Branntwein

Gemeinsam mit Brenner Hermann Penth stellen „Heckenhannes“ Manfred Mai und Ortsvorsteher Hans Schmitz ein neues Produkt mit der Identität unseres Ortes vor.

Der Heckenhannes, ein Mirabellenbrand, trägt den überlieferten Namen eines Wirtes aus Niedersaubach und Rümmelbach aus dem Jahre 1816. Der Heckenhannes ist eine Figur aus dem Volksstück unseres Heimatdichters Josef Schäfer, das erstmals 1954 aufgeführt und mit großem Erfolg anlässlich unseres Jubliäums vor zwei Jahren wieder inszeniert wurde .

Der Mirabellenbrand „Heckenhannes“ ist das zweite Produkt, das unverkennbar das neue Selbstbewusstsein Niedersaubachs zum Ausdruck bringt.
Im Jahre 2012 wurde der „800er“, ein Birnenbrand, der im Rahmen unseres Ortsjubiläum angeboten wurde, bereits zum Symbol, das sich so großer Beliebtheit erfreute, dass man ihn jetzt wieder in kleinerer Menge anbietet.

Werner Schmidt

 

Heckenhannes_28.08.2014

Fotos: Manfred Mai (Lacher/ Hahn)

 

Lisa Huth berichtete am 28. August dieses Jahres über den „Heckenhannes“ anlässlich eines Besuches in der Brauerei Penth am Donnerstag davor.

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28.08.14, SR 3 – Saarlandwelle

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Normalerweise berichten wir immer von Dörfern im Saarland, wo es nichts mehr gibt. Keine Geschäfte, keine Kneipen. In Niedersaubach bei Lebach ist das auch so. Aber! Das Dorf ist in den letzten Jahren wieder aufgeblüht. Warum? Das hat Lisa Huth für uns in Erfahrung gebracht:

Wer von Lebach aus nach Niedersaubach fahren will, muss ziemlich zackig links und links und rechts den Anhöhe hoch fahren, hinein in ein schmuckes Dörfchen. Alsbald grüßt oben die Antonius-Kappelle, während unten in der Schnapsbrennerei Penth schwer gearbeitet wird.

Atmo + Marianne Penth: Ich befülle die Brennblase mit neuer Maische. – Warum macht das so viel Radau? – Das ist das Gebläse, das saugt den Dampf ab. Dass die Dampfentwicklung nett so stark ist, hier drin. – Und was kommt da jetzt rein? – da kommt Johannisbeermaische kommt jetzt rein.

„Stoff“ nennen sie die Maische.

Atmo + Marianne Penth: Stoff, weil es wird ja nachher aus so eine gewisse Art Stoff, nee. Iss e Stoff, ja.

Hermann Penth: … Und was fürn Schnaps haben Sie jetzt neu kreiert? Den Edlen vom Heckenhannes – so, wer ist denn jetzt dieser Heckenhannes vom Mirabellenbaum? – der Heckenhannes, das hat hier eine Kneipe gehabt in Niedersaubach und hat die Leut besoffen gemacht. – Jetzt kommt der Heckenhannes? Nee, nee, – Manfred Mai: doch doch, ich war in dem Theaterstück der Heckenhannes. Das ist eine alte Geschichte – das ist eine alte Geschichte von unserem Heimatdichter und Schriftsteller, der hat das Stück geschrieben. Das geht dann um die Schlacht an der Wolweskaul, das war der  Kampf um den letzten Wolf hier in der Gegend. – so fängt die Geschichte an. – so fängt die Geschichte an, ja

Die Geschichte vom Wiederaufblühen Niedersaubachs fängt mit einem Feuerwehrfest an, Da haben die Mannen geübt,

Werner Schmidt: wie man solche Feste feiern kann, wie man dann auch die Leute dazu kriegt, mitzumachen, denn das ist das Wichtigste.

sagt der frühere Ortsvorsteher Werner Schmidt. Dann kam die 800-Jahrfeier des 800-Seelen-Ortes und die Gründung des Vereins „Unser Niedersaubach“. Acht Veranstaltungen plante die Truppe. Etwa: den „Weiher in Flammen“

Werner Schmidt: Ich muss also Leute haben, die handwerklich begabt sind. … die Kunstverstand haben, die musikalisch was zu bieten haben.

Oder eben dieses Mundartstück aus Niedersaubach über den Heckenhannes. Dessen Darsteller Manfred Mai:

Manfred Mai: Das Schwierigste war gewesen, unser Platt, zu lesen. Das war gar nicht so einfach.

Dieser Heckenhannes lebte vor mehr als 200 Jahren. Damals machte der Dragonerschorsch einem Niedersaubacher Mädchen den Hof, dem Maalchen, was deren Vater, einem reichen Bauer, nicht gefiel. Der Dragonerschorsch erlegte schließlich den Wolf in der Wolweskaul. Und alle fanden sich beim Heckenhannes wieder ein. Der jetzige Ortsvorsteher Hans Schmitz über den Heckenhannes-Schnaps::

Hans Schmitz: Wir wollten ein Produkt haben, womit wir unseren Ort darstellen können. – Wie wir das vor zwei Jahren mit unserem 800er hatten

Zum Jubiläum gab es nämlich auch einen Schnaps aus der Brennerei. Und quasi das ganze Dorf wurde auf die Beine gebracht. Werner Schmidt.

Werner Schmidt: Wir wollten den Leuten etwas bieten und sie gleichzeitig einbeziehen in das Geschehen. Das hat auch zu dem großen Erfolg geführt.

Die Verein verzeichnet gute Einnahmen:

Hans Schmitz: Dieses Geld wird auch wieder im Ort für die Jugend und für die Älteren verändert.

Aber:

Hans Schmitz: Was wichtiger als das ganze Geld ist, ist eigentlich bei uns dieses Wir-Gefühl.

Es gibt zwar keinen Chor mehr in Niedersaubach, dafür aber jetzt die Gesangstruppe, Somebody’s, die bei den Festen auftritt und:

Hans Schmitz: So eine Art Reha-Sportgruppe, die also mit älteren und mit unserer, wie heißt die, die A-Jugend, das sind die zwischen 50 und 60, dort Sport betreiben.

Und die Geschichte des Heckenhannes wird auch weiter geführt. Nach dem 800er Birnen-Schnaps und dem Heckenhannes-Schnaps soll es einen weiteres Produkt aus dem Hause Penth geben:

Hans Schmitz: Das die Frauen spricht, und zwar wird das ein Zwetschbrandy sein und der wird sich wahrscheinlich „süffiges Maalchen“ nennen.

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