Stolpersteine

Hilde Bayer, Lehrerin am Lebacher Geschwister-Scholl-Gymnasium, hat 2012/ 2013 zusammen mit Kolleginnen im Fach Geschichte eine AG geleitet, die – unterstützt vom Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel – Schicksale von Opfern des nationalsozialistischen Terrors in Lebach und Niedersaubach aufgearbeitet hat.

Eine Präsentation der Recherche-Ergebnisse wird noch öffentlich zugänglich gemacht.

Am 29. August d.J. sollen nun für diese Opfer in Lebach „Stolpersteine“ verlegt werden.

Beginnen soll diese Gedenkveranstaltung an diesem Donnerstag um 16 Uhr in Niedersaubach in der Hold.

Dort soll durch Stolpersteine erinnert werden an Josef Scherer und Nikolaus Brück, deren Schicksale wir im Rahmen der 800-Jahrfeier zum Volkstrauertag aufgearbeitet haben.

Ortsvorsteher Werner Schmidt hat hierzu im Lebacher Stadtrat eine Erklärung abgegeben, die hier im Anschluss veröffentlicht wird.

L. Sch.

Erklärung von Ortsvorsteher Werner Schmidt zur Verlegung von „Stolpersteinen“ für Opfer des NS-Terrors in Niedersaubach im Lebacher Stadtrat am 27. Juni 2013

Ich danke den Schülerinnen und Schülern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, die sich mit ihren Lehrern dieser bedrückenden Thematik  angenommen haben. Zu meiner Zeit als Schüler mochte man sich noch nicht damit beschäftigen.

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Wir haben im vergangenen Jahr im Rahmen unserer 800-Jahrfeier zum Abschluss eine Gefallenenehrung durchgeführt, in der wir in einer bewegenden Feier der jungen Leute gedachten, die für den Wahnwitz einer menschenverachtenden Ideologie geopfert wurden.

In dieser Feier wurde auch das Schicksal zweier Niedersaubacher beleuchtet, die auf besonders tragische Weise ums Leben kamen. Da war zunächst der 41jährige Nikolaus Brück, den man 1941 als „Hochverräter“ in Dachau umbrachte und sein Nachbar Josef Scherer, der 1944 im Alter von 11 Jahren  in Hadamar der Euthanasie zum Opfer fiel.

Wie das Schicksal der Kriegsopfer hat mein Bruder Lothar in monatelangen Recherchen auch den Leidensweg der beiden Gewaltopfer in unserem Internetportal „unser-niedersaubach.de“ dokumentiert. Dieses kollektive Gedächtnis unseres Dorfes soll uns und unseren Nachfahren alle Facetten unserer Historie in Erinnerung behalten. Auch die dunklen Abschnitte, um uns immer wieder zu vergegenwärtigen, in welche Abgründe uns diese Ideologie führte.

Meine Mitbürger sind mit mir dankbar für Ihr Engagement und wissen die Bedeutung der Stolpersteine zu würdigen.

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