechts, vordere Reihe); Fotoarchiv: Hilde von Pock

Michael Schmidt (links); Fotoarchiv: Hilde von Pock

Stand: 08.2011

Lothar Schmidt

Ein Gedanke zu „Michael Schmidt

  1. Hallo, nach den Fotografien bzw. nach der Uniformierung & Ausrüstung
    könnte Michael Schmidt evtl. bei einer Fuss-Artillerie-Einheit gewesen sein!??
    Wenn die Bilder als Feldpost verschickt wurden (?) stehen evtl. auf den Rückseite
    noch genauerer Hinweis (Truppenstempel, Handschriftliches, etc. …)!?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jens

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.