Bernhard Adam

Nikolaus Bernhard Adam ist am 25. März 1911 in Niedersaubach geboren worden.

Obergefreiter Bernhard Adam an der Ostfront; Fotoarchiv: Peter Adam (Losheim, Enkel unseres Dorfschullehrers Peter Adam)

Sein Vater ist der legendäre Niedersaubacher Dorfschullehrer Peter Adam (* 1866 in Born/ Luxemburg, + 1943 in Lebach), der seit der Eröffnung der Niedersaubacher Volksschule im Jahr 1901 bis ins Jahr 1929 die Jugend des Dorfes pädagogisch formte (zum Großteil allein; bis 1920 unterrichtete er ganz allein die 8 Jahrgänge der Dörfer Niedersaubach und Rümmelbach; das waren 1920 101 Schülerinnen und Schüler). Seine Mutter war Anna Böttel (* 1870 in Massholder/ Bitburg, + 1950 in Lebach).

Bernhard Adam war der zweitjüngste Sohn der Eheleute Adam-Böttel; von den 7 Söhnen (es gab noch 2 Töchter) fielen 4 im 2. Weltkrieg: Bernhard, Josef, Karl und Matthias. Der Älteste namens Johann war außerdem schwer kriegsversehrt.

Nikolaus Bernhard Adam ist im Storb’schen Familienbuch zu finden unter dem Eintrag Nr. 5; als Todesdatum wird dort der 18.08.1943 vermerkt. Bnimitschi (Ostfront) wird bei Storb als Todesort und Motulew als Ort der Grablegung genannt. Der Dienstrang wird mit Obergefreiter angegeben. Die Schreibweise „Motulew“ kann einfach ein Schreibfehler sein; gemeint sein könnte „Mogilew“ (wie bei der WASt-Angabe geschrieben). Das Problem hierbei ist, dass es bei der Transkription von russischen, weißrussischen und ukrainischen Ortsnamen ins Deutsche sicherlich häufig zu Übersetzungsschwierigkeiten gekommen sein könnte.

Im Storb’schen Familienbuch wird noch angegeben, dass Bernhard Adam 1941 Margarethe Falk aus Thalexweiler (Amt Eppelborn) geheiratet hatte. Mit ihr hatte er eine Tochter namens Magrit. Bernhard Adam arbeitete als Kraftfahrer (so sein Neffe Peter Adam, Losheim) im Bierverlag Falk in Thalexweiler; dort lernte er dann auch seine spätere Frau Margarethe Falk kennen.

Die Angaben von Gerhard Storb werden am 3. Mai 2010 durch die WASt i.W. bestätigt: Der Obergefreite Bernhard Adam sei am 18. August 1943 als Stabssoldat des Sicherungsbataillons 791 in Buinitschi nach einem Eisenbahnunfall verstorben. Sein Grab befinde sich in Mogilew (Einzelgrab 436).

Bernhard Adam laut WASt im Schreiben vom 3. Mai 2010

Allerdings wird hier die Grablage im Ort Mogilew genannt (was kein Widerspruch sein muss, weil die deutsche Schreibweise – übersetzt aus einer kyrillischen Schreibweise – unterschiedlich gewesen sein kann).

Schon Storb gab als Todesursache „Unfall“ an. Bei der WASt ist hier nun präzisiert worden: Eisenbahnunfall.

Das Totenbildchen von Bernhard Adam nennt als Ort der Bestattung ebenso wie Storb: Motulew.

Totenbildchen; Archiv: Peter Adam (Losheim)

Rückseite des Totenbildchens; Archiv: Peter Adam (Losheim)

Das Sicherungsbataillon 791  war laut Lexikon der Wehrmacht 1943 unter Führung der Heeresgruppe Mitte im Raum Ljubetsch im Einsatz. Das Bataillon war der 221. Sicherungs-Division unterstellt.

Die Todesumstände von Bernhard Adam (Stichwort: Eisenbahnunfall) sind unklar.

Der Volksbund kennt die Grablage von Bernhard Adam in Mogilew (Weißrussland).

Bezug nehmend auf die Verlustmeldung der WASt schreibt der Volksbund am 23.09.2011: „In Mogilew gab es zwei von der Wehrmacht angelegte Soldatenfriedhöfe mit ca. 2.500 Gräbern. Leider sind diese unseres Wissens überbaut bzw. mit Zivilgräbern überbettet, sodass Umbettungen zum Soldatenfriedhof Schtschatkowo vermutlich nicht mehr möglich sind.“

Hier die Übersichtskarte für Mogilew und Schtschatkowo bei Bobruisk (einfach diesen Link anklicken)!

Stand der Angaben: 12 2011

Nachtrag vom 12 2016

Der Volksbund schreibt am 25.11.2016, die sterblichen Überreste von Bernhard Adam seien auf die Kriegsgräberstätte in Schtschatkowo überführt worden; die persönlichen Daten seien auf einer Granitstele auf diesem Friedhof eingraviert worden.


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