Feldahorn – Baum des Jahres 2015

Tag des Baumes in Lebach am Sa., 14. März

Wanderung am Rand des Rümmelbach-Humberg-Weges

Am Samstag, 14. März, lädt der Saarwaldverein Lebach zusammen mit der Stadt Lebach und der levobank zum Tag des Baumes 2015 ein.

Begründet wurde die Tradition, einen Tag des Baumes zu feiern, von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem ersten deutschen Bundespräsidenten, Theodor Heuss, im Jahr 1952. Der Tag des Baumes soll ein Ehrentag sein, der eindringlich für den Schutz unserer heimischen Bäume wirbt. Der jeweils ausgesuchte Baum soll in seiner Schönheit, Besonderheit und Nützlichkeit den Menschen nahegebracht werden.

In diesem Jahr ist der Feldahorn als Baum des Jahres ausgewählt worden. Der kleine Bruder des Berg- und des Spitzahorns ist recht unscheinbar; er wird nicht sehr groß (höchstens 15 m), sodass er eher zur Begrünung am Wegesrand verwendet wird oder in Heckenformationen auftaucht. Wegen der früheren Nutzung seines Blattwerkes als Viehfutter wird er noch landläufig auch Maßholder (althochdeutsch: Futterbaum) genannt. Holzwirtschaftlich spielt der fast nur im Nieder- oder Mittelwald wachsende Feldahorn keine Rolle. Die Bedeutung des Feldahorns wird nun auch darin gesehen, dass er sich, weil er sich eben eher klein hält, als Stadtbaum empfiehlt. In unseren naturfeindlichen Städten gilt er als stressresistent, weil er mit belastenden Abgasen, zersetzenden Streusalzen etc. fertig wird. Daher soll am Tag des Baumes bei der Lebacher Volksbank ein Feldahorn gepflanzt werden.

Feldahorn am Grundsberg nördlich von Steinbach; er wächst bei uns nach Auskunft von Förster Winfried Fandel nur in Steinbach und in Dörsdorf, Foto: Lothar Schmidt

Feldahorn am Grundsberg nördlich von Steinbach im Februar 2015; er wächst bei uns nach Auskunft von Förster Winfried Fandel nur in Steinbach und in Dörsdorf, Foto: Lothar Schmidt

Das Fest dieses unscheinbaren Baumes soll am gleichen Tag mit einer geführten Wanderung am Rand des Rümmelbach-Humberg-Weges beginnen. Die Wanderung wird geführt von den Schmelzer Historikern Edith und Eric Glanzdorp, die sich geologisch mit der Geschichte des urzeitlichen Rümmelbach-Humberg-Meeres beschäftigt haben; als Ansprechpartner bei der Wanderung steht auch Lothar Schmidt vom Heimatverein Niedersaubach-Rümmelbach zur Verfügung; der Verein hatte bereits 2010 einen Rümmelbach-Humberg-Weg beschrieben. Das sich zwischen Rümmelbach und Humberg (bei Bad Kreuznach) erstreckende Urmeer hatte vor etwa 280 Mio. Jahren einen Rohstoff hervorgebracht, der uns als Lebacher Eier bekannt ist und als kostbare Eisenerze die Wiege der saarländischen Eisen- und Stahlindustrie begründet hat. Schon im 16. Jahrhundert hatte der Eisenerzbergbau in Rümmelbach, Gresaubach und Steinbach begonnen, und erst Mitte des 19. Jahrhunderts kam er zum Erliegen. Bergrechtlich wurde dieses Lebacher „Bergwerk“ erst 1960, nachdem die Versuche 1937 und 1952 fehlgeschlagen waren, es wiederzubeleben, „geschlossen“ (nachzulesen unter dem Stichwort „Rümmelbach-Humberg“ nach Ilse Winter-Emden hier (einfach anklicken).

Treffpunkt zur Wanderung ist am 14. März um 10 Uhr am Bitscher Platz. Von dort aus erfolgt ein kostenloser Bustransfer, den die Stadt Lebach ermöglicht nach Rümmelbach. Die Wanderung beginnt in Rümmelbach um 10:15 Uhr. Zurück in Lebach wird man gegen 13 Uhr sein.

Ab 13 Uhr wird der Lebacher Saarwaldverein bei der levobank Erbsensuppe mit Würstchen sowie Kaffee und Kuchen reichen; natürlich sind auch Getränke zu haben.

Um 14 Uhr beginnt ein Festakt zum Tag des Baumes, der musikalisch umrahmt wird vom MGV Fidelio Landsweiler. Umweltminister Reinhold Jost wird die Festrede halten. Ebenso sprechen wird der Landesvorsitzende des Saarwaldvereins, Aribert von Pock, der Lebacher Bürgermeister Klauspeter Brill und der Lebacher Saarwaldvereinvorsitzende Heinrich Spengler.

Die Anmeldung zur Wanderung sollte bis zum 6. März über unseren Wanderwart Udo Alder erfolgen: Tel.: 06881 88 404 oder E-Mail: hans.udo@hotmail.de!

Für den Saarwaldverein Lebach

Lothar Schmidt

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